Faschistischer Terror in Köln

Am Sonntag, 28. Oktober, demonstrierten unter der demagogischen Losung „Hooligans gegen Salafismus“ Faschisten unter anderem aus dem Bereich der Fußball-Hooligans in Köln. Nach Polizeiangaben waren 4.500 Mitglieder dieser extrem brutalen Szene nach Köln gekommen. Ursprünglich angemeldet war die faschistische Aktion – die schon im Vorfeld zu verbieten gewesen wäre – von einem Aktivisten von ProNRW. Unter anderem hatte die faschistische Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ einen Auftritt. Trotz zahlreicher Gewalt- und Straftaten sowie verbotenen Parolen, faschistischen Symbolen und Kennzeichen nahm die Polizei nur 17 Faschisten vorübergehend fest. Dabei wurden nach Polizeiangaben 49 Polizisten verletzt.

Antifaschisten, die eine Gegenkundgebung mit circa 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – über die man in den Medien fast nichts hörte – durchführten, wurden von der Polizei gedrängt, ihre Kundgebung aufzulösen, bevor die Faschisten zum Bahnhof zurückkommen. Immer wieder eskortierten kleine Polizeitrupps größere Gruppen von Faschisten an der Gegenkundgebung vorbei, was wiederholt zu Provokationen und Auseinandersetzung führte. Ein Kölner Fußballfan erzählt, dass beim Derby 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach 1.300 Polizeibeamte im Einsatz seien – so viele wie am Sonntag in Köln. Bei diesem Spiel gehen Sicherheitsleute von 300 Hooligans aus. Also selbst wenn die Polizeiführung – wie zum Teil behauptet – nur mit 2.000 Hooligans gerechnet hätte, hätte sie ein Vielfaches an Kräften vor Ort in Köln konzentrieren müssen. Beteiligte Polizeibeamte berichten allerdings, dass kurzfristig sogar noch Polizeikräfte aus Köln abgezogen wurden. Damit wurde den Faschisten von der Polizeiführung über Stunden die Straße faktisch überlassen.

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