Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion

Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion seit 1956 war eine schwerere Niederlage für die internationale marxistisch-leninistische und Arbeiterbewegung. Sie führte zu einer großen Verunsicherung und zu einer Spaltung der weltweiten kommunistischen Bewegung, was den Kampf für den Sozialismus weltweit erheblich zurückgeworfen hatte.

Das Buch entlarvte den modernen Revisionismus als weltanschauliche Grundlage für den Systemwechsel. Nicht alle Parteien erkannten die Restauration des Kapitalismus, weil sie selbst von revisionistischen Ideen der KPdSU bzw. der DKP beeinflusst waren und folgten dem Weg der KPdSU. Andere, wie die KP Chinas, kritisierten den Weg prinzipiell. Für den Parteiaufbau in Deutschland, aber auch für die internationale marxistisch-leninistische Bewegung war es entscheidend, diesen Verrat und seine Ursachen zu analysieren und schöpferisch zu verarbeiten.

Der RW 7 weist nach, dass die Sowjetunion von innen, durch einen neue Bourgeoisie mit dem Parteibuch in der Tasche zerstört, die Diktatur des Proletariats revidiert wurde. Die Machtübernahme durch die neue Bourgeoisie machte den Weg frei, auch die ökonomische Basis grundsätzlich zu ändern. Diese Analyse wird im RW 8 geleistet. Sind die kapitalistischen Gesetze erst einmal eingeführt, wirken sie automatisch, sowohl im Inneren des Landes wie auch nach außen.

Der RW 9 behandelt die Weiterentwicklung des Kapitalismus neuen Typs zum Sozialimperialismus und die Weiterentwicklung des modernen Revisionismus durch Breschnew und Deng Xiao Ping. Dieses Buch ist heute in vier Sprachen übersetzt, darunter auch ins Russische, und weltweit verbreitet. Es ist ein grundlegendes Werk, das vielen Menschen half, diese Entwicklung zu verstehen und den Weg eines neuen Parteiaufbaus zu gehen.

Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion

Erschienen: 1971/72

Am 29. April 1904, wurde Willi Dickhut in Schalksmühle geboren. Er starb am 8. Mai 1992 in Solingen - auf den Tag genau 47 Jahre nach der Befreiung vom Hitler-Faschismus. Willi Dickhut war Arbeiter, Marxist-Leninist, Widerstandskämpfer gegen den Hitler-Faschismus, Mitbegründer und Vordenker der MLPD.

Er hat lange Jahre das theoretische Organ REVOLUTIONÄRER WEG der MLPD geleitet. Sein Lebenswerk umfasst nahezu ein ganzes Jahrhundert Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung in Deutschland. Er hat den Stil der MLPD entscheidend mit geprägt. Ein besonderes Anliegen war ihm, kritisch-selbstkritisch und selbständig denkende und handelnde Kader zu entwickeln, als Damm gegen Dogmatismus, Revisionismus oder gar eine Entartung der Partei.

Leseprobe

Vorwort

11

I. Die Verwandlung der Bürokratie in eine Bourgeoisie neuen Typs

1. Die Entwicklung der Bürokratie von einer kleinbürgerlichen Schicht zur herrschenden neuen bürgerlichen Klasse

13

2. Der revisionistische Staatsstreich Chruschtschows und der Ausbau der revisionistischen Ideologie zu einem System

45

3. Der revisionistische Schwindel vom »Staat des ganzen Volkes« und die Aufhebung der Diktatur des Proletariats

65

II. Die Wirtschaft des bürokratischen Kapitalismus

1. Die Grundlagen der kapitalistischen und die der sozialistischen Wirtschaft

87

2. Die Revisionisten erheben den kapitalistischen Profit zum Hauptprinzip der sowjetischen Wirtschaft

113

3. Die Revisionisten heben das sozialistische Verteilungsprinzip auf

140

4. Die Revisionisten ersetzen das sozialistische Prinzip der Arbeitsproduktivität durch das kapitalistische

155

III. Vom bürokratischen Kapitalismus zum Sozialimperialismus

1. Die Entwicklung des Kapitalismus neuen Typs zum Sozialimperialismus

199

2. Die wirtschaftliche, politische und militärische Expansion des Sozialimperialismus

228

3. Die wirtschaftliche Integration des Sozialimperialismus in das imperialistische Weltsystem und die Widersprüche im Weltmaßstab

264

4. Die ideologische Integration des Sozialimperialismus in das imperialistische Weltsystem

302

5. Probleme der Marxisten-Leninisten in der Sowjetunion

338

IV. Der Sozialimperialismus – ein staatsmonopolistischer Kapitalismus neuen Typs

1. Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion als negatives Beispiel

349

2. Der Sozialimperialismus als staatsmonopolistischer Kapitalismus neuen Typs

373

3. Der Klassenkampf in der sozialistischen Gesellschaft und die Tradition der bürgerlichen Ideologie

422

4. Die Bedeutung der Großen Proletarischen Kulturrevolution in China

447

V. Die Sowjetunion – die sozialimperialistische Supermacht

1. Die Kubakrise 1962 und die europäische Parallele

477

2. Der bewaffnete Überfall auf die Tschechoslowakei 1968

489

3. Die blutigen Grenzprovokationen der Sozialimperialisten gegen das damals noch sozialistische China 1969

503

4. Die Expansion des Sozialimperialismus in Afrika und Asien

515

VI. Neue Erscheinungen in den internationalen Beziehungen

IV. Klassenkampf und Kampf zur Rettung der natürlichen Umwelt

1. Veränderung des Prinzips der friedlichen Koexistenz

545

2. Die Wende Gorbatschows zum »Neuen politischen Denken«

551

Ergänzende Quellenliste

566