Globale Analyse mithilfe des dialektischen Materialismus

Professor Igor G. Loskutov ist einer der bisher bedeutendsten Rezensenten des Buchs „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von Stefan Engel. Er ist Doktor der Biologie und Leiter der Abteilung Genetische Ressourcen des Allrussischen Wawilov-Instituts für genetische Pflanzenressourcen in Sankt Petersburg. Es ist bekannt für seine weltweit einzigartige Sammlung der Samen von mehr als 330000 Nutz- und Wildpflanzen. Sie geht auf die bahnbrechende Umweltpolitik während der sozialistischen Aufbauzeit der Sowjetunion zurück. Professor Loskutov stellte uns dankenswerterweise seine Rezension zur Verfügung

Das Buch ist den globalen ökologischen Problemen unseres Planeten gewidmet. Es behandelt den Einfluss politischer und wirtschaftlicher Faktoren auf die Umweltprobleme der Menschheit. Es wirft die Frage nach der Änderung des ökologischen Bewusstseins des Menschen in allen Bereichen seiner Tätigkeit auf. Darin liegt die Aktualität dieser Publikation.

Der Autor befasst sich mit einem großen Bereich ökologischer Probleme und behandelt sie unter dem Gesichtspunkt des dialektischen Materialismus der Natur und des Menschen, wie er von Marx und Engels formuliert wurde. Die Betrachtung aller Bestandteile unseres Planeten mithilfe der dialektischen Methode hat es dem Autor ermöglicht, zu dem Schluss zu kommen, dass alle Veränderungen im politischen und ökonomischen System der Staaten Voraussetzungen für eine globale Umweltkatastrophe sind, dass alle ökologischen Probleme seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein globales Ausmaß annehmen.

In der letzten Zeit wurde die Entwicklung einer Gesellschaft des ungehemmten Verbrauchs zu einer Quelle vieler globaler Katastrophen auf unserem Planeten. In dem Buch kann man zahlreiche Bestätigungen dafür finden. Das ungeheure Tempo der Industrieproduktion führte zur Zerstörung eines Teils der Ozonschicht, die unsere Erde vor der radioaktiven Sonneneinstrahlung schützt. Die Vergrößerung der Städte und die intensive Entwicklung der Landwirtschaft waren die Ursache der beschleunigten Zerstörung der Wälder, besonders in der tropischen Klimazone, wo sich die „Lunge“ unseres Planeten befindet.

All dies führt wiederum zur Zunahme regionaler klimatischer und ökologischer Katastrophen in der Form von sich häufenden Dürreperioden in den einen Regionen, großer Überschwemmungen und stärkster Taifune in den anderen.

Außerdem entwickeln sich aus ökologischen Katastrophen regionalen Charakters Katastrophen globalen Charakters, die in der Versauerung und Erwärmung der Weltmeere zutage treten, was wiederum zur Veränderung der wesentlichen Ströme der Weltmeere führt. Dadurch verändern sich viele Umweltbedingungen auf den verschiedenen Kontinenten der Erde. Alle diese Faktoren wirken sich stark auf die Artenvielfalt und auf die Zahl der Populationen lebender Organismen auf unserem Planeten aus, der Mikroorganismen, der Fische, der Tiere und Pflanzen.

Der Autor, der als Ursache aller ökologischen Probleme unseres Planeten die kapitalistische (imperialistische) Profitgesellschaft nennt, ruft zur Organisierung einer neuen internationalen kompromisslosen ökologischen Bewegung auf. Sie muss sich vom imperialistischen Ökologismus loslösen und wird gegen die mutwillige Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen eintreten – zum Band zwischen Mensch und Natur.

So ist das Buch „Katastrophenalarm!“ von Stefan Engel eine sehr aktuelle Publikation. Sie wirft die Probleme auf und schlägt deren Lösung mittels eines Paradigmenwechsels des gesellschaftlichen Bewusstseins vor. Das kann zur Einheit der Wirtschafts- und Umweltprozesse auf unserem Planeten führen.

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