Götterdämmerung über der neuen »Weltordnung«

Seit den 1990er Jahren haben sich in der kapitalistischen Produktion weitreichende Veränderungen entwickelt. Vielfältige „Globalisierungstheorien“ versuchen darauf eine Antwort zu geben, verwirren viele Menschen, und es wird ihnen ein Ausweg im Rahmen des Kapitalismus vorgetäuscht.

Ausgehend von der Allgemeingültigkeit der Analysen des Imperialismus durch Lenin und des staatsmonopolistischen Kapitalismus in Deutschland durch Willi Dickhut, analysiert dieser REVOLUTIONÄRER WEG die wesentlichen Veränderungen im imperialistischen Weltsystem. Sie werden als Neuorganisation der internationalen kapitalistischen Produktion zusammengefasst und leiten eine neue Phase der Entwicklung des imperialistischen Weltsystems ein.

Internationale Produktion und Handel sind zum bestimmenden Charakter der monopolistischen Ausbeutung und Unterdrückung geworden. Weitere Merkmale der ausgereiften materiellen Vorbereitung des Sozialismus werden analysiert. Eine neue historische Umbruchphase wurde eingeleitet. Der Imperialismus stößt an seine relative historische Grenze, die er nicht überwinden kann. 

Die Schlussfolgerung aus der Neuorganisation der internationalen kapitalistischen Produktion ist die internationale sozialistische Revolution und die Perspektive der vereinigten sozialistischen Staaten der Welt!

Götterdämmerung über der neuen »Weltordnung«

Erschienen: 2003

37 Jahre lang war er Parteivorsitzender der MLPD und leitet heute noch ihr theoretisches Organ REVOLUTIONÄRER WEG. Stefan Engel war Ideengeber und erster Hauptkoordinator der revolutionären Weltorganisation ICOR. Er prägte mit Willi Dickhut zusammen den Stil der MLPD als revolutionäre Arbeiterpartei und machte die bewusste Anwendung der dialektischen Methode auf alle Seiten der Parteiarbeit zu einem Markenzeichen der MLPD. Tausende Kader durchliefen seine Ausbildung.
Er fördert besonders die Jugend und bereitete so den Generationswechsel der MLPD vor.

Leseprobe

Vorwort
Einleitung
I. Teil: Wesentliche Veränderungen in der politischen Ökonomie des Imperialismus
1. Die Herausbildung internationaler Monopole
2. Die Schlacht internationaler Monopole um den Weltmarkt
3. Die Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion unter dem Diktat der internationalen Monopole
4. Die Herausbildung eines internationalen Industrieproletariats
5. Veränderungen der Klassenstruktur infolge der Internationalisierung der kapitalistischen Produktion
6. Die internationalen Großbanken als Triebkraft der Internationalisierung der kapitalistischen Produktion
7. Die Rolle der Börse im Prozess der Internationalisierung des Kapitals
8. Die Herrschaft des Finanzkapitals über die Weltwirtschaft
9. Die Volksrepublik China – eine aufsteigende sozialimperialistische Macht
II. Teil: Die Neuorganisation der internationalen Produktion leitet eine neue Stufe in der Entwicklung des Imperialismus ein
1. Der Zusammenbruch der Sowjetunion vor dem Hintergrund der Internationalisierung der kapitalistischen Produktion
2. Die fünfte Investitionsperiode des staatsmonopolistischen Kapitalismus in der BRD
3. Die Ausbeutungsoffensive als Grundlage der Neuorganisation der internationalen Produktion
4. Die Neuorganisation der internationalen Produktion
5. Die internationalen Monopole untergraben Rolle und Funktion der Nationalstaaten
6. Umfassende Privatisierung staatlicher Betriebe und Einrichtungen
7. Die chronische Krise der Staatsfinanzen und die Umverteilung des Nationaleinkommens
8. Veränderungen der staatlichen Subventionpolitik am Beispiel der Ruhrkohle AG
9. Die Europäische Union als Instrument der internationalen Monopole
10. Internationale Organisationsformen des Finanzkapitals
11. Die verheerenden Auswirkungen des Neoliberalismus auf die neokolonial abhängigen Länder
III. Teil: Die Neuorganisation der internationalen Produktion verschärft die Krise des imperialistischen Weltsystems
1. Die internationale Strukturkrise auf Basis der Neuorganisation der internationalen Produktion
2. Neue Erscheinungen bei der ersten Weltwirtschaftskrise im neuen Jahrtausend
3. Wechselwirkung zwischen Überproduktionskrise, Börsenkrise und Bankenkrise
4. Die Krise der staatlichen Regulierung
5. Der internationale Konkurrenzkampf des Finanzkapitals verhindert wirksame Maßnahmen gegen die globale Umweltkrise
6. Die internationale Tendenz zur Auflösung der bürgerlichen Familienordnung
7. Eine neue Phase im Kampf um die Neuaufteilung der Welt
8. Die chronische politische Krise und die Bekämpfung des »internationalen Terrorismus«
9. Die Krise der bürgerlichen und kleinbürgerlichen Globalisierungstheorien
Anhang:
Literaturverzeichnis
Liste der Tabellen
Liste der Schaubilder

