Porsche-Arbeiter und Kandidat der Internationalistischen Liste/MLPD Siegmar Herrlinger setzt Zutrittsrecht zur Belegschaftsversammlung durch

Am 14. Juli suspendierte die Firma Porsche Siegmar Herrlinger, der seit 39 Jahren dort arbeitet, und erteilte ihm Hausverbot. Damit wollte Porsche diktatorisch verhindern, dass der kritische und kämpferische Arbeiter und Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD an der Belegschaftsversammlung am vergangenen Dienstag teilnimmt. Und das, obwohl das Hausrecht bei der Belegschaftsversammlung gar nicht bei der Geschäftsleitung, sondern beim Betriebsrat liegt.
Porsche-Arbeiter und Kandidat der Internationalistischen Liste/MLPD Siegmar Herrlinger setzt Zutrittsrecht zur Belegschaftsversammlung durch

Dagegen hatten die Anwälte von Siegmar Herrlinger eine einstweilige Verfügung beantragt. Im Verfahren begründete Porsche das Hausverbot offen politisch. So warf Porsche Siegmar Herrlinger vor, dass er „auf der Betriebsversammlung am 15. Dezember 2016 in Weissach öffentlich in den Raum gestellt (hat), er glaube im Hinblick auf den sogenannten ‚Diesel-Skandal‘ nicht, dass man nichts gemerkt habe. Die Verantwortlichen müsse man benennen und bestrafen.“ Als „Vergleichsvorschlag“ wurde angeboten, er könne an der Versammlung teilnehmen, wenn er sich nicht zu Wort meldet.
Der Versuch von Porsche, ihm das Recht auf freie Meinungsäußerung zu nehmen, einen Wahlkandidaten zu diskriminieren, einem Kritiker an kriminellen Machenschaften, an Vertuschung, Umweltzerstörung und Ausbeutung den Mund zu verbieten, scheiterte. Kurz vor der Versammlung am 18. Juli urteilte das Arbeitsgericht Stuttgart, dass Siegmar Herrlinger an der Versammlung teilnehmen und sprechen darf.
In der Versammlung erinnerte er an die Diskriminierung wegen seiner kritischen Fragen zur VW-Krise und der Verstrickung von Porsche. Er hatte sich entschlossen, als Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD gegen die Vergiftung von Mensch und Natur aktiv zu sein und die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen und die Folgen der VW-Krise nicht auf Kollegen und Bevölkerung abzuladen.
Alle Porsche-Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Porsche verließen vor seinem Beitrag demonstrativ den Raum. Die Wahrheit ist für sie offenbar nicht zu ertragen! Aber sie werden sich ihr stellen müssen.
Gabi Fechtner, die Vorsitzende der MLPD und eine Spitzenkandidatin der Internationalistischen Liste/MLPD, gratulierte Siegmar Herrlinger zu seinem Erfolg und erklärt: „In den letzten Wochen häufen sich politische Angriffe auf kämpferische Arbeiter, vor allem in großen Autokonzernen. Besonders neuralgisch reagieren die Vorstände, wenn die Verstrickungen in die VW-Krise deutlich gemacht und kritisiert werden. Wie im Fall Daimler sieht man, dass die Kritiker meist recht behalten, auch wenn ihre Kritik vorher noch so sehr abgewiegelt wurde. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Internationalistischen Liste/MLPD sind kämpferisch, unbeugsam und konsequent. Sie fordern Haftung aller Verantwortlichen, strafrechtliche Verfolgung aller Umweltverbrecher und Entschädigung der Autokäufer.“
Zur Bundestagswahl 2017 treten 113 Direktkandidaten der Internationalistischen Liste/MLPD an. Gerne vermitteln wir Ihnen Interviewpartner.
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