Das „Schreckgespenst des Antikommunismus“ verjagen

Das „Schreckgespenst des Antikommunismus“ verjagen

Veranstaltung mit Stefan Engel

Kämpferische Veranstaltung mit Stefan Engel in Truckenthal

Ein Höhepunkt der ersten Woche des Kinder- und Jugendcamps von REBELL und ROTFÜCHSEN in Truckenthal war auch in diesem Jahr das traditionelle Waldfest-Wochenende. Bevor dieses am Samstagmittag eingeläutet wurde, gab es am Freitagabend eine Veranstaltung mit dem Titel „Schreckgespenst Antikommunismus“ mit dem Vorsitzenden der MLPD.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den REBELL begann Stefan Engel mit seinen Ausführungen. Er bezeichnete den Antikommunismus als eine der „Hauptbarrieren in der Entwicklung des Klassenbewusstseins der Arbeiterklasse“ und gab einen kurzen Überblick über seine Entstehungsgeschichte. Stefan Engel betonte, dass der Antikommunismus über die Zeiten immer wieder neue Formen angenommen hat, aber immer ein wesentlicher Kern der bürgerlichen Ideologie gewesen ist.

Er ging besonders auf die rassistische und antisemitische Prägung in der antikommunistischen Hetze ein, die ihren schrecklichen Höhepunkt in der massenhaften Vernichtung von Juden und Kommunisten durch die Hitlerfaschisten fand. Hier war die Zerschlagung des Kommunismus, der sozialistischen Sowjetunion und die physische Liquidierung der revolutionären Arbeiterbewegung das Ziel.

Nach dem II. Weltkrieg fand eine taktische Änderung seitens der Herrschenden in den USA statt. Der zunächst geduldeten „Uncle Joe“-Bewegung im Land, deren Kern die Unterstützung für Josef Stalin gewesen war, folgte die fanatische Kommunistenjagd von Senator McCarthy, um die Sympathien für den Kommunismus im eigenen Land zu zerschlagen.

Im Folgenden ging Stefan Engel auf das Verbot der FDJ und der KPD in Westdeutschland in den 1950er Jahren ein. Eine Folge des KPD-Verbots ist, dass Organisationen, die mit der MLPD zusammenarbeiten und in denen Marxisten-Leninisten mitarbeiten, öffentlich geächtet werden. So darf zum Beispiel der REBELL nicht Mitglied im Deutschen Jugendring werden. „Der REBELL könnte zur Förderung dieses Zeltlagers jedes Jahr Fördergelder beantragen. Das alles wird dem Jugendverband bis heute noch verwehrt. Kurz und schmerzlos: Der Antikommunismus ist nicht nur Hetze, sondern er ist aktive Leitpolitik der politischen Unterdrückung von Marxisten-Leninisten in Deutschland bis zum heutigen Tag.“

Dabei ging Stefan Engel auch auf die Klage der MLPD gegen den Schöningh-Verlag und die Autoren des Buchs „Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?“, Dr. Harald Bergsdorf und Rudolf van Hüllen ein. Bei diesem erfrischend polemischen Vortrag erfuhr das Publikum, dass sie auf der Veranstaltung einer „Sekte“ gelandet seien, die bei jedem von ihnen „Kontrollbesuche“ zu Hause mache, „Gehirnwäschen“ mit ihnen durchführe, regelmäßig „Säuberungskampagnen“ unternehme und sie dann als „leere Hülle“ zurück lasse. Vom „Personenkult um den Vorsitzenden“ ganz abgesehen.

Mit klaren Argumenten und geistreichem Witz entlarvte Stefan Engel diese böswilligen Lügen und hatte das Publikum dabei ganz auf seiner Seite. „Der Kern des Antikommunismus ist eine zutiefst undemokratische, zum Teil faschistoide Ideologie, mit der man uns begegnet. Deshalb ist er auch so schwach. Die Herrschenden können nicht überall in der Welt herumreisen und dort von ,Freiheit‘ und ,Demokratie‘ reden und sich dann im eigenen Land an nichts davon halten. Dem muss man Einhalt gebieten. Deshalb wollen wir, dass die Diskussion um den Antikommunismus geführt wird“, so Stefan Engel.

In der anschließenden Diskussion wurde die Priorität des Kampfs gegen den Antikommunismus noch einmal deutlich thematisiert. So ging der Geschäftsführer der Ferienanlage „Im Waldgrund“, Johannes Rupprecht, auf die finanziellen Blockaden ein, die dem Ausbau der Anlage seitens der Herrschenden auf Grundlage des modernen Antikommunismus in den Weg gelegt werden. Viele Mitdiskutanten erzählten von Auswirkungen dieser Hetze auf ihr eigenes Leben. Die Veranstaltung klang aufgrund der engagierten Beteiligung aller Mitwirkenden erst spät am Abend aus.

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