Weltweiter Aktionstag zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf

Am 1. November wurde auf allen Kontinenten ein internationaler Aktionstag zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf organisiert. Auch auf der Homepage der ICOR wurde der Aktionstag im Vorfeld bekannt gemacht. In Deutschland fanden laut Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. – in mindestens 20 Städten Demonstrationen und Kundgebungen mit über 80.000 Teilnehmern statt. Die MLPD nahm aktiv teil. In einem aktuellen Flugblatt unterstrich sie:

Der Kampf um Kobanê ist von weltweiter Bedeutung! … In der Konfrontation des kurdischen Befreiungskampfes gegen die faschistische IS entsteht etwas Neues. Das ist eine große Chance für einen Aufschwung im Kampf um nationale und soziale Befreiung. … Die MLPD ruft alle Revolutionäre, Antiimperialisten, Demokraten und Antifaschisten dazu auf, hier über parteipolitische und weltanschauliche Grenzen aufs Engste gleichberechtigt zusammenzuarbeiten.

Die MLPD fordert:

Hände weg von Rojava! Freiheit für Kurdistan! … Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt euch! Vorwärts zu den vereinigten sozialistischen Staaten der Welt!“

Besonders ihre klare Haltung zu den Waffenlieferungen und gegen das Verbot der PKK wurden sehr begrüßt sowie die Forderung nach einer Aufhebung des Waffenembargos gegenüber den YPG/YPJ-Kräften und der PKK und ihrer HPG-Guerilla.

Zum Abschluss der Demonstration in Berlin berichtet unser Korrespondent: „Viele Familien mit Kindern nahmen an der kämpferischen Demonstration über den Kurfürstendamm teil. Vor der Abschlusskundgebung auf dem überfüllten Breitscheidplatz wurde eine Sitzblockade durchgeführt, um auf den heldenhaften Kampf des kurdischen Volkes für Freiheit und Demokratie aufmerksam zu machen. Laut Veranstalter nahmen bis zu 10.000 Menschen an der Demonstration teil. … Dieter Ilius (MLPD) sprach in seiner Rede bei der Abschlusskundgebung über den Vorschlag eines Solidaritätspaktes zwischen ICOR und den revolutionären kurdischen Organisationen. Der Berliner Landesvorsitzende der Partei ,Die Linke‘ lobte, anders als seine Partei bisher, Waffenlieferungen an die ,Menschen in Kobanê‘. Er orientierte aber auch auf die imperialistische UNO, die mit Resolutionen ,den Weltfrieden gegen die Isis verteidigen‘ sollte.“

Ein Hannoveraner Korrespondent schreibt: „Bei bestem sonnigen Wetter fand heute eine Solidaritätsdemonstration im Rahmen des weltweiten Aktionstags zur Solidarität mit Kobanê und dem Freiheitskampf in Rojava in Hannover statt. Die Veranstalter sprachen von bis zu 10.000 Teilnehmern. … Die Flugblätter der MLPD zu diesem Tag wurden uns regelrecht aus den Händen gerissen. Es gibt ein großes Bedürfnis nach mehr Klarheit über die Hintergründe und Zusammenarbeit der Revolutionäre weltweit. Es wurden Adressen ausgetauscht.“

Auf der Abschlusskundgebung in Köln überbrachte Ernst Herbert vor über 5.000 Teilnehmern die kämpferischen und solidarischen Grüße von MLPD und REBELL, was mit viel Beifall aufgenommen wurde. „Er griff in seiner Rede auch die Politik der Bundesregierung Deutschland an, die immer noch den kurdischen Freiheitskampf kriminalisiert, und forderte ein Ende des Waffenembargos gegen die Freiheitskämpfer der YPG/YPJ und der PKK. Auch die Kölner Polizei musste sich Kritik anhören, weil sie eine Woche vorher Hooligans und Faschisten die Straße für ihre faschistische Hetze frei gegeben hatte.“

Aus Stuttgart wird berichtet: „Mehrere Tausend Menschen demonstrieren hier. Verschiedenste Organisationen sind vor Ort, darunter auch die Mitglieder der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Organisationen und Parteien) MLPD und MLKP (Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei Türkei/ Nordkurdistan). … Antiimperialistische Losungen gegen die Unterstützung der IS-Faschisten durch die Türkei wurden vorgebracht. Auf dem Haupttransparent stand ,Freiheit für Kurdistan – Freiheit für alle Unterdrückten‘.“

In Frankfurt demonstrierten 7.000 Menschen. „Kurdische Kampflieder tönten aus unserer Anlage der MLPD, die dann von den Umstehenden begeistert mitgesungen wurden“, berichtet unser Korrespondent.

Aus europäischen Ländern werden ebenfalls Aktivitäten gemeldet: Frankreich, Italien, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Schweiz, Österreich, Tschechien, Spanien sowie dem Baskenland und Katalonien, Portugal, Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark, Bulgarien, Griechenland und Zypern. Aus Paris erreichte uns unter anderem diese Korrespondenz: „,Soutenons la Résistance‘ (deutsch: ,Unterstützen wir den Widerstand‘) und ,Sauvons Kobani‘ (,Retten wir Kobanê‘) – auf Tausenden von Schildern wurden diese Losungen in den letzten Stunden durch die großen Boulevards zwischen Place de la Bastille und Place de la Republique getragen. Ein schier endloser Zug … In Paris hat sich auf Initiative kurdischer Frauen ein Komitee ,feministische Solidarität‘ mit den Kämpfen in Kobanê gebildet, in dem unorganisierte Frauen, verschiedene Organisationen und auch Frauen der Weltfrauenkonferenz zusammenarbeiten. Das Komitee stellte am Aktionstag vor allem die Rolle der Frauen in Kobanê und Rojava heraus.“ (siehe dazu auch: Bericht von der Homepage der Weltfrauenkonferenz und in der „Roten Fahne“ Nr. 40, S. 8)

Auch außerhalb Europas kam es in vielen Ländern zu Protesten: Australien eröffnete den Aktionstag mit Demonstrationen und Kundgebungen in Perth, Sydney, Melbourne und Adelaide. Außerdem gingen in Argentinien, Ecuador, Honduras, Venezuela, Chile, Kanada, USA, Indien, Pakistan, Afghanistan, Südafrika und Russland Tausende auf die Straße. Und natürlich auch in Südkurdistan/Nordirak (Hewler-Erbil- und Suleymania) und Nordkurdistan (Ost-Türkei) sowie in etlichen Städten der Türkei. Hunderte Menschen aus vielen Städten wie Istanbul, Maras, Antep, Malatya, Adiyaman, Izmir, Bursa, Çanakkale, Sivas und Çorum bildeten Menschenketten in den Grenzdörfern zur Unterstützung des Widerstandes der YPG- und YPJ-Kämpfer.

Bei der größten Demonstration in Diyarbakir im türkischen Kurdengebiet marschierten laut der Nachrichtenagentur „Dogan“ 15.000 Menschen durch die Straßen. Hunderttausende von Menschen demonstrierten außerdem im nordkurdischen Van, Mus, Tekman, Varto, Malazgirt. In der Stadt Van riefen die Demonstranten den Slogan: „Der Staat will den Krieg, wir wollen Frieden“ und „Kobanê wird nicht fallen!“. In verschiedensten Städten Afghanistans Jalalabad, Nangarhar, Bamyan, Herat, Mazar-i-Sharif, Balkh wurden die Demonstrationen verbunden mit dem Protest gegen die USA.

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