Der Autor Stefan Engel verwendet für den Titel seines ­ Buches ein Gleichnis aus der germanischen Mythologie: In der Götterdämmerung verschlingt das Weltenende die abgelebten Gottheiten einer überholten Zeit und aus dem Weltenbrande erwächst eine schöne neue Erde des Friedens und der üppigen Lebensfreude. Der Vergleich zum Niedergang der heute herrschenden Schicht der Weltgesellschaft und zur Vorbereitung einer neuen, lebenswerten Zukunft ist beabsichtigt! Das Buch entreißt diese Vision der Mythologie, stellt sie auf ein gesichertes wissenschaftliches Fundament.

Großspurig verkündete 1991 der amerikanische Präsident George Bush eine »neue Weltordnung«. Doch hinter der pompösen Ankündigung verbarg sich lediglich der offene Führungsanspruch der einzig verbliebenen Supermacht USA über die ganze Welt.

Der Autor analysiert allseitig, wie aus dieser »neuen Weltordnung« eine von niemandem mehr zu bewältigende Welt­ unordnung geworden ist. Mit der Neuorganisation der internationalen Produktion als ökonomischem Kern der gesellschaftlichen Veränderungen haben sich eine Vielzahl ver­ heerender Krisen, Kriege und Zusammenbrüche ergeben. Die revolutionären Produktivkräfte drängen nach weltumspannender Entfaltung – und ersticken im Korsett überlebter gesellschaftlicher Strukturen des Imperialismus. Weil das kapitalistische System diese Probleme nicht lösen kann, beschleunigt sich sein Niedergang. Doch in ihm reifen zugleich alle ­ materiellen Vorbereitungen für eine wirklich neue Weltordnung: die revolutionäre Überwindung des imperialistischen Welt­ systems  in einer internationalen sozialistischen Revolution und die Entstehung der vereinigten sozialistischen Staaten der Welt.

Das Buch besticht nicht nur durch seine erfrischende Streitkultur, sondern auch durch seine streng wissenschaftliche ­ Methode, mit der eine beeindruckende Zahl von Fakten und Materialien untersucht und gedeutet werden. Es vermittelt all jenen eine Perspektive, für die die Götterdämmerung des herrschenden Weltfinanzkapitals nicht das Ende der Geschichte sein soll, sondern der Ausgangspunkt für eine neue Epoche
der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit – ohne Hunger, Ausbeutung und Krieg.

 

Verlag Neuer Weg              

Essen, 15.März 2003

Rezensionen

„Wir denken, dass das Buch von Stefan Engel ,Götterdämmerung über der neuen Weltordnung‘ ein großer Beitrag für das internationale revolutionäre Denken ist … Die kapitalistische Produktionsweise wird internationalisiert und überschreitet die nationalen Grenzen, aber sie ändert ihr Wesen nicht: die Ausbeutung der Arbeitskraft …