„Die ICOR kommt in den Herzen der Menschen an“

„Die ICOR kommt in den Herzen der Menschen an“

ROJ-news interviewt Gabi Gärtner und Sanjay Singhvi

Brigadistinnen und Brigadisten der ICOR berichten aus Sulaymaniyah (Nordirak) und Kobanê (Rojava/Nordsyrien)

Nach wie vor wird die 7. ICOR-Solidaritätsbrigade für den Aufbau eines Gesundheitszentrums in Kobanê (Rojava) im Nordirak an der Einreise nach Rojava/Syrien gehindert, obwohl es zwischenzeitlich eine feste Zusage für den Grenzübertritt gab. Über 1.200 Facharbeiterstunden fielen dadurch für die von der Bevölkerung dringend benötigte Fertigstellung des Gesundheitszentrums aus. Wie die folgenden Berichte zeigen, nutzen sie ihren Aufenthalt, um unbeirrbar für den dringend benötigten Grenzübertritt einzutreten und sich mit der Bevölkerung zu verbinden. Die revolutionäre Weltorganisation ICOR gewinnt unübersehbar an Anziehungskraft.

Warmherziger Empfang in Sulaymaniyah

In ihrem Büro in Sulaymaniyah (Nordirak) bereiteten die Genossinnen und Genossen der PYD (Demokratische Partei der Völker) der Delegation der revolutionären Weltorganisation ICOR und der 7. ICOR-Aufbau-Brigade für Kobanê am 23. November einen warmherzigen Empfang. Dabei wurde auch dagegen protestiert, dass der ICOR-Delegation und der 7. Brigade der Grenzübertritt vom Nordirak nach Rojava verweigert wurde.

Garip Hasso, Repräsentant der syrischen PYD in der autonomen kurdischen Region im Irak, begrüßte in der nordirakischen, hauptsächlich von Kurden bewohnten Stadt Sulaymaniyah die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung: „Läge es in unserer Hand, wärt ihr schon längst in Kobanê. Aber auf jeden Fall können wir sagen, dass die ICOR mit ihrem Gesundheitszentrum in Kobanê angekommen ist und bleibt. Es ist eine Ehre für uns, dass ihr da seid, und wir danken euch noch einmal.“

Sanjay Singhvi aus Indien, der stellvertretende Hauptkoordinator der ICOR, und Gabi Gärtner als Vertreterin des Zentralkomitees der deutschen ICOR-Partei MLPD sowie der Projektleitung, nahmen diese Worte auf und würdigten die vielfältige und umfassende Hilfe, die die ICOR-Delegation und die Brigade hier erfahren haben.

Höhepunkt der Feier war der Austausch eines Freundschaftsbandes der internationalen Brigaden mit der PYD und die Übergabe einer ICOR-Fahne. Die ICOR ist nicht nur in Rojava, sondern inzwischen auch im kurdischen autonomen Gebiet im Irak in den Herzen einer wachsenden Zahl von Menschen angekommen.

Heute sind wir Teil der internationalen Frauenbewegung ...“

In Sulaymaniyah hatten Gabi Gärtner und weitere Brigadistinnen und Brigadisten die Gelegenheit, an einem Frauenseminar teilzunehmen. Es waren etwa 200 Besucherinnen und Besucher. Es gab dort einen Vortrag der 1. Kommandeurin von Kobanê und Sprecherin der YPJ1, Nasrin Abdollah. Sie sprach über die Bedeutung der YPJ, ihre Rolle im Kampf gegen den faschistischen IS, die Bedeutung der „Frauenrevolution“ in der demokratischen Revolution von Rojava usw. Sie betonte die Bedeutung und den gemeinsamen Kampf mit allen Frauen der Welt. Sie berichtete eindrücklich, wie die Frauen wirklich an vorderster Front gegen den faschistischen IS kämpften.

Nachdem aus dem Publikum die Weltfrauenkonferenz vorgestellt wurde, führte sie aus, dass ihre Bewegung lange nur eine kurdische Frauenbewegung gewesen wäre, aber heute seien sie Teil der internationalen Frauenbewegung. Sie berichtete, dass sie viele Schwierigkeiten zu überwinden haben, gegen das Frauenbild im Kapitalismus, das die Frauen schön sein und sich um die Familie kümmern müssen. Vor allem aber auch Bedenken, „ob Frauen das überhaupt können“. Sie mussten sich selbst erst das Niveau und das Selbstbewusstsein erkämpfen.

Türkei verhängt massive Blockade

Der Wiederaufbau von Kobanê wird durch die Blockadepolitik der Türkei immer massiver behindert. Trotz dieser Schwierigkeiten wird am Gesundheitszentrum weitergebaut, insbesondere am Innenausbau, der Installation der Geräte usw.

(Korrespondenzen aus Sulaymaniyah und Kobanê)


1 YPJ – Syrisch-kurdische Frauenverteidigungseinheiten

 

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