Gewerkschaften, Arbeit in den ...

Die marxistisch-leninistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Die marxistisch-leninistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit unter den Arbeitern und Angestellten der industriellen Großbetriebe ist die Hauptkampflinie der MLPD. Bei Berücksichtigung der Allseitigkeit der Parteiarbeit haben die Betriebsgruppen der MLPD Vorrang vor dem Aufbau anderer Gruppen. Sie bilden das proletarische Rückgrat im System der Kleinarbeit der MLPD.
Die Hauptaufgabe der Betriebsgruppen ist es, Arbeiterkämpfe auszulösen und höherzuentwickeln und das proletarische Klassenbewusstsein der Industriearbeiterschaft und ihrer Familien systematisch zu wecken und zu heben. Der Kampf um wirtschaftliche und politische Teilforderungen muss als Schule des Klassenkampfs geführt werden. Das ist ein Kampf um die Denkweise der Massen.

Die Mitglieder der MLPD arbeiten aktiv und vorwärts treibend in den Gewerkschaften als den wichtigsten Selbstorganisationen der Arbeiterklasse mit. Sie bekämpfen dort jede Form der Klassenzusammenarbeitspolitik und treten dafür ein, dass die Gewerkschaften Kampforganisationen zur Verteidigung und Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen werden. Zur Hebung des proletarischen Klassenbewusstseins lehnen sie die reformistische Stellvertreterpolitik ab und fördern die kämpferische Aktivität und Eigeninitiative der Masse der Gewerkschaftsmitglieder. Sie streben eine enge Bindung der revolutionären Partei der Arbeiterklasse mit den Gewerkschaften an, ohne allerdings deren Überparteilichkeit zu verletzen. Dazu tragen sie den Geist des Klassenkampfs in die Gewerkschaften, organisieren die internationale Klassensolidarität, fördern die kämpferische Frauenbewegung und machen sich besonders für die Belange der Arbeiterjugend stark.
Während die Marxisten-Leninisten jedem Versuch der reformistischen Gewerkschaftsbürokratie unversöhnlich gegenüberstehen, die Millionenmassen der Gewerkschaftsmitglieder zu gängeln, zu bevormunden und die Entwicklung des Klassenkampfs aufzuhalten, weisen sie andererseits jede gewerkschaftsfeindliche Aktivität zurück. Sie lassen sich von dem Prinzip leiten, aus betrieblichen und gewerkschaftlichen Funktionen keinerlei persönliche Vorteile zu ziehen.
Neben gewerkschaftlichen Streiks unterstützen die Marxisten-Leninisten gegebenenfalls das Durchbrechen des gewerkschaftlichen Rahmens und die Durchführung von selbständigen Streiks. Diese selbständigen Streiks bekommen immer größere Bedeutung, je mehr sich die Einzelkämpfe der Arbeiter zu Massenkämpfen, die wirtschaftlichen Kämpfe zu politischen und die Kämpfe im nationalen Rahmen zu einem Teil des internationalen Klassenkampfs höherentwickeln.
Die Leitlinie der positiven Gewerkschaftsarbeit der Marxisten-Leninisten fasst sich in folgenden Losungen zusammen:

  • Für die Gewerkschaften als Kampforganisationen zur Verteidigung und Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen!

  • Für eine starke Einheitsgewerkschaft!

  • Für die Arbeitereinheit in Ost und West, für die Einheit von deutschen und ausländischen Arbeitern!

  • Für eine gewerkschaftliche Jugendarbeit zur Förderung der Einheit von Jung und Alt!

  • Für die Förderung der kämpferischen Frauenbewegung gegen alle Formen der besonderen Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen!

  • Für die Überparteilichkeit der Gewerkschaften, für demokratische, selbst organisierte Strukturen!

  • Weg mit den Unvereinbarkeitsbeschlüssen gegen Antifaschisten und Marxisten-Leninisten in den Gewerkschaften!

  • Für die Verbindung gewerkschaftlicher und selbständiger Kämpfe!

  • Für die Erweiterung der gewerkschaftlichen und politischen Rechte und Freiheiten!

  • Für internationale Arbeitersolidarität und die Einheit der internationalen Gewerkschaftsbewegung!

  • Für die Perspektive des Sozialismus als fester Bestandteil der Gewerkschaften!


(aus dem Parteiprogramm der MLPD)

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