„Es gibt keinen Zweifel, dass die ICOR auf einem guten Weg ist“

Erhebender Festakt zum Wechsel der ICOR-Hauptkoordination

Rund 260 Besucherinnen und Besucher kamen am 1. Juli zur feierlichen Übergabe der ICOR-Hauptkoordination von Stefan Engel an Monika Gärtner-Engel in die Gelsenkirchener „Horster Mitte“. Nach einem einleitenden Bildervortrag gab Stefan Engel einen tiefen Einblick in die Entwicklung der revolutionären Weltorganisation ICOR1, ihre Vorgeschichte und warum 2010 die Zeit reif war für ihre Gründung. Wir dokumentieren Auszüge aus seiner Rede.

 

Liebe Freundinnen und Freunde der ICOR!

Liebe Genossinnen und Genossen! Verehrte Gäste!

Heute beende ich meine führende Funktion im ICOR-Aufbau. Von 2007 bis 2010 habe ich zunächst an führender Stelle die Gründungskonferenz vorbereitet, die mich als Hauptkoordinator der ICOR gewählt hat. ... Wie ihr schon wisst, wird jetzt Monika Gärtner-Engel diese Aufgabe des internationalen Hauptkoordinators der ICOR übernehmen.

Wir wollen die Stabsübergabe in dieser Funktion bewusst öffentlich durchführen, damit keine Spekulationen aufkommen, sondern die ICOR bei diesem bewussten Funktionswechsel auch das Vertrauen der breiten Masse der ICOR-Mitglieder sowie auch ihrer Freunde genießt. Es entspricht meinem grundsätzlichen Selbstverständnis, Funktionen nur dann auszuüben, wenn ich sie auch in der gebotenen Qualität und Dimension gewährleisten und wahrnehmen kann. Die Funktion des ICOR-Hauptkoordinators ist eng an eine große Reisetätigkeit und die jederzeitige Bereitschaft gebunden, sich mit den gegebenen Anliegen der ICOR zu befassen. Das ist mir aufgrund verschiedener gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr in dem notwendigen Ausmaß möglich. ...

Die Wahl als internationaler Hauptkoordinator bezieht sich immer auf die Person und die Organisation, die diese Funktion gewährleisten soll. Deshalb obliegt es auch der MLPD, einen geeigneten Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin zu benennen für den Fall, dass ich vor dem alle drei Jahre stattfindenden Kongress und der Neuwahl des Hauptkoordinators ausscheide. Das internationale Koordinierungskomitee (ICC) hat mit großem Bedauern meinem Wunsch entsprochen und den Einsatz von Monika als internationale Hauptkoordinatorin bestätigt.

Ich bedaure einerseits, dass ich diese Funktion nicht weiter ausführen kann, weil mir die vielen internationalen Verbindungen und Freundschaften natürlich sehr ans Herz gewachsen sind und ich aufs Engste mit der Arbeit vieler revolutionärer Organisationen und Parteien verbunden bin. ...

Mit der jüngsten Neuaufnahme der Arbeiterpartei Partida Rada aus Bosnien-Herzegowina hat die ICOR inzwischen 50 Mitgliedsorganisationen und steht mit mindestens 20 weiteren in einer engen Verbindung über die Aufnahme. Die hauptsächlichen Ergebnisse des ICOR-Aufbaus bestehen darin, dass sie ein Vertrauensverhältnis geschaffen hat zwischen verschiedenen revolutionären Organisationen, die sich in der Vergangenheit zum Teil doch heftig bekriegt haben. Dazu hat insbesondere die proletarische Streitkultur beigetragen, die in den ICOR-Prinzipien verankert ist und auf die ich in meiner Tätigkeit größten Wert legte.

Das bedeutet, dass alle Organisationen auf Augenhöhe arbeiten, dass man die unterschiedlichen ideologisch-politischen Wurzeln respektiert, dass man Meinungsverschiedenheiten sachlich austrägt, ohne das Vertrauen aufzukündigen, und dass man vor allem verlässlich, demokratisch und initiativ zusammen-
arbeitet. ...

Es gibt keinen Zweifel, dass die ICOR auf einem guten Weg ist und inzwischen auch in einer Phase angekommen ist, in der sie Masseneinfluss bekommt. Das erfüllt mich mit großer Freude. Die internationale revolutionäre und Arbeiterbewegung hat ihren Tiefpunkt überwunden und hat begonnen, einen neuen Aufschwung zu nehmen. ...

Der Funktionswechsel von mir zu Monika Gärtner-Engel ist keine Erscheinung der Krise der Organisation, wie das oft bei bürgerlichen Organisationen üblich ist, sondern sie findet in einer Situation statt, in der es darauf ankommt, die Arbeit der ICOR zu intensivieren und weiterzuentwickeln. ... Monika ... ist keine „Quotenfrau“, sondern erste Wahl und genießt das Vertrauen der Partei und der internationalen revolutionären und Arbeiterbewegung. Zum ersten Mal tritt damit in der internationalen und revolutionären Arbeiterbewegung eine Frau eine solche Funktion an. Daran werden sich manche männlichen Parteiführer in der ICOR noch gewöhnen müssen und sie werden es tun. ...

Wenn ich heute die Funktion niederlege, so stehe ich dennoch als Aktivist der Arbeit der ICOR weiterhin zur Verfügung und natürlich auch der internationalen Koordinierungsgruppe mit Rat und Tat beiseite. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den vielen Mitarbeitern im ICOR-Büro, in der internationalen Koordinierungsgruppe, aber auch bei den Mitgliedern unserer Partei bedanken, die nach wie vor eine große Initiative für die ICOR-Arbeit aufbringen. Ich wünsche Monika alles Gute und bin zuversichtlich, dass dieser Funktionswechsel auch ein Beitrag sein wird, die ICOR entscheidend weiterzubringen. Vielen Dank!

Im Anschluss sprach Monika Gärtner-Engel über die zukünftigen Aufgaben der ICOR. Sie betonte, dass die von Stefan Engel erfolgte „Prägung der Funktion des Hauptkoordinators … unbedingt Markenzeichen der ICOR bleiben“ müsse: „Dazu werde ich meine eigenen Erfahrungen, Besonderheiten und Qualifikationen einbringen.“

Durch ein buntes Programm mit zahlreichen Grußworten und kulturellen Beiträgen führten Gabi Gärtner und Peter Weispfenning vom Zentralkomitee der MLPD. Zum Ausklang sangen alle gemeinsam die „Internationale“.

 

1 Internationale Koordinierung Revolutionärer Parteien und Organisationen

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