Presselüge: Medizinmann an Marikana-Massaker schuld?

Medienberichte in Südafrika verbreiten die Meldung, dass angeblich einige streikende Lonmin-Arbeiter in der Marikana-Mine in Rustenburg geglaubt haben, sie seien durch Zauberkräfte eines Sangoma namens Nzabe geschützt und durch Polizeikugeln nicht verwundbar.
Sangoma ist die Bezeichnung für einen südafrikanischen Medizinmann, der im Leben der Völker der Zulu, Xhosa, Ndebele und Swazi traditionell eine bestimmte Rolle spielt. Die Behandlungsmethoden dieser Person basieren auf Heilkräutern, aber auch auf esoterischem Unsinn, Geister-, Zauber- und Wunderglauben. Oft bereichern sich Sangomas am naiven Glauben der Bevölkerung an höhere Wesen.
Wie in Videoaufnahmen http://www.youtube.com/watch?v=12ZdBwkp2lw) zu erkennen ist, rannten zwar einige Arbeiter furchtlos auf die Polizeieinheiten zu. Eine Untersuchung ergab allerdings, dass einem Großteil der Ermordeten in den Rücken geschossen wurde. Es ist eine Lüge, dass die Polizeikräfte in Notwehr gehandelt hätten. 
Dass es auch ganz andere Gründe für Mut – bis zum todesmutigen Einsatz – geben kann, wenn Arbeiter gegen brutale Ausbeutung und Unterdrückung für ein menschenwürdiges Leben und die Zukunft ihrer Kinder kämpfen, können sich die Schreiberlinge der bürgerlichen Skandalpresse nicht vorstellen. Inzwischen gibt es unter den Bergleuten Gerüchte, dass der Sangoma bewusst vom Unternehmen als Provokation eingesetzt worden sein könnte.
Aber selbst wenn das Werk eines Medizinmannes Einfluss hatte: Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung für das Massaker der Polizei und der Sondereinsatzkommandos. Denn die wussten über die Wirkung ihrer Kugeln, als sie gezielt mit automatischen Waffen sekundenlang in die Menge feuerten. Mit der Geschichtenerzählerei vom Medizinmann werden die Opfer zu Tätern gestempelt und die Schuldigen freigesprochen. Die Behauptung in südafrikanischen Massenmedien, dass die Polizisten „jung und unerfahren“ gewesen seien und deshalb überreagiert hätten, ist auch herbeigeholt. Gerade das Sondereinsatzkommando „Tactical Response Team“, genannt „Amaberete“, das zweifelsfrei an dem Massaker gegen die Marikana-Bergarbeiter beteiligt war, ist dafür bekannt, die Bevölkerung sadistisch zu terrorisieren. Schon allein deshalb waren die Arbeiter zu ihrem Selbstschutz mit Gambas (Macheten) und Speeren bewaffnet.

Medienberichte in Südafrika verbreiten die Meldung, dass angeblich einige streikende Lonmin-Arbeiter in der Marikana-Mine in Rustenburg geglaubt haben, sie seien durch Zauberkräfte eines Sangoma namens Nzabe geschützt und durch Polizeikugeln nicht verwundbar.
Sangoma ist die Bezeichnung für einen südafrikanischen Medizinmann, der im Leben der Völker der Zulu, Xhosa, Ndebele und Swazi traditionell eine bestimmte Rolle spielt. Die Behandlungsmethoden dieser Person basieren auf Heilkräutern, aber auch auf esoterischem Unsinn, Geister-, Zauber- und Wunderglauben. Oft bereichern sich Sangomas am naiven Glauben der Bevölkerung an höhere Wesen.
Wie in Videoaufnahmen http://www.youtube.com/watch?v=12ZdBwkp2lw) zu erkennen ist, rannten zwar einige Arbeiter furchtlos auf die Polizeieinheiten zu. Eine Untersuchung ergab allerdings, dass einem Großteil der Ermordeten in den Rücken geschossen wurde. Es ist eine Lüge, dass die Polizeikräfte in Notwehr gehandelt hätten.  
Dass es auch ganz andere Gründe für Mut – bis zum todesmutigen Einsatz – geben kann, wenn Arbeiter gegen brutale Ausbeutung und Unterdrückung für ein menschenwürdiges Leben und die Zukunft ihrer Kinder kämpfen, können sich die Schreiberlinge der bürgerlichen Skandalpresse nicht vorstellen. Inzwischen gibt es unter den Bergleuten Gerüchte, dass der Sangoma bewusst vom Unternehmen als Provokation eingesetzt worden sein könnte.
Aber selbst wenn das Werk eines Medizinmannes Einfluss hatte: Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung für das Massaker der Polizei und der Sondereinsatzkommandos. Denn die wussten über die Wirkung ihrer Kugeln, als sie gezielt mit automatischen Waffen sekundenlang in die Menge feuerten. Mit der Geschichtenerzählerei vom Medizinmann werden die Opfer zu Tätern gestempelt und die Schuldigen freigesprochen. Die Behauptung in südafrikanischen Massenmedien, dass die Polizisten „jung und unerfahren“ gewesen seien und deshalb überreagiert hätten, ist auch herbeigeholt. Gerade das Sondereinsatzkommando „Tactical Response Team“, genannt „Amaberete“, das zweifelsfrei an dem Massaker gegen die Marikana-Bergarbeiter beteiligt war, ist dafür bekannt, die Bevölkerung sadistisch zu terrorisieren. Schon allein deshalb waren die Arbeiter zu ihrem Selbstschutz mit Gambas (Macheten) und Speeren bewaffnet.

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