Krieg und Frieden und die sozialistische Revolution

Seit 1980 hatte sich in Europa und auch in der BRD eine ständig wachsende Friedensbewegung entwickelt, da in dieser Zeit die atomare Hochrüstung der beiden imperialistischen Supermächte USA und Sowjetunion einen Höhepunkt erreicht hatte. Der unmittelbare Anlass war der NATO-Doppelbeschluss 1979, der eine neue atomare Aufrüstung von Mittelstreckenraketen in Reichweite zur Sowjetunion zum Inhalt hatte. Der Charakter dieser Friedensbewegung war kleinbürgerlich-pazifistischer Natur. Die Aufgabe der Partei war es, an dem ehrlichen Friedenswunsch anzuknüpfen und die Massen von der Notwendigkeit des Sturzes der Herrschaft des Imperialismus als der eigentlichen Ursache des Krieges zu überzeugen.

Mit dem RW 22 wurde die grundlegende Position der Marxisten-Leninisten zu dem Thema Krieg und Frieden entwickelt, und der Charakter der Sowjetunion als sozialimperialistische Supermacht entsprechend der neueren Entwicklung konkretisiert. 

Mit der Herausbildung einer ganzen Reihe von neuimperialistischen Ländern seit der Jahrtausendwende hat sich der zwischenimperialistische Konkurrenzkampf erheblich zugespitzt. Die Gefahr eines dritten Weltkriegs hat sich dadurch enorm verschärft. Das vorliegende Buch hat große Bedeutung dafür, im Kampf dagegen klar zu sehen und einen Beitrag zum Aufbau einer starken, kämpferischen Friedensbewegung zu leisten.

Krieg und Frieden und die sozialistische Revolution

Erschienen: 1983

Am 29. April 1904, wurde Willi Dickhut in Schalksmühle geboren. Er starb am 8. Mai 1992 in Solingen - auf den Tag genau 47 Jahre nach der Befreiung vom Hitler-Faschismus. Willi Dickhut war Arbeiter, Marxist-Leninist, Widerstandskämpfer gegen den Hitler-Faschismus, Mitbegründer und Vordenker der MLPD.

Er hat lange Jahre das theoretische Organ REVOLUTIONÄRER WEG der MLPD geleitet. Sein Lebenswerk umfasst nahezu ein ganzes Jahrhundert Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung in Deutschland. Er hat den Stil der MLPD entscheidend mit geprägt. Ein besonderes Anliegen war ihm, kritisch-selbstkritisch und selbständig denkende und handelnde Kader zu entwickeln, als Damm gegen Dogmatismus, Revisionismus oder gar eine Entartung der Partei.