Der Kampf um die Denkweise in der Arbeiterbewegung

Das Problem der Denkweise hat für die Arbeiterbewegung, für den Klassenkampf ebenso wie für den revolutionären Parteiaufbau und den Aufbau des Sozialismus eine ausschlaggebende Rolle eingenommen. Der gesellschaftliche Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise ist die materielle Grundlage für die Entwicklung des Klassenbewusstseins und damit für den Verlauf des Klassenkampfs.

Der REVOLUTIONÄRE WEG 26 entwickelt erstmals die Lehre von der Denkweise und weist ihre Übereinstimmung  mit dem Marxismus-Leninismus nach. Er  leitet sie materialistisch aus den gesellschaftlichen Veränderungen und durch die Auswertung der Theorie und Praxis des Klassenkampfs in der BRD und unter Berücksichtigung der Erfahrungen der internationalen marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung ab.

Er gibt eine Anleitung, wie die marxistisch-leninistische und Arbeiterbewegung mit der kleinbürgerlichen Denkweise, die durch tausend Türen in die proletarische Bewegung eindringt, fertig werden kann. Der REVOLUTIONÄRE WEG 26 begründet die Notwendigkeit der Arbeit auf der Grundlage der proletarischen Denkweise.

Der Kampf um die Denkweise in der Arbeiterbewegung

Erschienen: 1995

37 Jahre lang war er Parteivorsitzender der MLPD und leitet heute noch ihr theoretisches Organ REVOLUTIONÄRER WEG. Stefan Engel war Ideengeber und erster Hauptkoordinator der revolutionären Weltorganisation ICOR. Er prägte mit Willi Dickhut zusammen den Stil der MLPD als revolutionäre Arbeiterpartei und machte die bewusste Anwendung der dialektischen Methode auf alle Seiten der Parteiarbeit zu einem Markenzeichen der MLPD. Tausende Kader durchliefen seine Ausbildung.
Er fördert besonders die Jugend und bereitete so den Generationswechsel der MLPD vor.

Leseprobe

Vorwort 6
I. Die Bedeutung der Denkweise
1. Die Wirkung der Denkweise in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft 9
2. Die Bedeutung der Denkweise in der Produktionsweise des Kapitalismus 28
3. Die Rolle der Denkweise bei der Veränderung im politischen Überbau der kapitalistischen Gesellschaft 42
4. Die modernen Massenmedien und die bürgerliche Massenkultur als Hauptmittel zur Verbreitung der kleinbürgerlichen Denkweise unter den Massen 57
5. Die abhängige Intelligenz als Hauptträgerin der kleinbürgerlichen Denkweise im staatsmonopolistischen Kapitalismus 74
6. Die Zerstörung der sozialistischen Gesellschaft und die Unterschätzung der Bedeutung der Denkweise 91
7. Der Neuaufbau der revolutionären Partei und das Problem der Denkweise 113
II. Die kleinbürgerliche Denkweise und ihre zersetzende Wirkung in der Arbeiterbewegung
1. Das Klassenbewußtsein der Arbeiterklasse als Ergebnis des Kampfs zwischen der proletarischen und der kleinbürgerlichen Denkweise 120
2. Die Gesetzmäßigkeiten im Kampf zwischen der kleinbürgerlichen und der proletarischen Denkweise 130
3. Reformismus und Revisionismus als Hauptformen der kleinbürgerlichen Denkweise in der Arbeiterbewegung 149
4. Der Weg der GRÜNEN von der kleinbürgerlichen Protestpartei zur staatstragenden Reformpartei 164
5. Die PDS als Sammelbecken der kleinbürgerlichen Linken 176
6. Die zersetzende Rolle der kleinbürgerlichen »marxistisch-leninistischen Bewegung« beim Parteiaufbau 189
III. Parteiaufbau und Klassenkampf auf der Grundlage der proletarischen Denkweise
1. Klassenbewußtsein und proletarische Denkweise 203
2. Marxistisch-leninistische Theorie und revolutionäre Praxis auf der Grundlage der proletarischen Denkweise 211
3. Die Bedeutung der überparteilichen Selbstorganisation der Massen, der positiven Gewerkschaftsarbeit und der marxistischleninistischen Jugendmassenorganisation 230
4. Die Kontrolle der Denkweise – das System der Selbstkontrolle der Partei neuen Typs 248
5. Die Neuformierung der internationalen marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung 264
6. Die Lehren für einen neuen Aufschwung des Kampfs für den Sozialismus 280

Die internationale marxistisch-leninistische und Arbeiterbewegung steht nach dem Bankrott des bürokratischen Kapitalismus in der Sowjetunion und den Ländern Osteuropas vor einer historischen Entscheidung: Vorbereitung eines neuen internationalen Aufschwungs des Kampfs für den Sozialismus oder Kapitulation vor dem modernen Antikommunismus mit seinen Angriffen auf den Marxismus-Leninismus, vor der Niederlagenstimmung und den zeitweiligen Schwierigkeiten?

Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit hat es ausgereiftere materielle Grundlagen für eine Gesellschaftsordnung ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben und für den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zum gegenseitigen Nutzen der Völker gegeben. Die Umwälzung der kapitalistischen Produktionsbasis zu einer internationalen Produktion unter der Herrschaft einiger weniger multinationaler Monopole geht einher mit einer Internationalisierung der Krisen und des Klassenkampfs. Die Allgemeine Krise des Kapitalismus ist in ihre 5. Phase getreten, in der das kapitalistische Weltsystem einer ausgeprägten Labilität und einer allgemeinen Destabilisierung ausgesetzt ist. Die allseitige materielle Vorbereitung der sozialistischen Gesellschaft durch die revolutionäre Entwicklung der Produktivkräfte ist der Boden für einen neuen Aufschwung des Kampfs für den Sozialismus.

Zu diesem Aufschwung wird es kommen, wenn auch die dafür erforderlichen subjektiven Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu müssen die grundlegenden Fragen, die die Geschichte und die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen aufgeworfen haben, erschöpfend beantwortet werden:

  1. Wie und warum war es möglich, daß sich ausnahmslos alle ehemals sozialistischen Länder wieder in kapitalistische Länder verwandelten?
  2. Welche Ursachen hat der offensichtliche Widerspruch zwischen der objektiven Entwicklung des imperialistischen Weltsystems und dem dahinter zurückgebliebenen Klassenbewußtsein der Arbeiterklasse und anderer werktätiger Massen, insbesondere in den Ländern des staatsmonopolistischen Kapitalismus?
  3. Woher kommt die vorherrschende Zersplitterung der internationalen marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung?
  4. Was ist der allgemeine Kern der unübersehbaren Probleme beim Neuaufbau marxistisch-leninistischer Parteien neuen Typs nach der revisionistischen Entartung der meisten ehemals kommunistischen Parteien?
  5. Welche tieferen Ursachen haben die gesellschaftlichen Veränderungen im Rahmen des imperialistischen Weltsystems, und was sind ihre Auswirkungen auf die Entwicklung des internationalen Klassenkampfs?
  6. Welche Schlußfolgerungen haben die Marxisten-Leninisten in Theorie und Praxis für den revolutionären Kampf um den echten Sozialismus, für den Aufbau der marxistisch-leninistischen Partei neuen ,Typs sowie die Gewinnung der entscheidenden Mehrheit der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten zu ziehen?

Die MLPD ist zu der Erkenntnis gekommen, daß sich ohne ein Aufdecken und tiefgehendes Begreifen der Gesetzmäßigkeiten des Kampfs um die Denkweise in der Arbeiterbewegung keine dieser Fragen beantworten läßt. Das bedeutet nicht, daß die Lehre von der Denkweise bereits die Antworten

auf alle neuen Erscheinungen in Natur und Gesellschaft geben kann. Sie ist aber gegenwärtig der Schlüssel, vorausschauend, treffsicher und schöpferisch an alle theoretischen und praktischen Probleme des Klassenkampfs heranzutreten und sie zu lösen.

Der REVOLUTIONÄRE WEG 26 "Der Kampf um die Denkweise in der Arbeiterbewegung" weist die Übereinstimmung der Lehre von der Denkweise mit dem Marxismus-Leninismus nach und leitet sie materialistisch aus den gesellschaftlichen Veränderungen ab. Durch Auswertung der Theorie und Praxis des Klassenkampfs in der BRD und unter Berücksichtigung der Erfahrungen der internationalen marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung zieht der REVOLUTIONÄRE WEG 26 die notwendigen Schlußfolgerungen für die Selbstveränderung der MLPD auf der Grundlage der proletarischen Denkweise. Diese Selbstveränderung der MLPD ist gegenwärtig ihr wichtigster Beitrag, den sie für die Neuformierung der internationalen marxistisch-leninistischen und Arbeiterbewegung im Kampf für den echten Sozialismus leisten kann.

Zentralkomitee der MLPD, Gelsenkirchen, September 1995