Bisher schwerster Wirbelsturm – Folge der Meereserwärmung

Mit bis zu 400 Kilometern in der Stunde erreichte der Hurrikan „Patricia“ Ende Oktober auf dem Meer vor der Westküste Mexikos einen neuen Rekord.

Damit ist „Patricia“ der zweite gewaltigste Wirbelsturm der Kategorie 5 seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und das innerhalb weniger Jahre. Noch stärker als der Taifun Haiyan, der 2013 mit bis zu 380 Kilometern pro Stunde vor allem auf den Philippinen schwerste Verwüstungen mit Tausenden Toten und Millionen Obdachlosen hinterließ. Dass es in Mexiko nach Angaben der Regierung bisher weder Tote noch Verletzte gab, ist in erster Linie dem Umstand zu verdanken, dass der Hurrikan in einem dünn besiedelten Küstenabschnitt auf Land traf und seine Geschwindigkeit durch die hügelige Landschaft gebremst wurde.1 Dennoch wurden mindestens 3.500 Häuser und mehrere Tausend Hektar Anbaufläche verwüstet. Weitere schwere Regenfälle ließen Überschwemmungen und Erdrutsche mit Auswirkungen bis nach Texas in den USA befürchten.2

2014 war das wärmste Jahr seit Menschengedenken, doch was die Wirbelstürme betrifft ein „sehr glimpfliches“ Jahr. „Die aufkommende leichte El-Niño-Phase im Pazifik hat zu einem vergleichsweise ruhigen Jahr geführt, was die Schäden durch tropische Wirbelstürme angeht“, erklärte Peter Höppe, Leiter der Geo­risikoforschung bei Munich Re. Für 2015 prognostizierte er eine deutlich zunehmende Katastrophenbilanz. „Das moderate Sturmgeschehen von 2014 lässt sich nicht für das kommende Jahr fortschreiben“, sagt Höppe. Denn der ungewöhnlich lang anhaltende El-Niño-Effekt (siehe S.6) wird sich nach Angaben der Wetterexperten der Münchener Rück wieder abschwächen. Durch die extreme Erwärmung der Meere verdunstet mehr Wasser, wodurch mehr Energie in das gesamte Wettersystem gelangt.3

Die Zunahme extremer Stürme mit verheerenden Folgen ist Ausdruck des beschleunigten Umschlags in eine globale Klima- und Umweltkatastrophe. Die Häufung regionaler Katastrophen schon bei einer durchschnittlichen Temperatur­erhöhung von 0,8 Grad Celsius zeigt den menschenverachtenden Charakter der Herrschenden. Sie wollen die Klimaerwärmung auf 2 Grad „begrenzen“ und den Ausstoß klimaschädlicher Gase noch Jahrzehnte fortzusetzen. Die UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris ist noch nicht mal darüber einig. Verschiedene Länder bringen sogar ein 3-Grad-Ziel ins Gespräch. Die MLPD liegt mit ihrer Losung „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft“ genau richtig.

 

1 New York Times“ vom 23.10.15

2WAZ“ vom 26.10.15

3Berliner Morgenpost“ vom 1.12.14

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