Stefan Engel

Ich bin am 7. März 1954 geboren, lebe seit 1977 in Gelsenkirchen und bin ein echter Ruhrpottler geworden. Ich kämpfe seit 1968 aktiv für den Sozialismus und bin seit Anfang an am Parteiaufbau der neuen revolutionären Arbeiterpartei MLPD beteiligt. Seit 2008 erleben wir die tiefste und längste Weltwirtschafts- und Finanzkrise seit Bestehen des Kapitalismus. In Gelsenkirchen wurde durch viele Maßnahmen das wahre Ausmaß der Arbeitsplatzvernichtung nur verdeckt.

Wir haben heute in der Stadt eine offizielle Arbeitslosigkeit von 23.136 Menschen. Und das auch nur deshalb, weil die Bevölkerung seit 1970 um 140.000 kleiner geworden ist. Seit 1980 ist die Zahl der Industriearbeitsplätze in Gelsenkirchen von 52.000 auf 11.000 gesunken. Das war vor allem dem systematischen Zechensterben und dem Rückbau der Stahlindustrie zu verdanken. Diese Arbeitsplätze wurden ohne Ersatzarbeitsplätze vernichtet. Das ist der gescheiterte Strukturwandel. Das muss vor allem die Jugend ausbaden. In Gelsenkirchen haben dieses Jahr nicht einmal die Hälfte der Schulabgänger eine Chance auf eine Lehrstelle gehabt.

Mit der sich schnell entwickelnden Umweltkrise steht die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel, wenn nicht sofortige Maßnahmen zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft getroffen werden. Massenarbeitslosigkeit, Umweltzerstörung, Kriege – das ist die Zukunft, die das kapitalistische System der Jugend zu bieten hat. Ich frage mich, warum die Menschheit so viele Fähigkeiten entwickelt hat in der Technik, der Produktion und Kommunikation, und trotzdem nicht in der Lage ist dafür zu sorgen, dass alle genügend zu Essen, Arbeit und ein Dach über dem Kopf haben.

Das ist einzig und allein der kapitalistischen Profitwirtschaft durch eine Handvoll internationaler Übermonopole zu verdanken.

Seit meiner frühesten Jugend habe ich mich für eine klassenlose Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen eingesetzt. Ich möchte auch in diesem Wahlkampf dazu beitragen, der sozialistischen Idee zu neuem Ansehen zu verhelfen und dem verleumderischen modernen Antikommunismus einen Schlag zu versetzen. Seit August 2004 bin ich aktiver Montagsdemonstrant gegen die Hartzgesetze. Sie werden heute bejubelt als das deutsche Modell, die Krisenlasten auf dem Rücken der Massen abzuwälzen. Sie haben aber in Wirklichkeit nur die Armut in Deutschland wieder zu einer Massenerscheinung gemacht.

Ich bin strikt dagegen, dass Politik käuflich ist und habe mir seit jeher ein bescheidenes Leben angewöhnt. Ich trete für den Erhalt des Kohlebergbaus ein und gegen das umweltzerstörerische Fracking, das die wahre Ursache für die Stilllegung des deutschen Bergbaus ist.

Ich habe mir in verschiedenen Aufgaben in der Arbeiterbewegung, in der Kommunalpolitik, auf nationaler und auf internationaler Ebene jede Menge Know-how angeeignet, das ich gerne einsetzen möchte für den Kampf für ein besseres Leben der breiten Masse der Bevölkerung.

Ich bitte Sie, mir als Ihrem Direkt- und Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl Ihre Stimme zu geben.

 

 

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