„Es ist wie die Explosion einer lange aufgestauten Wut gegen Gewalt an Frauen …“

„Rote Fahne“-Interview mit der indischen Frauenkämpferin und Aktivistin im Weltfrauenprozess Sharmistha Choudhury aus Kalkutta/Indien von der Frauenorganisation AIRWO

Wie ist die aktuelle Reaktion der Massen auf das bestialische Verbrechen?
In Kalkutta, wie in anderen großen Städten, finden täglich Demonstrationen und Proteste von bis zu 10.000 Leuten statt. Es sind vor allem junge Leute. Es ist wie die Explosion einer lange Zeit aufgestauten Wut gegen Gewalt an Frauen. Diese brutale schreckliche Tat der Vergewaltigung der 23-jährigen Studentin war der konkrete Auslöser, der das Fass zum Überlaufen brachte.
Die Jugend hat seit langer Zeit viele Rechnungen mit der Regierung offen zur Situation der Frauen. Gewalt an Frauen hat viele Gesichter. Zum Beispiel kommt es immer wieder vor, dass Polizisten und Militärs Frauen in Gefängnissen vergewaltigen oder in sogenannten armen Gebieten in den Städten. Diese Brutalität kommt jetzt öffentlich ans Licht und gegen all das richtet sich die aufgestaute Wut.

Was fordern die Massen?
Es gibt verschiedenste Forderungen. Eine ist die Forderung nach Sicherheit für Frauen. Die Regierung soll gewährleisten, dass Frauen sich frei in der Öffentlichkeit und Gesellschaft bewegen können. Das fordern auch Männer und es demonstrieren Frauen und Männer.  
An den Protesten sind Frauenorganisationen, Jugendorganisationen und viele andere demokratische Organisationen beteiligt. Manche ergreifen die Initiative und es finden gemeinsame Treffen statt. Es ist eine sehr gute Sache, dass jetzt viele verschiedene demokratische Organisationen zusammenarbeiten und demonstrieren.

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