Kämpft die AfD für den „kleinen Mann“?

Kämpft die AfD für  den „kleinen Mann“?

Proteste gegen den AFD-Parteitag in Köln

Die AfD inszeniert sich beim Stimmenfang gern als „Partei der kleinen Leute“ oder gar als „Arbeiterpartei“.

Aber unter den Vorständen und Abgeordneten der AfD ist kein Arbeiter weit und breit! Stattdessen: Adelige, eine ehemalige Goldman-Sachs-Managerin, Professoren, Rechtsanwälte, hohe Offiziere, Beamte, die von Staatswegen gut versorgt sind, oder Insolvenzverwalter und andere Aasgeier des Kapitalismus. Dazu gesellt sich noch der eine oder andere Mittelständler und Selbständige, einige davon gescheiterte Existenzen, die in parlamentarischen Posten ein angenehmes Auskommen erwarten.

 

Bei der Gründung der AfD 2013 positionierten sich Vertreter deut scher Monopole wie der langjährige Kapitalistenverbands-Chef Henkel und Bernd Lucke als Euro-Gegner.

Von Anfang an waren Ultrarechte bis hin zu Faschisten aller Schattierungen dabei.

2015 eroberte Frauke Petry die Parteispitze, um einen ausdrücklich rechteren und nationalistischeren Kurs zu verfolgen.

Die Doppelspitze der AfD zur Bundestagswahl. Alexander Gauland war 40 Jahre Funktionär der CDU, Alice Weidel kommt aus der Vermögensverwaltung des Allianz-Konzerns, vorher hat sie bei Goldman Sachs gelernt, studiert und zuletzt als Unternehmensberaterin gearbeitet.

Bernd Höcke und André Poggenburg , die Landes- und Fraktionschefs in Thüringen bzw. Sachsen-Anhalt treten offen für die Zusammenarbeit mit Neofaschisten ein und versuchen selbst, durch systematische Provokation faschistisches Gedankengut gesellschafts- bzw. parlamentsfähig zu machen.


Die AfD ist keine Partei der kleinen Leute oder gar eine Arbeiterpartei – im Gegenteil:

Unter den Gründern finden sich gleich zwei ehemalige Präsidenten des Kapitalistenverbandes „Bundesverband der deutschen Industrie“ (BDI):

Hans-Olaf Henkel und Heinrich Weiß. Diese vertreten vor allem die Politik der nationalen Monopole in Deutschland, die sich gegenüber dem alleinherrschenden internationalen Finanzkapital als „zu kurz gekommen“ sehen.

Einige offen arbeiterfeindliche Forderungen im Entwurf des AfD-Parteiprogramms 2016, wie die Abschaffung der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung, wurden nach der öffentlichen Empörung darüber gestrichen.

Die AfD fordert jedoch weiter zum Beispiel die Abschaffung der Vermögens- und Erbschaftssteuer, was den ohnehin Wohlhabenden und Reichen fast 50 Milliarden Euro pro Jahr schenken würde.

 

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