Enthüllungen zum AIDS-Ursprung – alles andere als „Verschwörungstheorie“

Enthüllungen zum AIDS-Ursprung – alles andere als „Verschwörungstheorie“

Christoph Klug

Offener Brief von Christoph Klug an „spiegel-online“

Auf „spiegel-online“ erschien am 21. Juni ein Artikel von Johanna Lutteroth, der – wieder einmal – den wissenschaftlichen Nachweis über den Ursprung von AIDS in einem US-Geheimdienstlabor als Propagandalüge des früheren sowjetischen Geheimdienstes abtat. Wir dokumentieren Auszüge aus einem offenen Brief von Christoph Klug, Mitautor des Buchs „AIDS – die Spur führt ins Pentagon“, an die Redaktion von „spiegel-online“.

In dem Artikel von Johanna Lutteroth möchten Sie die These, dass HIV nicht aus Afrika stammt, sondern im Auftrag des Pentagon hergestellt worden ist, in das Reich der KGB-Propaganda und Verschwörungstheoretiker verbannen. …

Ihr Beitrag macht deutlich, wie sehr die „AIDS-aus-Afrika-Theorie“ auf wissenschaftlich extrem schwachen Beinen steht. Natürlich wird die Ausarbeitung von Jakob Segal über den künstlichen Ursprung von HIV-I als eine missglückte Biowaffe von nahezu allen Geheimdiensten heftig bekämpft, aber dadurch wird sie doch nicht widerlegt! …

Werfen Sie einen Blick auf die in unserer Arbeit verwendeten Quellen, so sehen Sie, dass für die Ausarbeitung zum künstlichen Ursprung des HIV über 5.000 Forschungsarbeiten aus ausschließlich anerkannten Fachzeitschriften verarbeitet worden sind. …

Als AIDS erstmals auftrat, waren führende Kreise von US-Wissenschaftlern um Robert Gallo seltsam aufgeregt. … Die Gruppe wollte damals zunächst eine Homosexuellenkrankheit daraus machen und hierzu den Ursprung mit aller Macht nach Haiti verlegen. Aber das war unhaltbar und so wählten sie – wieder in eklatantem Widerspruch zu wissenschaftlichen Daten – als HIV-Quelle Zentralafrika. Aber wie sollte das vermittelt werden? Denn es gab weltweit zahlreiche Wissenschaftler, die gegen die AIDS-aus-Afrika-Legende ihre Stimme erhoben – auf der Pariser AIDS-Konferenz von 1986 gab es allein sechs Beiträge dazu. Und dann legte die WHO eine epidemiologische Statistik über die AIDS-Epidemiologie vor, in der sie die USA als den Ursprungsort der HIV-Seuche ausgewiesen hat. Diesem WHO-Bericht zufolge gelangte das HIV erst 1983 nach Afrika, also zwei Jahre nach dem erstmaligen Auftreten in den USA – unter anderem über Touristen. …

Es sind geradezu abstrus-abenteuerliche Beweise, die der Öffentlichkeit seit 25 Jahren immer wieder präsentiert werden. Gestützt auf eine einzige (!) positive afrikanische Serumprobe von 1956 – und diese war noch unbekannter Herkunft (!) – wird inzwischen „streng mathematisch“ nachgewiesen, dass HIV schon Jahrzehnte – oder auch Jahrhunderte – in Afrika endemisch vorhanden gewesen sein soll. Dieser Legende zufolge soll das HIV dann immer wieder ausgebrochen und ganze Dörfer komplett ohne Überlebende ausgerottet haben – sodass aus diesem Grund die Nachwelt davon keine Kenntnis hat.

… Wir haben die Afrikatheorie im Namen zahlreicher Wissenschaftler und AIDS-Aktivisten als unhaltbar kritisiert. Auch afrikanische Wissenschaftler – wie die Friedensnobelpreisträgerin und habilitierte Veterinärmedizinerin Wangari Mattai – haben dem widersprochen. Langjährig in Afrika tätige Ärzte aus der Zeit des britischen oder französischen Kolonialismus haben in den 1960er oder 1970er Jahren niemals auch nur einen einzigen AIDS-Fall zu Gesicht bekommen. …

Die Forschung und Herstellung biologischer Massenvernichtungswaffen kann man weder damals noch heute in das Reich von Verschwörungstheorien verweisen. Sie ist leider keine Fiktion und keine Verschwörung, sondern auch heute noch eine die Menschheit bedrohende Realität.

Erlauben Sie mir eine Anmerkung zur Rolle der Geheimdienste. Selbstverständlich versuchten KGB und auch die STASI in der Zeit des kalten Kriegs das Thema zum eigenen Vorteil auszuschlachten – so lange, bis sich Gorbatschow im November 1985 in Genf auf einen Deal mit dem US-Präsidenten einließ. Von da an erhielt J. Segal in der UdSSR und der DDR Publikationsverbot. Seltsamerweise taucht in Ihrer Recherche der CIA gar nicht auf, der doch von Anfang äußerst aktiv in diese Sache involviert war. Unbegreiflich ist mir jedenfalls, wie Sie überhaupt Geheimdienste wie den KGB und die STASI zu Kronzeugen in der Ursprungsfrage des HIV machen können.

Als Mitautor des Buchs von J. Segal möchte ich Sie auffordern, in dieser Debatte nicht mehr länger die fragwürdigen und inkompetenten Geheimdienstagenten zu Wort kommen zu lassen, sondern sich mit unseren wissenschaftlichen Fakten und Argumenten zu befassen.

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