Leserbriefe

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Leserbrief zur Cannabis-Freigabe-Diskussion

Von Helmut Kruse-Günter

Welche Vorteile und für wen hätte denn die Freigabe des Rauschmittels Cannabis? Ich stimme mit Frau Häßler von der Fachstelle Sucht überein, dass der Konsum von Haschisch auf jeden Fall gesundheitsschädlich ist. Denn der Cannabis-Wirkstoff THC greift tief in unser Hirn-Orchester ein. Er verändert das optimale Zusammenspiel der Nervenzellen, die für Belohnung, Motivation, Entscheidungsfindung und Bewegungsabläufe zuständig sind. Er stört damit die Fähigkeit, das Denken, Fühlen und Handeln in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit zu bringen. Kurzfristige Entspannung und Beruhigung werden langfristig mit Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, mit Störungen der Bewegungsabläufe und des Denkvermögens, auch durch Psychosen, bezahlt. Angesichts dieser Gefahren ist es für mich unverständlich, welchen Nutzen eine Legalisierung von Cannabis haben sollte. Insbesondere der Verkauf durch Dealer muss als kriminell bezeichnet werden, da sie die Käufer auf diese gesundheitsschädliche Bahn bringen. Richtig ist auf jeden Fall, dass die Aufklärung über die Folgen des Cannabis-Konsums noch viel mehr insbesondere in den Schulen gemacht werden muss. Der Kampf gegen die Dealer von Rauschmitteln wird nicht durch die Legalisierung überflüssig, da diese ja insbesondere auf härtere – und damit teurere und noch schädlichere – Drogen orientieren. Wer aber hat den Nutzen einer Freigabe von Cannabis? Da ist vor allem der Staat, der über die Besteuerung von Cannabis zwei bis drei Milliarden Euro einnehmen könnte. Eigentlich sollte der Staat doch darauf bedacht sein, dass seine Bürger in Gesundheit heranwachsen und sich nicht durch Drogen den Kopf vernebeln. Doch offensichtlich wäre ihm dies gerade recht. Denn mit „vernebeltem“ Kopf wird man weniger gegen andere Dinge protestieren, wie Klima- und Umweltschädigung durch staatliche Maßnahmen. Fazit: Freigabe von Cannabis bringt nur noch größere Schäden für die Jugend und die ganze Gesellschaft.