„Bring Back our Girls“

Weltweite Proteste gegen die Verschleppung der Schülerinnen in Nigeria

„Bring Back our Girls“, fordern Tausende in täglichen Demonstrationen in der Hauptstadt und anderen Städten Nigerias. Sie wollen, dass die islamisch-faschistische „Boko Haram“-Miliz die rund 200 von ihr gekidnappten Schülerinnen freilässt. Die Menschen sind aber auch wütend über die Untätigkeit der Regierung. Diese ist wegen hemmungsloser eigener Bereicherung und der skrupellosen Auslieferung der Ressourcen des Landes an internationale Energiemonopole verhasst. Proteste dieser Größenordnung sind eine neue Erscheinung in Nigeria.

Das ungewisse Schicksal der entführten Schülerinnen erschüttert die Menschen weltweit. Die Proteste nicht nur in Nigeria, sondern auch vor nigerianischen Botschaften in Washington, Paris usw. reißen nicht ab. Über eine Million Mal wurde der „Twitter“-Aufruf „#bringbackourgirls“ bereits angeklickt. Die Online-Kampagne einer jungen Nigerianerin, die derzeit in Bonn ein Praktikum macht, erhielt 500.000 Unterstützungen. Das zeigt die große Bereitschaft, für die Freilassung der Mädchen etwas zu tun. Die Petition appelliert jedoch an die „Regierungschefs aller Länder und Weltgemeinschaft“ und fordert sie auf, „sofort zu handeln und die Schülerinnen zu retten“.

Allerdings sollten die medienwirksamen Auftritte von Michelle Obama, Carla Bruni und anderen Frauen von führenden imperialistischen Politikern wachsam machen. Nigeria ist mit 170 Millionen Einwohnern, einem Bruttoinlandsprodukt von 372 Milliarden Euro, Vorkommen an Coltan und Uran sowie riesigen Ölvorräten noch vor Südafrika die größte Volkswirtschaft Afrikas. Um deren Ausbeutung und den entsprechenden Einfluss im Land tobt ein erbitterter Konkurrenzkampf – vor allem zwischen den westlichen Imperialisten und China.

Im ölreichen Süden leisten die Menschen Widerstand gegen die Umweltzerstörung durch die westlichen Ölkonzerne. Die imperialistischen Länder USA, Großbritannien und Frankreich nutzen nun den Vorwand der Suche nach den Mädchen im Norden, um eigene Militär-„Hilfe“ in Nigeria ins Spiel zu bringen und durchzudrücken.

Die kämpferische Frauenbewegung ist gefragt, breite Solidarität und Proteste zu entwickeln und länderübergreifend zusammenzuarbeiten. Sie tut gut daran, sich diese Solidaritätskampagne nicht aus der Hand nehmen zu lassen.

Für die sofortige Freilassung der entführten Mädchen! Hände weg von Nigeria!

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