Politische Maßregelung von Bergleuten

Auf einer bundesweiten Versammlung der Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“ wurde die folgende Solidaritätserklärung für zwei Bergleute verabschiedet, die von politisch motivierten Maßregelungen betroffen sind.

Das bundesweite Treffen von Kumpel für AUF protestiert gegen die politisch motivierten Angriffe der RAG gegen die kämpferischen Bergleute Christian Link und Andreas Tadysiak. Christian soll seine knappschaftliche Tätigkeit aberkannt werden, weil er nach anerkannter 20-jähriger Untertage-Arbeit nun als Fördermaschinist arbeitet. Damit verlöre er maßgebliche Bergmannsrechte, was bis zur Kürzung seiner Rente und der Ausdehnung seiner Lebensarbeitszeit bis 67 führen kann. Andreas ist Elektriker und ein guter Facharbeiter. Ihm wird mit Versetzung und Abgruppierung gedroht. Diese Angriffe weisen wir entschieden zurück!

Beide Kumpel waren Delegierte der 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz (IMC) in Arequipa/Peru und sind Sprecher des zentralen Koordinierungsausschusses von Kumpel für AUF. Andreas wurde auf der 1. IMC als internationaler Hauptkoordinator der internationalen Koordinierungsgruppe des IMC gewählt. Die Maßregelungen dieser Kumpel richten sich gegen das konsequente Eintreten von Kumpel für AUF für die Interessen der Bergleute und ihrer Familien. Kumpel für AUF steht für den entschiedenen Kampf gegen die Zechenstilllegungen und für den Kampf um jeden Arbeitsplatz! Im Juli 2010 deckte Kumpel für AUF auf, dass die 2007 in Brüssel gefassten Beschlüsse bereits das Aus für den deutschen Steinkohlebergbau für 2014 vorgesehen hatten und das Steinkohlefinanzierungsgesetz von Anfang an ein Betrug war.

Um einem neuen Massenstreik zuvorzukommen, wurde von der EU, von der Bundesregierung und der RAG im Verein mit der rechten IGBCE-Führung ihr Vorhaben kläglich zurückgenommen. Das war ein voller Erfolg der Bergarbeiterbewegung! Seit Anfang März 2011 macht Kumpel für AUF eine Aufklärungsarbeit gegen das Umweltverbrechen Fracking, das wesentliche Grundlage dafür ist, dass die Zechenstilllegungen vorfristig durchgeführt werden.

Die konsequente Haltung von Kumpel für AUF ist dem RAG-Vorstand ein Dorn im Auge, er möchte die Abwicklung des Bergbaus ohne Proteste und Kampfaktionen über die Bühne bringen. Mit der Sanktionierung der beiden Vertreter von Kumpel für AUF will die RAG die kämpferische Bewegung und ihre Kräfte treffen und sie an die Kandare nehmen.

Sie werden merken: Wer einen von uns angreift, greift uns alle an! Wir fordern: Weg mit den politisch motivierten Sanktionen! Kampf um jeden Arbeitsplatz! Für eine lebenswerte Zukunft der Bergarbeiter und ihrer Familien!

Einstimmig verabschiedet von der bundesweiten Versammlung von Kumpel für AUF in Gelsenkirchen am 23.3.2013

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