Medizin-Nobelpreis für Forschungsergebnisse während der Kulturrevolution in China

Am 5. Oktober zeichnete das Nobelkomitee zwei Männer und eine Frau mit dem Nobelpreis für Medizin und Physiologie aus. Geehrt wurde unter anderem die Chinesin Youyou Tu für bahnbrechende Fortschritte in der Malariatherapie, an denen die 84-jährige Wissenschaftlerin in den 1960er-Jahren maßgeblich beteiligt war. Das Medikament „Artemisinin“ rettet jährlich mehr als 100.000 Betroffenen das Leben. Tu Youyou ist erst die zwölfte Frau, die einen Medizinnobelpreis erhält.

Der Arzt Dr. Willi Mast schreibt: „200 Millionen Menschen waren 2013 weltweit malariainfiziert, 3,3 Milliarden Menschen sind gefährdet. Die Pharma-Forschung –heute fast ausschließlich in der Hand von Weltkonzernen – hatte jahrzehntelang kein Interesse, die so wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nutzbar zu machen. Zu Recht kommentiert eine Ärztezeitung diesen Nobelpreis: ,Selten war der Nutzen für die Menschheit größer.‘“

Einige Medien berichten, der Nobelpreis für Tu Youyou breche eine Lanze für die traditionelle chinesische Medizin. Tatsächlich basiert der Wirkstoff auf uraltem Volkswissen über Heilpflanzen. Die Forschungen darüber verdankt die Menschheit jedoch dem damals sozialistischen China und der Gesundheitspolitik Mao Zedongs. Die Entwicklung der Gesundheitsversorgung für die breiten Massen gehört zu den großartigsten Erfolgen des sozialistischen Aufbaus. „Von einem der rückständigsten Länder der Welt auf dem Gebiet medizinischer Forschung“, so der australische Journalist Wilfred Burchett, „hat sich China in nur zwei Jahren (1950/51 d.V.) zu einem der führenden Länder in der Bekämpfung einiger der schlimmsten Geißeln der Menschheit verwandelt.“

Mao Zedong rief in der Großen Proletarischen Kulturrevolution zum Kampf gegen bürokratische Entwicklungen auf, die diese Errungenschaften zunichte zu machen drohten: „Das Ministerium für Öffentliche Gesundheit arbeitet nur für 15 Prozent der Bevölkerung. Die breiten Massen der Bauern erhalten keine medizinische Behandlung“ („China – Das neue Leben“, von Wilfred Burchett und Rewi Alley). Ärzte, Wissenschaftler, Studenten und viele andere folgten dem Aufruf, ihre Fähigkeiten in den Dienst des Volkes zu stellen. Massenhaft erlernten die Menschen die dialektisch-materialistische Methode. Die von Tu Youyou praktizierte Verbindung von klassischer chinesischer Medizin und modernen Methoden rührt daher. Am 23. Mai 1967 rief Mao Zedong dazu auf, Kräfte zu bündeln, um einen neuen Wirkstoff gegen Malaria zu finden. Die Volksrepublik China unterstützte das vietnamesische Volk im Kampf gegen den US-Imperialismus und viele Freiheitskämpfer waren durch die Malaria geschwächt.

Die Webseite des Lindauer Nobelpreisträger-Treffens behauptet, in der „sogenannten Kulturrevolution“ sei wissenschaftliche Arbeit nicht möglich gewesen. Tatsächlich forschte Tu Youyou zusammen mit vielen anderen genau in dieser Zeit. Bornierte Antikommunisten können nicht akzeptieren, dass die Nobelpreisträgerin sich bis heute nicht gegen die Kulturrevolution wendet.

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