Marxistisch-leninistische Umweltarbeit – zweitwichtigste Kampflinie der Partei

Aus Rote Fahne 22/2014: Den folgenden Brief schrieb der umweltpolitische Sprecher der MLPD, Dr. Günther Bittel, an einen Leser. Dieser hatte verschieden Fragen zum letzten Interview mit Stefan Engel.

… Du schreibst, es hätte dich irritiert, dass Stefan Engel sagt, dass es bis zur vollen Ausprägung einer globalen Umweltkatastrophe noch viele Jahrzehnte, vielleicht Hunderte Jahre dauern könne. Es könnte der Eindruck entstehen, wir hätten noch Zeit. Stefan sagt aber doch im selben Satz, dass „heute … die Weichenstellung (erfolgt), ob die Lebensgrundlagen der Menschheit in naher Zukunft zerstört oder bewahrt werden“.

Das ganze Interview ist von dem Tenor geprägt, den schon die Überschrift unmissverständlich ausdrückt: „Ohne Lösung der Umweltfrage keine Zukunft für die Menschheit“. Das Problem dabei ist, dass wir gerade keine Zeit verlieren dürfen, weil wir heute eine Entwicklung stoppen und umkehren müssen, deren Folgen wir in ihrer ganzen konkreten Gestalt nicht richtig fassen können, weil sie sich – glücklicherweise! – erst in zahlreichen einzelnen katastrophalen Faktoren und globalen Prozessen zeigt. Wenn aber die globale Umweltkatastrophe eintreten würde, wäre es zu spät, sie zu verhindern! Daher nimmt Stefan das Beispiel einer natürlichen globalen Umweltkatastrophe, die es auf der Erde schon gegeben hat und die zum Aussterben der Dinosaurier geführt hat, um die zerstörerischen Folgen zu verdeutlichen.

… Im 2. Punkt fragst du, warum auch bei der MLPD die Umweltfrage „in der praktischen politischen Arbeit eine Nebenfrage war oder als untergeordnet betrachtet wurde“. Zu allererst muss man hier feststellen, dass die MLPD seit ihrer Parteigründung 1982 in ihrem Grundsatz- wie in ihrem Kampfprogramm prinzipiell richtig Stellung genommen hat. So hieß es im Grundsatzprogramm: „Der wissenschaftliche Fortschritt in der Nutzung der Natur und ihrer Gesetze führt aufgrund des Gesetzes der Profitmaximierung, das nur auf den unmittelbaren Effekt ausgerichtet ist, zum hemmungslosen Raubbau an der natürlichen Umwelt. Die Deformierung und Vergiftung von Luft, Wasser und Boden nimmt immer bedrohlichere Ausmaße für Menschen, Tiere und Pflanzen an.“ (S. 7) Entsprechend dieser Leitlinie hat sich die MLPD in der Praxis für wirksamen Umweltschutz und verstärkte Kontrollen gegen die industriellen Verschmutzung eingesetzt und die „Haftung der Verantwortlichen für alle entstandenen Schäden!“ (Kampfprogramm, S. 27) gefordert. … Seitdem hat die MLPD der Umweltfrage in ihrer ideologisch-politischen Linie einen ausgeprägten, gebührenden Platz eingeräumt. Sie hat vor allem ausgehend von REVOLUTIONÄRER WEG 23 „Krisen und Klassenkampf“ 1984 die globale Umweltkrise analysiert und in nachfolgenden Schriften des theoretischen Organs neue Erscheinungen und wesentliche Veränderungen im imperialistischen Weltsystem erkannt und qualifiziert … Auf ihrem IX. Parteitag hat die MLPD sich verpflichtet, „jede Geringschätzung der Umweltfrage in der Arbeit der MLPD zu überwinden. Die marxistisch-leninistische Umweltarbeit muss nach der Hauptkampflinie der Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit zur zweitwichtigsten Kampflinie und fester Bestandteil jedweder Parteiarbeit werden.“ Das im März erschienene neue Buch „Katastrophenalarm! …“ legt dazu die wesentliche ideologisch-politische Grundlage. …

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