Zwei Jahre nach Fukushima

Am Montag, 11. März, jährte sich das Reaktorunglück von Fukushima zum zweiten Mal. Es ist die bislang zweitschlimmste Havarie in der Geschichte der Atomkraftwerke (AKW). Die Katastrophe von Fukushima war eine Zäsur, ein Einschnitt in der imperialistischen Atompolitik. In den ersten Monaten nach der Katastrophe entwickelte sich eine Millionen umfassende weltweite Umweltmassenbewegung. Die imperialistische Energiepolitik stürzte in eine tiefe Krise. Allein in Deutschland ging eine Million Menschen auf die Straße und forderten die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke. Die CDU/FDP/CSU-Regierung musste ihre bereits beschlossene weitere Verlängerung der AKW wieder zurücknehmen und weitreichende Zugeständnisse in der Energiepolitik einleiten. Ein wichtiger Erfolg der Massenbewegung. Die MLPD war die erste Partei, die gegen die Desinformation aus Japan die treffende Einschätzung einer eingetretenen Kernschmelze entwickelte. Sie mobilisierte in der Montagsdemo-Bewegung für Massenproteste nur zwei Tage nach dem Unglück. Sie half führend, den Widerstand zu organisieren.
Rund 19.000 Menschen starben im Zusammenhang mit dem durch ein Erdbeben ausgelösten Tsunami in Japan. Mehr als 160.000 Menschen verloren ihr Zuhause, weitere Zehntausende flohen aus den verstrahlten Gebieten. Die Situation an den Reaktorblöcken ist weiterhin äußerst gefährlich. Ein neues Beben könnte die Situation in Fukushima wieder verschärfen.

In Japan entwickelt sich nach der Katastrophe eine immer breiter werdende Bewegung zur Stilllegung aller AKW. Am vergangenen Samstag demonstrierten Tausende in Japan gegen die Atompolitik und die Absicht des neuen Premierministers Shinzo Abe, die AKW wieder in Betrieb zu nehmen. In Deutschland waren gegen das AKW Grohnde am Wochenende 20.000 Menschen auf der Straße, Demonstrationen gab es auch in Bayern und Baden-Württemberg. Bei einem Protestmarsch zum Atomkraftwerk Neckarwestheim haben 3.000 Menschen am Sonntag die sofortige Stilllegung aller AKW gefordert. Viele Montagsdemonstrationen legten am 11. März in den Innenstädten einen Schwerpunkt auf den Fukushima-Jahrestag.

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