Der Sozialismus macht Schluss mit Hunger, Armut und der Umweltkrise

Von der Austrocknung des Bodens durch die Erderwärmung, die Vernichtung kleinbäuerlicher Landwirtschaften, umweltzerstörerischen Bergbau, Vernichtung von Wäldern und Abtauen der Gletscher sind heute weltweit mehr als eine Milliarde Menschen in über 100 Ländern betroffen. Im Sahel rückt die Sahara in manchen Regionen um 5 Kilometer pro Jahr vor. Nach Angaben der UN gibt es in Afrika rund 25 Millionen „ökologische Flüchtlinge“: Menschen, die gezwungen sind durch Versteppung der Böden, Überschwemmungen und Trockenheit, ihre angestammte Heimat zu verlassen und in den Slums der Metropolstädte um ihr Überleben kämpfen. Laut „Neue Züricher Zeitung“ vom 23. März 2008 sind durch den Anbau von Pflanzen für Biosprit „weltweit mehr als hundert Millionen Menschen zu extremster Armut verurteilt“.

Dabei hat der Kapitalismus auf der Stufe der Neuorganisation alle materiellen Voraussetzungen für ein Leben der Menschheit ohne Ausbeutung von Menschen und Natur geschaffen. Planmäßig könnte nach den Bedürfnissen der ganzen Gesellschaft vorausschauend produziert und die Güter verteilt werden. Kein Mensch müsste hungern. Der moderne Antikommunismus zieht dann immer das Argument aus der Tasche, dass eine sozialistische Planwirtschaft am Bedarf der Menschen vorbei produzieren würde und der freie Markt am besten Angebot und Nachfrage regulieren würde. Dieser „freie Markt“ ist unter dem Diktat des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals längst Geschichte. Auch der Kapitalismus ist zu einer Planmäßigkeit gezwungen. Fachleute der FAO (Unterorganisation der UN für Ernährung und Landwirtschaft) berechnen heute die Zahl der Hungernden auf der Welt nach umfangreichen differenzierten Statistiken. Sie ermitteln für jeden Staat auf der Welt die Menge an produzierten Kalorien zusätzlich eingeführter Lebensmittel und abzüglich der Nahrungsmittelexporte. Diese Menge stellen sie in Bezug zur Bevölkerung, wobei sie den unterschiedlichen Bedarf der jeweiligen Gruppen nach Alter und Art der Erwerbstätigkeit berechnen. Man kann also heute im Zeitalter der Computertechnik und des Internets sehr genau den Bedarf ermitteln, um die Aufteilung von landwirtschaftlichen Flächen, die Produktion usw. auf den Bedarf abzustimmen. Da ist es geradezu pervers, wenn diese Methoden der Planung und Rechnungsführung für das genaue Gegenteil verwendet werden.

Unter der Diktatur des Proletariats ist es kein Problem, Spekulation mit Nahrungsmitteln sofort zu unterbinden, die Produktion und Verteilung nach den wirklichen Bedürfnissen der Menschen in allen Ländern bei sorgsamem Umgang mit der Natur zu organisieren. Dafür haben die ersten sozialistischen Länder bereits hervorragende Erfahrungen gesammelt. Das sozialistische Russland war bis zur Oktoberrevolution 1917 das Armenhaus Europas. Der Hunger war in den 1920er Jahren Vergangenheit. Nicht nur das. Bereits kurz nach der Oktoberrevolution wurde eine einzigartige Sammlung von Samen hunderttausender Nutz- und Kulturpflanzen in Leningrad angelegt. Sie wurde die Basis für eine Züchtung neuer ertragreicher, frost- und schädlingsresistenter Getreide- und Gemüsearten. Unter Putin sollte diese wissenschaftliche Einrichtung aufgelöst werden, weil die Einführung von Samen und die genmanipulative Züchtung profitabler ist.

In Russland wurde bereits Anfang der 1920er Jahre mit der Aufforstung riesiger Waldstreifen begonnen, um zu verhindern, dass die kalten aus Asien kommenden Winterstürme die Erdkrume und Saaten wegwehen. Zur Pflege des Waldes und Verhinderung von Bränden wurden systematisch Kontrollstationen eingerichtet. Diese Arbeitsplätze wurden beseitigt, was mit ein Grund für die verheerende Ausbreitung von Waldbränden im heißen Sommer 2011 war.

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