Kritik an Berichterstattung zum 1. Mai
Medien zeichnen falsches Bild, als ob der 1. Mai – rein „virtuell" wäre oder nur aus Polizeiprovokationen oder Randale besteht. Wieso werden über 100 disziplinierte Kundgebungen und Demonstration vor allem der Arbeiter fast völlig ignoriert?
Seit 130 Jahren ist der 1. Mai bekannt als öffentlicher Kampftag der Arbeiterklasse. Auch 2020 gingen in über 100 Städten Zigtausende auf die Straße – unter Beachtung des Gesundheitsschutzes und äußerst diszipliniert.
Wieso wird das in den Medien fast völlig ignoriert?
Statt dessen kommen ellenlange Berichte über den gescheiterten Versuch des DGB-Vorstands, den 1. Mai ins Internet zu verdrängen.
Andere Berichte suhlen sich in der Erwartung auf Randale heute Abend, wenn die Polizei wieder in Berlin oder Hamburg wie jedes Jahr Demonstranten provoziert, sich Leute provozieren lassen.
Rote Fahne 09/2020
Heraus zum 1. Mai! – jetzt erst recht! – zwischen Corona- und Weltwirtschaftskrise
48 Seiten
ab 2 €
Wo sind denn die ernsthaften Journalisten geblieben, wo die Ehre des kritischen Journalismus?
Wie sagte doch der berühmte Egon Erwin Kisch: „Nichts ist erregender als die Wahrheit".
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