Die AfD - Wegbereiterin des Faschismus

Die AfD - Wegbereiterin  des Faschismus

AFD und NPD Plakate im Vergleich

Seit dem Hitler-Faschismus sind faschistische Parteien von der Masse der Bevölkerung in Deutschland geächtet. Die Forderung nach dem Verbot aller faschistischen Organisationen ist verankert. Öffentlichen Auftritten der Faschisten in Deutschland steht in der Regel ein Mehrfaches an Gegendemonstranten gegenüber.

Das zwingt die AfD zu einem ständigen Spagat. Natürlich klatscht der AfD-Vorstand nicht öffentlich Beifall zu faschistischem Terror in Deutschland. Allerdings gab es von der AfD auch keine Verurteilung der von NPD, Kameradschaften und anderen Faschisten in 2015/2016 begangenen über 1800 faschistisch motivierten Anschläge auf Flüchtlingsheime.

Im Gegenteil betätigt sich die AfD mit ihrer rassistischen Hetze selbst aktiv als „geistiger Brandstifter“. Sie kommt der Aufgabe nach, antifaschistische Gesinnung und Handeln zu verunglimpfen und faschistische Kräfte hoffähig zu machen. Das geschieht in einem bewusst kalkulierten Manöver, es wie Einzelmeinungen aussehen zu lassen, für die sich Einzelne entschuldigen und der Vorstand sich distanziert. Aber letztlich ohne Konsequenz. Das hat Methode.

 

Die Vorsitzende der MLPD, Gabi Fechtner, analysierte nach der Landtagswahl in NRW 2017:

„Auf ihrem Kölner Parteitag im April 2017 bekräftigte die AfD den Kurs der Leute um Alexander Gauland: sich nicht nach rechts von offen rassistischen und faschistischen Positionen und Kräften – wie dem Thüringer Björn Höcke – abzugrenzen.

In einem Interview erklärte Alice Weidel, die für diesen Kurs neu gekürte AfD-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl: „Wir haben im Fall Höcke einen Dissens, aber das ist nicht weiter schlimm und stört unsere Arbeitsebene nicht. Wir müssen eng zusammenarbeiten, um im Wahlkampf die ganze Programmatik abdecken zu können.“

Mit der „ganzen Programmatik“ meint sie, dass sich die AfD ausdrücklich weiter als Sammelbecken von Faschisten und Rassisten anbietet. Aufgrund dieser Politik ist die faschistoide Gruppe „ProNRW“, die allein 110.000 Stimmen bei den letzten NRW-Wahlen bekam, nicht angetreten. Sie veröffentlichte auf ihrer Webseite, dass eine „Konkurrenzkandidatur zur AfD kontraproduktiv wäre“. Die faschistische NPD und die REP haben offenbar unter der Hand zur Zweitstimme für die AfD aufgerufen. Die NPD verlor 11.074 Stimmen. Die AfD kam also höchstwahrscheinlich nur aufgrund ihrer Zugeständnisse an die Faschisten in den Landtag.

Zugleich hat sie in ihrem Wahlkampf gegenüber den Massen wiederum nicht offen faschistisch argumentiert, weil sie weiß, dass man damit in Deutschland keinen nennenswerten Rückhalt bekommt. Die bürgerlichen Medien haben in NRW erheblich die Etablierung der AfD als angebliche „Protestpartei“ betrieben"¹

Über engste Verflechtungen der AfD mit dem gesamten faschistoiden und faschistischen Spektrum gibt es unzählige Nachweise: So deckte in Thüringen Anfang Juli 2017 die (damals) stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Steffi Brönner² öffentlich auf, dass mehrere Mitglieder des Landesvorstandes aus faschistischen Organisationen kommen oder an deren Aktivitäten teilgenommen haben, unter anderem der Landesvorsitzende Björn Höcke. Er steht für die Verharmlosung der faschistischen Verbrechen und bezeichnete die Holocaust-Gedenkstätte in Berlin als „Mahnmal der Schande“.

Im Thüringer Dorf Themar stellte ein AfD-Funktionär (inzwischen ausgetreten) sein Grundstück für ein faschistisches Großkonzert zur Verfügung, nachdem aufgrund des antifaschistischen Widerstands nicht zuletzt unter aktiver Beteiligung von MLPD und REBELL das europaweit größte faschistische Konzert im benachbarten Hildburghausen gescheitert war.

Der Landesverband Saar der AfD wurde auch dann nicht aufgelöst, als die Führungsriege keinen Hehl aus engsten NPD-Verbindungen macht.³

Ob Pegida-Aufmärsche, »Identitäre Bewegung«, »Dritter Weg« oder NPD – AfD Mitglieder sind immer dabei.

Wie umgehen mit der AfD ?

Die MLPD fordert das Verbot und die Auflösung aller faschistischen Organisationen – ohne Wenn und Aber. Auch die Verbreitung faschistischen und offen rassistischen Gedankenguts und Volksverhetzung muss unterbunden und strafrechtlich verfolgt werden.

Verboten, aufgelöst und bekämpft werden müssen alle faschistischen Netzwerke von und in der AfD sowie faschistische Äußerungen ihrer Funktionäre.

Unter den Wählern der AfD gibt es Faschisten und wer die AfD wählt, fördert faschistische Kräfte, weil auch sie zur AfD gehören. Viele Wähler und auch zahlreiche Mitglieder der AfD sind keine Faschisten. Ihnen gegenüber muss eine entschiedene und konsequente Überzeugungsarbeit gegen den Einfluss der kleinbürgerlich-nationalistischen, -rassistischen und sozialchauvinistischen Denkweise geführt werden.

Schluss mit der Verbreitung der AfD in den Medien und Talkshows – freier Zugang aller Demokraten, Linken und Revolutionäre zu den Massen medien!

Schluss damit, der AfD in den Medien jeden Tag den roten Teppich auszurollen!

¹ - Rote Fahne Magazin 12/2017, S. 27

² - http://www.spiegel.de/politik/deutschland/steffi-broenner-afd-politikerin-erhebt-schwere-vorwuerfe-a-1156034.html

³ - http://www.stern.de/politik/deutschland/afd--frauke-petry-erleidet-niederlage---saar-verband-wird-nicht-aufgeloest-7122204.html

 

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