St. Tönjes und das heilige reine Grubenwasser

Am Niederrhein gibt es das schöne Städtchen Sankt Tönis, der Name geht zurück auf eine Kapelle, die dem Einsiedler-Mönch Antonius geweiht war. Antonius heißt auf rheinisch dann Tünnes.

Ich schlage vor, den RAG-Vorstandsvorsitzenden Bernd Tönjes ebenfalls heiligzusprechen und ihm eine Kapelle auf einer Bergbauhalde zu weihen. Sozusagen als Anerkennung seines unermüdlichen Wirkens um Umweltschutz und die Trinkwasser-Qualität, die unter seiner Führung zum obersten Konzernziel erhoben wurde. Und wegen seiner Sorge um verantwortungsvollen Umgang mit dem Geld der Steuerzahler und zukünftiger Generationen, weshalb er die Ewigkeitskosten des Bergbaus auf ein Minimum senken will (wozu natürlich dann der Grubenwasserspiegel steigen muss). Sagte der Mann doch der WAZ: „Die RAG wird es noch lange nach 2018 geben. Wir kümmern uns dann um die sogenannten Alt- und Ewigkeitslasten, zum Beispiel die Abwicklung von Bergschäden und die Flächensanierung. Wir arbeiten außerdem an Themen wie Geothermie, Photovoltaik, Windrad-Projekten auf Bergbauhalden und Pumpspeicher-Kraftwerken unter Tage sowie der Wasserhaltung. Es gibt also noch viel zu tun.“

Der Heilige Antonius von Padua ist unter anderem Schutzpatron der Bäcker, Bergleute und Reisenden. Sankt Tönjes könnte Schutzpatron des Trinkwassers werden. Er wird also die RAG zum Umweltkonzern Nummer 1 in Deutschland umbauen. Vielleicht wäre es besser, die Zechen gar nicht zu schließen, sondern als Endlager für Chemiemüll und Atommüll weiterzubetreiben. Eine Schüppe voll Zement, den Segen von Sankt Tönjes, und alles bleibt unten. In Ewigkeit. Amen.

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