Krebs – eine Vitaminmangelerkrankung?

Aus Rote Fahne 22/2015. Leserbrief und Antwort des umweltpolitischen Sprechers der MLPD

An Redaktion „Rote Fahne“ und Redaktion REVOLUTIONÄRER WEG

Liebe Redaktion, liebe Autoren des „Katastrophenalarm!“

In dem Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ heißt es auf Seite 222: „Die genetisch bedingten Krebsfälle liegen bei etwa 5 Prozent, 90 Prozent aller Krebserkrankungen werden durch Umwelteinflüsse verursacht. Es gibt noch eine andere Theorie zur Ursache von Krebs. In dem Buch „Eine Welt ohne Krebs – Die Geschichte des Vitamin B 17 und seiner Unterdrückung“ von G. Edward Griffin (8. Auflage Mai 2010, erschienen im Kopp-Verlag Rottenburg) geht es um das 1952 entwickelte Konzept zu Krebs als Vitamin-Mangelerkrankung. … „Das Buch zeigt Beispiele aus der Natur und der menschlichen Geschichte, die das Konzept bestätigen“1, sowie einen „Blick auf die zahlreichen Kulturen der Welt, die krebsfrei sind oder waren, und eine Analyse ihrer heimischen Lebensmittel.“2 Es behandelt ausführlich die medizinisch-biologischen und -chemischen Zusammenhänge bei der Entstehung von Krebs; diese Kapitel sind für den Laien allerdings teilweise etwas schwierig zu lesen.

Erschütternd ist die Untersuchung der Wirkung der heute üblichen Behandlungsmethoden Operation, Bestrahlung3 und Chemotherapie4. Hier wird auch deutlich, wie skrupellos mit (tod)kranken Menschen umgegangen wird: „Wenn es also zutrifft, dass die orthodoxe Chemotherapie (1) toxisch, (2) immunosuppressiv, (3) krebserregend und (4) vergebens ist, warum würden Ärzte sie weiterhin anwenden wollen? Die Antwort auf diese Frage ist, dass sie nicht wissen, was sie sonst tun könnten. In der Regel werden Patienten nicht einer Chemotherapie unterworfen, wenn ihr Zustand nicht schon so hoffnungslos ist, dass der Tod ohnehin unvermeidlich erscheint. Manche Ärzte bezeichnen dieses Stadium nicht als /Therapie/, sondern als /Experimentieren/, was ja, offen gestanden, auch die ehrlichere Beschreibung ist.“5

Im weiteren Verlauf wird ausführlich belegt, wie todkranke Patienten (auch Kinder) unwissentlich als Versuchsobjekte missbraucht wurden (und wahrscheinlich noch werden).6 Der 2. Teil des Buches trägt den Titel „Krebstherapie und Politik“ und befasst sich ausführlich mit den Verflechtungen zwischen Politik und Pharmaindustrie in Vergangenheit und Gegenwart. Es zeigt an zahlreichen Beispielen, mit welchen Methoden Befürworter der Vitamintherapie von der Pharmaindustrie in Zusammenarbeit mit der Politik und den Medien gewaltsam an ihrer Arbeit gehindert werden.7 Hier sehe ich Parallelen zur Aufklärung des Aids-Ursprungs und Jakob Segal. Diese Kapitel sind stellenweise sehr kritisch geschrieben, kommen aber in dem Moment ins Stocken, wenn die kapitalistische Gesellschaft ernsthaft in Frage gestellt werden muss. Trotzdem wird auch hier deutlich herausgearbeitet, wie stark das Finanzkapital die „Gesundheitsindustrie“ im Griff hat. Da es sich bei Laetril (Vitamin B 17) um eine natürliche Substanz handelt, kann damit kein Profit gemacht werden, denn „für natürlich vorkommende Substanzen gibt es keinen Patentschutz, nur für vom Menschen erfundene.“8 Nach kapitalistischer Logik hat also kein Pharmakonzern daran Interesse. Gesundheit gibt es – genau wie Umweltschutz – im Kapitalismus nur bei entsprechend hohen Profitaussichten. „Krebs ist mittlerweile in den USA ein Milliardengeschäft.“9 Die Krebsindustrie „verachtet die Natur und versenkt Milliarden an Steuergeldern in ihren giftigen Gemischen. Und für diese jahrein, jahraus entwickelten Medikamente müssen Krebspatienten als menschliche Versuchskarnickel für Tests herhalten.“10

Wenn also der Mangel an Vitamin B 17 die eigentliche Ursache von Krebs sein sollte, dann sind die schädlichen Umwelteinflüsse, die im „Katastrophenalarm!“ behandelt werden (und in „Eine Welt ohne Krebs“ auch nicht verleugnet werden), die Auslöser der Krebserkrankung. … Mich interessiert aber, wie Ihr – also das Autorenkollektiv sowie die Redakteure und Leser der „Roten Fahne“ – das Thema Krebs als Vitaminmangelerkrankung in der modernen Gesellschaft einschätzt.

E. F.

 

Antwort des umweltpolitischen Sprechers der MLPD

Liebe(r) E.,

vielen Dank für die Zuschrift an die „Rote-Fahne“-Redaktion mit Hinweisen zur alternativen Krebstheorie des Autors Edward Griffin und zu seinem Buch „Eine Welt ohne Krebs“, in dem Krebs im Wesentlichen als eine Mangelerkrankung in Bezug auf Vitamin B 17 dargestellt wird.

