Klaus Dimler

Klaus Dimler

Klaus Dimler stellt sich vor

Klaus Dimler stellt sich vor
Klaus Dimler

Warum stelle ich mich als 72-Jähriger als Direktkandidat für das Internationalistische Bündnis /MLPD zur Landtagswahl?

Die Antwort auf die Frage ergibt sich aus meinem Leben selbst, und ob die Entwicklung der Menschheit weitergeht oder am Ende ist.

Prägend für mich war das Leben meines Vaters als Thälmann-Kommunist, sich nicht brechen zu lassen in elf langen Jahren Zuchthaus und KZ Buchenwald.

Im illegalen Lagerkomitee, gemeinsam mit Sozialdemokraten, Gewerkschaftern, Christen, Juden, Sinti und Roma und Vertretern aus über 50 Nationen, hat er aus den Fehlern vor 1933 gelernt und damit durch die Selbstbefreiung am 11. April1945 21 000 Häftlinge in die Freiheit geführt.

Er hat mir die Liebe zum Sport, zur Flora und Fauna und ganz besonders zur Seefahrt und die Ehrfurcht vor Naturgewalten vermittelt.

Ich konnte nicht verstehen, wie er mich in einem Heimaturlaub der Deutschen Seereederei 1969 vor der Zukunft warnte „Junge, die Faschisten werden wiederkommen“.

Zunächst aber konnte ich meine Lebensvorstellungen in der DDR verwirklichen. Ob im Sport als Skispringer, Leichtathlet oder beim Radrennen. Vom Seekadett zum nautischen Offizier, Abitur und Studium. All das gehörte zu selbstverständlichen sozialistischen Errungenschaften.

Ich geriet mit meinem friedlichen Handelsschiff in Kriege wie im Suezkanal, in Vietnam und Libanon; sah schuldlose Menschen sterben. Ich erlebte von Nord nach Süd und West nach Ost unglaubliches Elend und sagenhaften Reichtum. Ich war beeindruckt von der Schönheit und den Naturwundern unseres einmaligen Planeten. Ich konnte später selbst Kinder und Jugendliche zu erfolgreichen Wintersportlern und guten Menschen erziehen.

Aber ich musste auch miterleben, wie die menschliche Welt sich von der Profitgier Einzelner missbrauchen ließ. Ich sah, wie der Faschismus wieder aus allen Löchern kroch und erlebte mit Bitterkeit die Zerstörung des Sozialismus von innen und außen – nach einstmals hoffnungsvollem Beginn.

Heute steht die Menschheit in Deutschland, Europa und der Welt vor Faschismus als aggressivster Form des Imperialismus. Vor unzähligen Kriegen mit millionenfachen Flüchtlingsströmen und dem drohenden letzten und alles vernichtenden Weltkrieg.

Die von Menschen verursachte Klima- und Umweltkatastrophe zeigt auf 5 nach 12 Uhr. Meine geliebten Weltmeere ersticken im menschlichen Müll. Soziale Gerechtigkeit und Demokratie sind verkommen zur schamlosen Lüge.

Der Schwur von 21 000 überlebenden Häftlingen und meines Vaters am 21. 4. 1945 in Buchenwald, in dem es um all diese Probleme und ihre Lösung geht, konnte bisher nicht erfüllt werden. Er zeigt, dass die Wurzeln für alle aufgezeigten globalen Probleme in den imperialistischen Systemen selbst liegen.

Daher ist das Gebot der Stunde, dass sich die Menschenmassen weltweit in demokratischen Bündnissen vereinen, um die Macht des internationalen Finanzkapitals zu brechen. Wie Marx es in seinem „Kapital“ prophezeit, hört die Profitgier der Mächtigen auch bei 100 % nicht auf und sie vernichten bei „Strafe ihres Untergangs“ die menschlichen Lebensgrundlagen.

Was soll sozial daran sein, wenn 20 Milliardäre mehr besitzen als die Hälfte der Weltbevölkerung? Nur die vollkommenste Form der Demokratie für und durch das Volk als echter Sozialismus kann unseren einzigen Planeten und sein Leben erhalten.

Nicht die Flucht einiger Auserwählter von der untergehenden Erde ist die Lösung, sondern die Erfüllung des Schwurs von Buchenwald. Dafür stehe ich als Direktkandidat des Internationalistischen Bündnisses.