Die Bedeutung der theoretischen Arbeit und des Systems REVOLUTIONÄRER WEG

Der Rechenschaftsberichtsentwurf des Zentralkomitees (ZK) an den VIII. Parteitag, der in den Parteigruppen beraten wird, betont als eine zentrale Aufgabe für das ZK die theoretische Arbeit zur Weiterentwicklung und Festsetzung der ideologisch-politischen Linie. Nach der Herausgabe der umfassenden Analyse der Ökonomie des Imperialismus auf der Stufe der Neuorganisation der internationalen Produktion („Götterdämmerung über der ,neuen Weltordnung‘“) im Jahr 2003 arbeitet das ZK an dem darauf aufbauenden Nachfolgebuch, dem Revolutionären Weg Nr. 32–34, der sich mit der Strategie und Taktik der internationalen Revolution beschäftigt. Dazu stellt der Rechenschaftsberichtsentwurf des ZK fest: „Diese Nummer des theoretischen Organs ,Revolutionärer Weg‘ ist das bisher schwierigste und anspruchsvollste Projekt der theoretischen Arbeit der MLPD. Er fußt neben den bereits bekannten Anforderungen an die theoretische Arbeit auf der dialektischen Analyse der bereits begonnenen Internationalisierung des Klassenkampfes sowie einem schöpferischen Diskussions- und Vereinheitlichungsprozess innerhalb der internationalen marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung.“ (Seite 58) Um die Bedeutung der theoretischen Arbeit zu unterstreichen, drucken wir einen Auszug aus dem Revolutionären Weg Nr. 26 („Der Kampf um die Denkweise in der Arbeiterbewegung“) ab.
Die Bedeutung der theoretischen Arbeit und des Systems REVOLUTIONÄRER WEG

Stefan Engel – bei einer Veranstaltung am 2. Februar in Hamburg – übernahm im Jahr 1993 die Leitung des Redaktionskollektivs REVOLUTIONÄRER WEG

Der Begründer und langjährige Leiter der Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG, Willi Dickhut, faßte die prinzipielle Bedeutung der theoretischen Arbeit mit folgenden Worten zusammen:

„Jede Nummer behandelt ein bestimmtes Problem unserer Zeit, das im Brennpunkt steht, und alle zusammen bilden ein System für die praktische Lösung der gegenwärtigen Aufgaben. Der Inhalt unseres theoretischen Organs ist keine abstrakte theoretische Abhandlung, sondern eine dialektische Einheit marxistisch-leninistischer Grundsätze und jahrzehntelanger praktischer Erfahrungen kommunistischer Tätigkeit. Auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus wurden im REVOLUTIONÄREN WEG die Veränderungen in der Gegenwart analysiert, neue Erkenntnisse gewonnen und theoretisch weiterentwickelt. Durch die konkrete Anwendung in der politischen und organisatorischen Tätigkeit der Partei werden Theorie und Praxis eng verbunden. Jede neue Erkenntnis ist ein Sprung in unserer politischen Tätigkeit und eine Waffe im Klassenkampf. Je mehr wir uns diese Waffe aneignen, sie immer wieder schärfen, um so besser können wir unsere Praxis, die tagtägliche Kleinarbeit im Betrieb und Wohngebiet ausüben. Der REVOLUTIONÄRE WEG ist als ideologisch-politisches Kampforgan entstanden und mit dem Parteiaufbau aufs engste verbunden. Ohne unser theoretisches Organ wäre der ideologisch-politische Sieg über alle Arten des Liquidatorentums, des Revisionismus und Reformismus nicht möglich gewesen.“ (Willi Dickhut, Entwurf der Rede „Über die theoretische Arbeit“ zum II. Parteitag der MLPD, Oktober 1985)

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Willi Dickhut war der erste Leiter der
Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG und
zeichnete verantwortlich für die Ausgaben
Nummer 1–24


Die neuen theoretischen Fragen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern werden durch die Praxis aufgeworfen.

(…) Die gesellschaftliche Entwicklung des staatsmonopolistischen Kapitalismus treibt auf einen Kulminationspunkt zu, indem sich die verschiedenen internationalen ökonomischen und politischen Krisenprozesse mit den Kämpfen der Massen zu einer immer engeren Wechselwirkung verdichten. Das bringt neue, historisch nie dagewesene Erscheinungen hervor. Es mehren sich die Faktoren des Heranreifens einer neuen Umbruchphase vom Kapitalismus zum Sozialismus.