Vitamin B 17 ist eine nicht durch die Naturwissenschaften abgedeckte Werbe-Bezeichnung für den Pflanzenwirkstoff Amygdalin oder Laetril, der z. B. in Aprikosenkernen vorkommt. Der Begriff Vitamin suggeriert, dass dieser Wirkstoff unverzichtbar für Leben und Gesundheit durch die Ernährung von jedem Menschen aufgenommen werden müsste, was nicht der Fall ist. Amygdalin zerfällt in die toxischen Abbau-Produkte Cyanwasserstoff (Blausäure, schon in geringsten Mengen giftig) und Benzaldehyd. Die Behauptung, dieser Zerfall in zwei Giftstoffe würde nur in Krebszellen stattfinden, ist nicht haltbar. Belastbare Studien zu B 17 gibt es nicht.

Ich kenne Einzelfälle von Krebspatienten aus unserer Praxis, die das Produkt aus dem Handel bezogen haben oder täglich 20 bis 30 Aprikosenkerne zerkauten. Sie sind alle an ihrer Krebserkrankung gestorben und hatten aus meiner Sicht eher verkürzte Überlebenszeiten. Es gibt Einzelfälle von Patienten, die mit dieser Therapie ihren Krebs besiegten oder ihre Überlebenszeit deutlich über die statistische Erwartung verlängert haben. Sie haben bei genauer Nachprüfung aber alle auch radikal auf eine gesunde Ernährung umgestellt, ihre Lebensweise erheblich korrigiert. Solche Fälle gibt es immer wieder auch unabhängig von der B 17-Einnahme. Es beweist, dass Ernährung, Sport und mentale Therapien, unser „innerer Heiler“ sowie auch die hoch dosierte Einnahme von Naturstoffen und (echten) Vitaminen und Mineralstoffen eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Krebs spielen. Das wird von Pharmaindustrie, Krankenkassen, Staat und Behörden und Vertretern der bürgerlichen Wissenschaft mit insgesamt großer Ignoranz oder Verleugnung beantwortet und unterdrückt bzw. kommt die Patienten teuer zu stehen, während nicht mehr sinnvolle Chemotherapien im Wert von Zehntausenden von Euro bedenkenlos erstattet werden und die Pharma-Kassen klingeln lassen. …

Die Hauptursachen für Krebs bestehen heute in der chemischen und atomaren Volksvergiftung, der Entwertung der Nahrung, Genussgiften, einer Lebensweise voller Stress und Bewegungsarmut, Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen, Elektrosmog und Einflüssen aus dem Arbeitsprozess wie Nacht- und Schichtarbeit, Akkordschinderei, Mobbing und dem unerträglichen Druck gerade auf viele Frauen aufgrund der bürgerlichen Familienordnung.

Eine Theorie, die das alles nur zu „Nebenfaktoren“ degradiert und einen behaupteten B 17-Mangel zur Hauptursache erklärt, verfälscht und verharmlost die Ausbeutung von Mensch und Natur im heutigen Kapitalismus und ist damit auf Gegenkurs zum Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von Stefan Engel gerichtet. Dieses Buch besticht durch sein konsequentes Ausgehen von der dialektischen Einheit von Mensch und Natur, die konsequente Aufdeckung aller wesentlichen Zusammenhänge und ihre Qualifizierung mittels der dialektischen Methode. So kann das Buch fundiert die neuen Gesetzmäßigkeiten im Kapitalismus aufdecken und nachweisen, dass die Lösung der Umweltfrage und der sozialen Frage heute identisch geworden ist.

Krebs ist heute eine Massenerkrankung mit weiter zunehmender Tendenz, 50 Prozent aller Männer und 43 Prozent aller Frauen in Deutschland müssen heute in ihrem Leben mit einer Krebsdiagnose rechnen. Operation, Chemotherapie und Bestrahlung haben einen nennenswerten Beitrag, um den tödlichen Ausgang von Krebserkrankungen nachweislich zu reduzieren. Sie werden allerdings oft kritiklos, ohne die notwendige ganzheitliche Gesamt-Therapie und auch in bereits aussichtslosen Fällen eingesetzt. Die Gründe sind zum einen durch die Profitorientierung des Gesundheitswesens, seitens der Pharmaindustrie gekaufte wissenschaftliche Expertisen, manipulierte Studien und dem Idealismus vieler Onkologen zu erklären, die sich verpflichtet fühlen, bis zur Sterbephase „etwas zu tun“. Das muss man mit Fug und Recht kritisieren, aber nicht durch eine generelle Verteufelung dieser Therapien das Kind mit dem Bade ausschütten!

(Auch im Sozialismus muss) … noch über viele Generationen mit den giftigen Hinterlassenschaften des Kapitalismus gekämpft werden … . Der (im Sozialismus/Kommunismus) dort nötige und mögliche Paradigmenwechsel orientiert auf eine gesunde und kulturvolle Lebensweise und die Höherentwicklung der Einheit von Mensch und Natur in allen Fragen von Produktion, Konsumtion und Lebensweise. Wir müssen unseren heutigen Kampf als Schule des Paradigmenwechsels verstehen und führen, in diesem Zusammenhang auch den gemeinsamen Kampf um gesunde Ernährung, Sport und gegen krank machende Arbeits- und Lebensbedingungen und gegen die umfassende Vergiftung unserer Ernährung, Luft, Wasser und Boden organisieren.

Herzliche Grüße,

Dr. Günther Bittel

Umweltpolitischer Sprecher der MLPD

 

1 G. Edward Griffin, „Eine Welt ohne Krebs – Die Geschichte des Vitamin B 17 und seiner Unterdrückung“, S. 63 ff.

2 ebenda, S. 73

3 ebenda, S. 153 ff.

4 ebenda. S. 171 ff.

5 ebenda, S. 177

6 ebenda, S. 185 ff.

7 ebenda, S. 329 ff.

8 S. 5

9 S. 202

10 S. 184

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