Aufbruchstimmung in Hamburg: Das nehmen wir uns zum VIII. Parteitag der MLPD vor

„Rote-Fahne“-Interview mit einer Hamburger Kreisleitung der MLPD
Aufbruchstimmung in Hamburg: Das nehmen wir uns zum VIII. Parteitag der MLPD vor

Diskussionsveranstaltung in Hamburg mit dem Vorsitzenden der MLPD, Stefan Engel, am 12. Februar 2008

Hamburg ist mit knapp 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Deutschland. In der unmittelbaren Region leben über 4 Millionen Menschen. Hamburg ist Drehscheibe im Verbund der internationalen Produktion und von strategischer Bedeutung als Tor zur internationalen Arbeiterbewegung und weltweit drittgrößter Standort der zivilen Luftfahrt mit zirka 34.000 Beschäftigten. Im neuntgrößten Containerhafen der Welt sind 62.000 unmittelbar Beschäftigte und weitere 78.000 in hafenabhängigen Arbeitsplätzen. Die Hafenarbeiter haben mit dem europaweiten Kampf gegen Port Package 2005 ein bedeutendes Signal gesetzt. Die „Rote Fahne“ sprach mit der Kreisleitung Hamburg-West und Genossen der Landesaufbaugruppe Nord-West darüber, was sich die MLPD in Verbindung mit dem VIII. Parteitag für Ziele setzt.

 

Welche Fragen werden denn im Kreisverband Hamburg-West in der Parteitagsvorbereitung „heiß“ diskutiert?

In den Parteigruppen fand eine intensive Beschäftigung mit dem Rechenschaftsberichtsentwurf des Zentralkomitees statt. Im Zentrum der Diskussion und auch bei der Erarbeitung von Anträgen zur Verbesserung standen unsere marxistisch-leninistische Frauenarbeit, unsere Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft sowie die Jugendarbeit. Dies ist vor allem ein kritisch-selbstkritischer Prozess, mit dem wir auch unsere Kleinarbeit auswerten. So haben wir festgestellt, dass es doch eine Tendenz gab, z. B. in der Betriebsarbeit uns einseitig mit Fragen der unmittelbaren betrieblichen Ausbeutung zu befassen und dass die allseitigen Lebensfragen dabei zu kurz kommen. Schließlich heißt es in unserem Parteiprogramm: „Die bürgerliche Familienordnung ist das unverzichtbare Gegenstück zur kapitalistischen Ausbeutung der Lohnarbeit.“

In der Jugendarbeit der MLPD kamen wir zu dem Ergebnis, dass die vielen und guten Einzelinitiativen nur dann Früchte tragen, wenn wir ein ganzes System der Jugendarbeit im Kreis entwickeln: mit Betreuern für die Rebell- und Rotfuchsarbeit beim Sport, der Bildungsarbeit oder für die Kultur. In unserer Wohngebietsarbeit bedeutet das engste Verbindung mit den Menschen im Viertel und systematische Elternarbeit.

 

Und welche Schlüsse habt ihr für die marxistisch-leninistische Frauenarbeit gezogen?

Hier haben wir in der praktischen Kleinarbeit den 8. März – den Internationalen Frauentag – genutzt, um mit unserer Veranstaltung die Position der MLPD im Kampf für die Befreiung der Frau darzulegen. Mit 30 Besuchern war die Geschäftsstelle in Hamburg Altona proppenvoll und es gab eine lebendige Diskussion darüber, was es bedeutet, dass die Masse der werktätigen Frauen doppelt ausgebeutet und unterdrückt wird. Wir haben uns vorgenommen, die marxistisch-leninistische Frauenarbeit zum unverrückbaren Bestandteil in unserer Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, im Wohngebiet und auch in der kämpferischen Frauenbewegung zu machen.

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Der Hamburger Hafen: Tor zur Welt mit kampferprobten
Belegschaften

 

Was hat sich der Kreisverband in der praktischen Selbstveränderung vorgenommen?

Wir haben uns vorgenommen, angesichts des Linkstrends unsere Öffentlichkeitsarbeit für die sozialistische Perspektive zu verstärken. Dazu planen wir die Herausgabe einer Stadtzeitung der MLPD bis zum Sommer 2008. Und dies steht in Verbindung mit einem lebendigen Veranstaltungsprogramm, der Werbung für unsere öffentliche Studiengruppen und der systematischen Ausbildung aller Mitglieder.

Wir werden in den nächsten Wochen auch neue Parteigruppen gründen. Die positive Mitgliederentwicklung macht dies möglich – aber es gibt auch die Notwendigkeit, die MLPD über den Westen der Stadt hinaus aufzubauen. Damit werden wir die Präsenz der MLPD in den Stadtteilen Eidelstedt und Finkenwerder, aber auch in Altona-Nord stärken.

In der Jugendarbeit kommt es im Moment darauf an, dass wir jeder Gruppe eine überschaubare Aufgabe stellen und lernen, dass wir im Kreis dabei an einem Strang und dann auch am gleichen Ende ziehen.

Für den Monat April hat die Landesaufbaugruppe Nord-West bereits die Voraussetzungen für die Aufnahme der organisierten Parteiarbeit im Hamburger Hafen geschaffen. Unser Vorschlag ist, dass interessierte Kolleginnen und Kollegen in einer Initiativgruppe zusammen mit MLPD-Genossen diese spannende, wie sicher auch komplizierte Arbeit anpacken. Angeleitet von der Landesaufbaugruppe Nord-West wollen wir deshalb im April und mit dem Höhepunkt unserer 1. Mai-Feier eine richtige Werbekampagne für die Stärkung der MLPD machen und neue Mitglieder, neue Leser und Abonnenten der „Roten Fahne“, neue Mitstreiter im REBELL und viele Kinder als Rotfüchse begrüßen!

Wir wissen, dass viele Kolleginnen und Kollegen – auch aus dem Ausland – gerne nach Hamburg kommen. Schließlich ist Hamburg eine Stadt mit einer langen Tradition der Arbeiterbewegung, der KPD und von Ernst Thälmann. Hier wollen wir ein anziehendes Besuchsprogramm weiterentwickeln mit Hafen- und Stadtrundfahrt, kulturellen Erlebnissen und lebendiger Geschichte.

 

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen euch für euren Beitrag zum VIII. Parteitag viel Erfolg!

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