Ein Prinzip der MLPD: Jeder wird ausgebildet

Seit jeher hat die MLPD die Ausbildung und Befähigung ihrer Mitglieder für die Aufgaben im Klassenkampf und Parteiaufbau ins Zentrum ihrer Arbeit gestellt. Dies entspricht der Grundauffassung der MLPD: „Die Befreiung der Arbeiter kann nur das Werk der Arbeiter selbst sein.“ (Lenin). Jedem Mitglied und Funktionär der Partei wird in der MLPD die Möglichkeit geboten, zu lernen, seinen eigenen Kopf zu gebrauchen, sich selbständig zu orientieren und eine revolutionäre Kleinarbeit zu erlernen.

In den Parteigruppen finden monatliche Schulungsabende statt, die sich vierzehntägig mit den Gruppensitzungen abwechseln. Es gibt ein breites Angebot, wissenschaftliches Selbststudium an Studiennachmittagen, Studientagen oder in Studienwochen zu lernen. Für neue Parteimitglieder und Kandidaten werden Grundkurse mit dem Titel „Lebendiger Marxismus-Leninismus“ und Einführungsabende in die Parteiarbeit angeboten. Sie sind gefragt, weil dort eine Einführung in das gesamte System der Parteiarbeit und das System REVOLUTIONÄRER WEG gewährleistet wird.

Eine besondere Bedeutung hat dabei die Kursreihe „Die dialektische Methode allseitig erlernen“ mit mittlerweile zehn Lektionen. Sie vermittelt sowohl die Grundlagen der dialektischen Methode auf dem Niveau der Lehre von der Denkweise als auch ihre Anwendung in der Analysearbeit, in der Streitkultur, in der wissenschaftlichen Arbeitsorganisation, bei der Kontrolle und Selbstkontrolle und in der Jugendarbeit. Fast 8.000 Mitglieder und Freunde haben in den letzten Jahren daran teilgenommen.

Heute sind höchste Anforderungen an unsere Mitglieder gestellt: als Betriebsrat oder in der Vertrauensleutearbeit; als Aktivist in der Montagsdemo-Bewegung, in der Jugend- oder Frauenarbeit, in der Mitarbeit in überparteilichen Selbstorganisationen oder auch als Mandatsträger in der parlamentarischen Arbeit. Die MLPD arbeitet daran, dass jeder Genosse ausgebildet wird, bevor er eine neue Aufgabe übernimmt. So wurden im Vorfeld der Landesverbandsgründungen bereits Halbjahres- und Dreimonatsausbildungen durchgeführt, um Genossinnen und Genossen für die anspruchsvollen Aufgaben in den Landesleitungen zu befähigen. Zugleich gab es mehrere Wochenkurse, um die Landesleitungsarbeit zu erlernen.

Das Ausbildungsprogramm in der MLPD ist einmalig und wird ständig weiterentwickelt. Es ist daran orientiert, immer mehr Genossen und Kollegen zu befähigen, dass sie in zukünftigen Klassenauseinandersetzungen eine führende Rolle wahrnehmen können. Wer heute z. B. einen Streik in einem Monopolbetrieb führen will, muss vorher wissen, wie so was vorbereitet wird, wie demokratische Entscheidungsstrukturen unter den Streikenden verwirklicht werden, wie die Öffentlichkeitsarbeit organisiert und die Bevölkerung in den Stadtteilen einbezogen werden muss usw. Dass Ausbildungsgänge der Linkspartei zu „Inszenierung, Performance und Wahrnehmung von Politik, Akquisition von Wirtschaftskontakten, PR und Kontaktmanagement“ hier weiterhelfen, ist eigentlich nicht vorstellbar. Die Beherrschung der dialektische Methode ist bei solchen Anforderungen gefragt; denn die Leute müssen sich selbständig orientieren und selbständig handeln, die allgemeinen Erfahrungen der Arbeiterbewegung auf die konkrete Situation anwenden können.

Damit jedes Mitglied die Möglichkeit hat, die dialektische Methode systematisch zu erlernen und tagtäglich einzuüben, soll künftig die Ausbildung in den Parteigruppen und in jeder Tätigkeit noch differenzierter und konkreter werden. Mit der Gründung der Landesverbände wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Dialektik-Kurse Stück für Stück auf Landesebene durchgeführt werden können. Damit kann besser gewährleistet werden, dass sie mit den Fragen, Problemen und Anforderungen vor Ort durchdrungen werden, dass diese Methode in der praktischen Tätigkeit eingeübt werden kann und dass mehr Leute teilnehmen können ohne weite Fahrten.

Für jeden, der wissen möchte, was es mit der Dialektik auf sich hat, und insbesondere für neue Mitglieder, führt der MLPD-Vorsitzende Stefan Engel Anfang Januar 2009 in Hamburg und Gelsenkirchen jeweils ein Tagesseminar zum Thema „Dialektik, was ist das denn?“ durch. Dazu herzlich willkommen!

(jwb/gg)

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