(Seite 216–219)

 

Die theoretische Arbeit ist ein schöpferischer internationaler Prozess

 
Nach der Beschäftigung mit der theoretischen Arbeit der MLPD gibt es unter marxistisch-leninistischen Parteien und Organisationen hohe Erwartungen, zu welchen Schlüssen die MLPD für die Vorbereitung der internationalen Revolution kommt. Die MLPD braucht dazu auch die Erfahrungen der internationalen Klassenkämpfe. Das erfordert einen gemeinsamen internationalen Erkenntnisprozess. Durch die umfangreichen Übersetzungen der ideologisch-politischen Linie der MLPD und ihre internationale Verbreitung hat sich die offene, kritisch-selbstkritische Auseinandersetzung vertieft.

 

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Sozialismus im Brennpunkt
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Wir dokumentieren aus Beiträgen auf dem internationalen Seminar am 2./3. 8. 07, auf dem 49 Delegationen aus 37 Ländern an einem intensiven Meinungsaustausch teilnahmen:

Otto Vargas, Generalsekretär der PCR Argentinien, in seinem Beitrag über die internationale Ausbeutung: „Wir denken, dass das Buch von Stefan Engel ,Götterdämmerung über der neuen Weltordnung‘ ein großer Beitrag für das internationale revolutionäre Denken ist … Die kapitalistische Produktionsweise wird internationalisiert und überschreitet die nationalen Grenzen, aber sie ändert ihr Wesen nicht: die Ausbeutung der Arbeitskraft …“ (S. 102)

Khan Rano, ZK der Arbeiterpartei Bangladeschs: „Die MLPD hat einen großen theoretischen Beitrag zur Analyse der gegenwärtigen kapitalistischen Weltwirtschaft und der Internationalisierung der kapitalistischen Produktion geleistet, besonders in dem Buch „Götterdämmerung über der ,neuen Weltordnung‘“ von Stefan Engel … Diese theoretische Schlussfolgerung ist direkt verbunden mit der Strategie und Taktik des Weltproletariats im Kampf für die Weltrevolution und mit der praktischen Aufgabe des Parteiaufbaus sowie enger Koordination unter den marxistisch-leninistischen Parteien …“ (S. 112)

CARC Italien: „Wir haben mit großem Interesse euer Dokument ,Einige Grundfragen des Parteiaufbaus‘ gelesen … Der Wert der Prinzipien, die in diesem Dokument aufgezeigt werden, das ihr im REVOLUTIONÄREN WEG Nr. 10 im Jahr 1973 am Anfang eures Weges veröffentlicht habt, wird durch euer Anwachsen und die gegenwärtige Stärke belegt, die euch von allen anderen Organisationen mit Bezug zum Marxismus-Leninismus unterscheidet …“ (S. 564)

 

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Stefan Engel:
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Dmitrij Kostenko aus Russland von der Marxistisch-Leninistischen Plattform in der RKAP RPK schrieb am 12. 2. 08: „Die Analyse von Willi Dickhut ,Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion‘ ist eine wichtige Arbeit, die die Zeit unter Chruschtschow und Breschnew untersucht. Sie hat große Bedeutung, weil sie zeigt, dass die wirtschaftliche und gesellschaftliche Struktur unter dem Revisionismus kein Staat des Proletariats, sondern eine Diktatur neuer Schichten, einer neuen Bourgeoisie war. Diese Analyse ist auch heute für uns wichtig, um zu verstehen, dass das Land in den 70er Jahren nicht in den Händen des Proletariats, sondern in den Händen dieser neuen Schicht war. Daraus müssen wir Lehren ziehen, um im Kampf für einen neuen Sieg des Sozialismus die Fehler der revisionistischen Entartung nicht zu wiederholen.“

Rodrigo Morales, der Vorsitzende der PCML aus Panama: „Ich danke euch, vor allem dem Vorsitzenden Engel für das Buch „Götterdämmerung über der ,neuen Weltordnung‘“ … Ich selbst habe das Buch zweimal gelesen und beginne das Studium und werde meine Meinung schicken. Unmittelbar haben wir im Politbüro beschlossen, einen Studienzirkel dazu einzurichten.“

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