Drei Programme - Der Weg zum Sozialismus - Antiautoritarismus und Arbeiterbewegung

In den ersten drei Ausgaben des  REVOLUTIONÄREN WEG musste der Neuaufbau der revolutionären Arbeiterpartei auf den Marxismus-Leninismus ausgerichtet werden. In RW 1 „Drei Programme – drei Dokumente des Revisionismus und Opportunismus“ wurde zunächst nachgewiesen, dass die KPD revisionistisch entartet war und eine neue marxistisch-leninistische Partei aufgebaut werden muss. In RW 2 „Der Weg zum Sozialismus“ wird mit dem revisionistischen Holzweg „des Kampfs um grundlegende Reformen“ und der Möglichkeit des „friedlichen Wegs zum Sozialismus“ abgerechnet. Diese beiden ersten Bücher bieten bis heute einen Leitfaden zum Kampf gegen den modernen Revisionismus.

 

Neben dem Revisionismus musste die junge Organisation auch mit dem Antiautoritarismus fertig werden, der aus der zerfallenden kleinbürgerlichen Studentenbewegung in die marxistisch-leninistische Bewegung getragen wurde. Dazu erschien 1970 der RW 3 „Antiautoritarismus und Arbeiterbewegung“.Der moderne Antiautoritarismus ist heute eine der Hauptmethoden des Systems der kleinbürgerlichen Denkweise, um den berechtigten und organisierten Kampf der Jugend zu zersetzen. Ein wichtiges Handbuch für jeden rebellischen Jugendlichen!

Am 29. April 1904, wurde Willi Dickhut in Schalksmühle geboren. Er starb am 8. Mai 1992 in Solingen - auf den Tag genau 47 Jahre nach der Befreiung vom Hitler-Faschismus. Willi Dickhut war Arbeiter, Marxist-Leninist, Widerstandskämpfer gegen den Hitler-Faschismus, Mitbegründer und Vordenker der MLPD.

Er hat lange Jahre das theoretische Organ REVOLUTIONÄRER WEG der MLPD geleitet. Sein Lebenswerk umfasst nahezu ein ganzes Jahrhundert Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung in Deutschland. Er hat den Stil der MLPD entscheidend mit geprägt. Ein besonderes Anliegen war ihm, kritisch-selbstkritisch und selbständig denkende und handelnde Kader zu entwickeln, als Damm gegen Dogmatismus, Revisionismus oder gar eine Entartung der Partei.

Leseprobe

Vorwort  7
REVOLUTIONÄRER WEG 1/69
Drei Programme – drei Dokumente
des Revisionismus und Opportunismus
Das Wirtschaftsprogramm der KPD
Beschönigung des Kapitalismus  10
Reformierter Kapitalismus statt Sozialismus 16
Kapitalismus ohne Krisen? 26
Verrat des sozialistischen Ziels 32
Das Parteiprogramm der KPD (Entwurf)
Leugnung des Klassencharakters des Staates 37
Verfälschung der Diktatur des Proletariats 43
Der friedliche Irrweg  46
Die Grundsatzerklärung der DKP (Entwurf)
Verschleierung des Klassencharakters der bürgerlichen Demokratie 51
Der revisionistische Weg zum revisionistischen Ziel 54
REVOLUTIONÄRER WEG 2/69
Der Weg zum Sozialismus 
Vorwort zur zweiten erweiterten Ausgabe  60
Schafft die Veränderung der Weltlage die Möglichkeit des friedlichen
oder parlamentarischen Wegs zum Sozialismus? 62
Das Wesen des Monopolkapitals beziehungsweise des Imperialismus 65
Der Staat als Machtinstrument der herrschenden Klasse 68
Die Monopolisierung der Propagandainstrumente zur Beeinflussung
der öffentlichen Meinung  72
Die Einschränkung der bürgerlich-demokratischen Rechte und Freiheiten,
besonders bei parlamentarischen Erfolgen der Linken  75
Der Sozialdemokratismus als Agentur des Imperialismus in der Arbeiterklasse 85
Marx, Engels und Lenin über die Möglichkeiten des friedlichen oder
parlamentarischen Wegs zum Sozialismus und die Schlußfolgerungen  92
Möglichkeiten im 19. Jahrhundert  92
Eine Möglichkeit in der russischen Revolution 99
Schlußfolgerungen  101
Über die Ausnutzung aller Formen des Klassenkampfs 108
Anhang l
Chile und der Weg zum Sozialismus 121
Anhang 2
Der revisionistische Schwindel mit der antimonopolistischen Demokratie 137
REVOLUTIONÄRER WEG 3/70
Antiautoritarismus und Arbeiterbewegung
Vorwort zur zweiten Auflage  147
Die Prinzipien des Antiautoritarismus und ihre Klassenbasis   149
Erstes Grundprinzip: »von außen« und »von oben« (Organisationsfrage)  149
Zweites Grundprinzip: »hier und jetzt« (revolutionäre Praxis)  160
Drittes Grundprinzip: »Individuen gegen Abstraktionen«
(Ablehnung des Proletariats als Klasse und seiner Wissenschaft) 169
Marxismus-Leninismus und Antiautoritarismus  174
These von der Zerschlagung des bürgerlichen Staatsapparats  175
These von einer künftigen Gesellschaft ohne Staat  175
These vom notwendigen Kampf gegen den Bürokratismus  179
Der Antiautoritarismus verhindert die Durchführung seiner richtigen Ziele  181
Der moderne Antiautoritarismus gleicht dem alten 185
»Von außen« und »von oben«  187
»Hier und jetzt«  189
»Individuen gegen Abstraktionen«  192
Die kleinbürgerliche Wurzel der Studentenbewegung und die Schaffung
des Bündnisses mit der Arbeiterbewegung  195

