Vorfreude aufs rebellische Musikfestival

Meinerzhagen (Korrespondenz): Wir haben nicht nur für die internationalistische, antifaschistische, revolutionäre Musik dort Feuer gefangen, sondern für die ganze Art dieses Festivals: selbst organisiert, keine finanzielle Abzocke, solidarisch, antisexistisch, eben rebellisch – und nicht zuletzt mit Zelten und draußen im Wald. Wir fassten den Entschluss, am Ort eine Festival-AG zu gründen, mit der wir und andere Jugendliche von unserer Stadt aus das Fest vorbereiten.

Bei der Werbung sind wir dann aber nicht nur auf Interesse gestoßen. Einer meinte: „Ein Bushido-Konzert ist doch viel cooler!“ Da kamen wir kurz ins Grübeln, denn manchmal hatten wir selbst ohne viel nachzudenken so was gehört. Dann haben wir uns die Texte genau angesehen: Das ist doch sehr zersetzende, frauenfeindliche Musik – und dann bekam Bushido doch eine auf die Mütze.

 

Große Vorfreude auf das Musikfestival, aber kleiner Geldbeutel

Wie kommen wir pro Teilnehmer an gut 120 Euro fürs Ticket, die Fahrtkosten, Essen und Trinken? Aber wir haben uns nicht bange machen lassen und an dem Problem etwas rebellische Einstellung trainiert: gemeinsam schaffen wir, das Geld zu sparen und zwar so, dass wir dabei auch für MLPD und REBELL politisch werben. Am Internationalen Frauentag am 8. März haben wir mit dem Verkauf von selbst gebundenen Blumensträußchen die ersten 80 Euro eingenommen und in der Fußgängerzone die MLPD als Partei der Befreiung der Frau bekannter gemacht. Am 1. Mai verkaufen wir auf der DGB-Kundgebung Brezeln und Muffins und verteilen die Europa-Wahlzeitung der MLPD.

Damit wir unsere Festival-AG mit anderen Jugendlichen aufbauen können, muss sie selbst super „funktionieren“. Dazu haben wir die Gruppenleitung personell gestärkt und vor allem eine gewisse allgemeine Unverbindlichkeit kritisiert: Alles auf den letzten Drücker machen wollen – und dann fehlt doch noch was. Konkret musste die Gruppenleitung Plakate für das Musikfestival besorgen und das Aufhängen in den Osterferien organisieren. So lernten wir unser „Plakat-Revier“ besser kennen, was auch für das Plakatieren zur Europawahl-Kampagne der MLPD gebraucht wird.

Für den Mai haben wir uns – zusammen mit älteren Parteimitgliedern – viel vorgenommen. Das fängt damit an, regelmäßig neue Argumente zu liefern, warum jeder Jugendliche auf das Musikfestival gehört. Dann muss unsere Festival-AG alles exakt organisieren. Z. B. wie zelten wir auf dem Musikfestival, wer spricht wen bis wann (nochmals) auf die Teilnahme an und lädt zum nächsten AG-Treff ein. Schließlich wird im Mai noch eine weitere Finanzaktion auf einem Stadtfest nötig sein (fürs Musikfestival, und das REBELL-Sommercamp steht ja auch vor der Tür). Beim Ticketkauf wird’s ernst, wer wirklich an Pfingsten mitkommt. Bis Anfang Mai soll mindestens jeder Rebell sein Festivalticket für 35 Euro kaufen. Und mit den älteren müssen wir die Anreise organisieren – noch haben wir keinen Führerschein!

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