In der MLPD haben Karrierismus und Selbstsucht keinen Platz

Eure Politik, eure Forderungen finde ich gut. Aber wenn ihr an der Macht seid – werdet ihr auch wie die anderen Politiker ...“ Das hört man öfter in Diskussionen über die MLPD

Solche Bedenken widerspiegeln die Erfahrungen mit dem abstoßenden Gerangel der bürgerlichen Politiker um Posten und Karriere – vor und hinter den Kulissen. Von der antikommunistischen Propaganda wird dieser Vorbehalt systematisch gepflegt. Woher nimmt die MLPD die Gewissheit, dass sie auch zukünftig mit kleinbürgerlichen Einflüssen wie Karrierismus, Opportunismus, Selbstsucht und Ähnlichem fertig wird?

Ob eine revolutionäre Partei an ihren Prinzipien konsequent festhält – das ist keine Frage ihrer Größe oder ihres Einflusses.

Die MLPD hat grundlegende Lehren aus der Wiederherstellung des Kapitalismus in allen früheren sozialistischen Ländern gezogen und dazu ein ganzes System der Selbstkontrolle entwickelt. Damit kontrollieren ihre Mitglieder und Leitungen – mithilfe unabhängiger Kontrollkommissionen – selbst, ob und wie sie mit kleinbürgerlichen Einflüssen fertigwerden. Das macht es möglich, rechtzeitig die Gefahr einer Fehlentwicklung oder gar der revisionistischen Entartung1 zu erkennen und dagegen vorzugehen. Das System der Selbstkontrolle bedeutet kein bürokratisches Dirigieren von oben, kein Misstrauen in die Mitglieder. Es basiert vielmehr auf dem festen Vertrauen in sie – denn sie sind die Hauptkraft.

Das zeigt sich gerade in der gegenwärtigen Vorbereitung des X. Parteitags der MLPD. In jeder bürgerlichen Partei wäre es undenkbar, dass allen Mitgliedern der Rechenschaftsberichtsentwurf des Zentralkomitees – und diesmal auch der Entwurf eines aktualisierten Parteiprogramms – Monate vorher zugeht, dass diese Dokumente intensiv beraten und mit Tausenden Anträgen verbessert werden.

Die Lehren aus der revisionis­tischen Entartung der alten kommunistischen Bewegung fassen sich im Charakter der MLPD als revolutionäre Partei neuen Typs zusammen. Im Entwurf zum aktualisierten Parteiprogramm wird dieser Charakter in einem eigenen Kapitel allseitig vorgestellt. Dort heißt es unter anderem:

Mit ihrer Arbeit auf der Grundlage der proletarischen Denkweise entwickelte die MLPD zahlreiche Alleinstellungsmerkmale des Aufbaus als Partei neuen Typs. Dazu gehören: …

Gefestigter proletarischer Charakter.

Die Parteiführung und Funktionäre sind aufs Engste mit der Parteibasis verbunden.

Jede Parteileitung ist zur Rechenschafts­legung an die Mitglieder der jeweiligen Ebene verpflichtet. Die Masse der Mitglieder entscheidet, der Parteitag ist das höchste Organ der MLPD.

Die MLPD finanziert ihre Arbeit unabhängig, nur aus Beiträgen und Spenden der Mitglieder und der Massen. …

Das Einkommen hauptamtlicher Funktionäre ist maximal an einem durchschnitt­lichen Arbeiterlohn orientiert.“

 

1 Auf dem 20. Parteitag der KPdSU 1956 ergriff eine neue Bourgeoisie die politische Macht in der Sowjetunion, in der Folge auch in den anderen ehemals sozialistischen Ländern des Ostblocks. Die schrittweise Restauration des Kapitalismus führte zur Aufhebung der sozialistischen Prinzipien.

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