Bundesweite Anzeigenkampagne von ExxonMobil – reine Propagandamasche

Bundesweite Anzeigenkampagne von ExxonMobil – reine Propagandamasche

Ganzseitige Werbekampagne in der „Frankfurter Rundschau“ vom Donnerstag, 25.9.14

Mit einer ganzseitigen Anzeige in führenden Tageszeitungen von ExxonMobil unter dem Titel „Lassen Sie uns über Fracking reden“, behauptet der weltweit führende Fracking-Konzern, sie hätten nun das „ungiftige“ Fracking erfunden und würden Deutschland auf Jahrzehnte mit heimischen Schiefergas zu höchsten Umweltstandards versorgen.

Angeblich, so legte Konzern-Sprecher Klaus Torp nach, habe man aus dem bisherigen Giftcocktail des Fracking-Wassers nahezu alle der ursprünglich 150 Gifte eliminiert. Es würden nur noch zwei ungiftige und biologisch völlig abbaubare Zusätze zum Einsatz kommen. Gemeint sind der Gesteinsstabilisator Cholinchlorid und den Reibungsminderer Butyldiglykol. Selbst das ist gelogen: Warum darf das „ungiftige“ Butyldiglykol nach Sicherheitsdatenblatt weder in die Kanalisation noch ins Grundwasser und Oberflächenwasser gelangen und muss von Nahrungsmitteln und Futtermitteln ferngehalten werden? Die Umweltschutzorganisation BUND kritisierte die Anzeige von Exxon Mobil als reine PR-Masche und verweist darauf, dass weltweit kein einziger Frack ohne diesen Giftcocktail funktioniert hat. Auch die Verbrennung von Gas, egal ob konventionell oder per Fracking gefördert, ist als Verbrennung eines fossilen Energieträgers ein Beitrag zum beschleunigten Übergang in die Klimakatastrophe.

Es ist dreist, wenn das ExxonMobil als Beitrag zur Energiewende ausgibt und die Öffentlichkeit zur „kritischen Begleitung“ einlädt und dabei „keine unkonventionellen Wege scheut.“ Sie scheuen keine Anstrengung mit allen Mitteln ihre Profitinteressen durchzusetzen.

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) schließt Fracking „an der Ruhr aus“ und verwies auf einen entsprechen­den Erlass der Landesregierung. Ok! Aber warum werden Erkundungsbohrungen nicht sofort verboten? Warum dürfen diese außerhalb des Einzugsgebiets der Ruhr stattfinden! Der Schutz des Grundwassers beginnt nicht erst im unmittelbaren Trinkwasserschutzgebiet, sondern gilt generell, da die Grundwasserleiter miteinander verbunden sind und es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich einmal eingebrachte Gifte großflächig ausbreiten.

Wir reden über Fracking mit einer klaren Ansage: Verbot von Fracking weltweit! Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis 2030! Kampf der Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen!

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