Der Nachdruck von REVOLUTIONÄRER WEG 1 bis 3 und die Zusammenfassung in einem Buch soll auf die Bedeutung dieser Schriften für den Aufbau einer revolutionären Arbeiterpartei hinweisen. Die Gründung der KPD/ML um die Jahreswende 1968/69 wurde ohne ideologische, politische und organisatorische Vorbereitung vollzogen. Erst mit der Erarbeitung von REVOLUTIONÄRER WEG 1 und 2 im Jahre 1969 wurde nachgewiesen, daß die KPD/DKP revisionistisch entartet waren und deshalb der Aufbau einer marxistisch-leninistischen Partei zur Notwendigkeit wurde. Die Entlarvung des Revisionismus, die vorher nicht gründlich vollzogen wurde, ist das Verdienst dieser ersten beiden Nummern.

Der Ausgang der kleinbürgerlichen Studentenbewegung 1967/68 zeigte mit aller Deutlichkeit, daß die kleinbürgerliche »Revolte« gegen den bürgerlichen Staat, gegen die »Autoritäten«, scheitern mußte, weil nicht die revolutionäre Kraft der Arbeiterklasse dahinter stand. Als die kleinbürgerlichen Antiautoritaristen das erkannten, zerfiel die Studentenbewegung sehr rasch. Die aktiven Kräfte der Studentenbewegung wandten sich der Arbeiterklasse zu, studierten mehr oder weniger den Marxismus-Leninismus und gründeten marxistisch-leninistische Gruppen. In ihrer kleinbürgerlichen Denkweise vermischten sie kleinbürgerlichen Revolutionarismus und Antiautoritarismus, Trotzkismus und Anarchismus, Marxismus-Leninismus und Linksopportunismus. Aus diesem Sammelsurium entstand die sogenannte »ml-Bewegung«. Es war notwendig, außer dem Revisionismus auch den Antiautoritarismus zu bekämpfen, der vielen noch von der Studentenbewegung her anhaftete. So entstand aus dieser Situation heraus der REVOLUTIONÄRE WEG 3 – eine ideologische Waffe für den Aufbau einer marxistisch-leninistischen Partei.

Die Überarbeitung von REVOLUTIONÄRER WEG 1 bis 3 erfolgte ohne wesentliche Veränderungen oder Ergänzungen, nur der Artikel aus der L'Humanité Rouge im Anhang von REVOLUTIONÄRER WEG 3 wurde ersatzlos gestrichen. REVOLUTIONÄRER WEG 1 bis 3 sind wichtige Beiträge zur Geschichte des Aufbaus der marxistisch-leninistischen Partei.

Zentralkomitee der MLPD, Juni 1984