Stimmung und Feierlaune beim 9. „Horster Mitte“-Fest

Das Sommerfest der Mieter des Dienstleistungszentrums Horster Mitte in Gelsenkirchen ist mittlerweile eine feste Einrichtung im Veranstaltungskalender des Stadtteils und aus dem Sommer im Norden der „Stadt der tausend Feuer“ nicht mehr wegzudenken. Dieses Jahr, am 30. Juni, fand es zum neunten Mal statt und zog mit vielen Ständen, einem bunten Programm und echten Zukunftsperspektiven zirka 1.500 Besucher an.

Neu war im Stadtteil in diesem Jahr ein weiteres Fest: Ein türkisch-stämmiger Horster hatte die Initiative ergriffen für ein Fest der internationalen Freundschaft zur gleichen Zeit.  Das hätte sich hervorragend ergänzt, zumal in der Horster Mitte immer internationalistisch gefeiert wird, und so machten die Mieter der Horster Mitte den Vorschlag, beide Feste zu koordinieren. Damit allerdings hatten sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht: denn zwischenzeitlich hatte Gelsenkirchens Oberbürgermeister Baranowski (SPD) die Schirmherrschaft über das internationale Freundschaftsfest übernommen – und rein zufällig begann zeitgleich die antikommunistische Ausgrenzung bis hin zum Versuch, die Beschallungserlaubnis für das „Horster Mitte“-Fest auf 21 Uhr zu begrenzen. Dabei läuft zu diesem Zeitpunkt die Tanzfreude gerade zur Hochform auf! Es blieb nur noch der Antrag beim Verwaltungsgericht – und, wie es in einer Presseerklärung der MLPD vom 27. 6. heißt: „Da die Landesimmissionsschutzgesetze nun einmal keine antikommunistischen Sonderregeln enthalten, wurde dem Antrag … in vollem Umfang zugestimmt.“ Auch der Versuch der Isolierung des „Horster Mitte“-Festes scheiterte: Zwischen beiden Festen fand an diesem wunderschön sonnigen Tag ein reger Publikumsverkehr statt!
Die Stände vor der Horster Mitte boten eine große Bandbreite von Aktivitäten und Informationen: von internationalen Spezialitäten, Infos über den Widerstand im Iran, Rotfuchsbäckerei, Popcorn-Maschine bei Kumpel für AUF, Hobby-Uhrmacher bis hin zum Weinstand von People to People reichte das Angebot.
Auch Zukunftsperspektiven für die natürliche Umwelt und die Perspektive des echten Sozialismus hatte das Fest zu bieten. Etwa 30 interessierte Besucher nahmen an einer hochinteressanten Vorstellung des Vermögensverwaltungsvereins (VVV) über das Projekt der energetischen Sanierung der Horster Mitte teil. Mit der in Planung befindlichen Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude wird die Horster Mitte in Gelsenkirchen auch ein umweltpolitisches Zeichen für erneuerbare Energien setzen. Das sachkundige Publikum brachte viele anregende Ideen ein. Erste Interessierte als „Solarinvestoren“ für die Gründung einer Genossenschaft bzw. Beteiligung an einer Subbotnik-Bewegung zu den erforderlichen Bauarbeiten und das ganze „Drumherum“ haben sich gemeldet.

Zukunftsperspektive echter Sozialismus
Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD, beantwortete in einem sprühenden Vortrag vor zirka 300 Besucherinnen und Besuchern des Horster Mitte-Festes die Frage „Warum und mit welchem Ziel kandidiert die MLPD bei der Bundestagswahl 2013?“ In einer Situation, in der der Kapitalismus immer offensichtlicher mit seinen Krisen nicht mehr fertig wird und immer mehr Menschen nach Alternativen suchen, will die MLPD im Wahlkampf über ihre gesellschaftliche Perspektive des echten Sozialismus diskutieren und vor allem mobilisieren, selbst aktiv zu werden. Die MLPD schlägt befreundeten Organisationen von Migranten, aus der Jugend-, Frauen- oder Montagsdemonstrationsbewegung vor, mit Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste der MLPD zu kandidieren.
Natürlich verändern Wahlen nicht die Welt, aber die MLPD wird die Politisierung im Wahlkampf nutzen. Unter der Losung „MLPD – die radikale, revolutionäre Linke in Deutschland“ können sich hier die kämpferischen und revolutionären Kräfte bündeln – auch Kräfte, die vom Parlamentarismus der Linkspartei desillusioniert sind, sind herzlich eingeladen. „Uns geht es nicht um Pöstchen – wir werden unseren Wahlkampf voll in den Dienst der Kämpfe der Arbeiter- und Volksbewegung stellen. Unsere Grundlinie ist die Selbstbefreiung der Menschen!“ Donnernden Applaus gab es, als Stefan Engel zum Schluss betonte: „Unser Wahlkampf wird davon geprägt sein, dem herrschenden Antikommunismus die Stirn zu bieten! Was soll daran verbrecherisch sein, wenn wir für die Abschaffung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen eintreten? Ich bin stolz, Marxist-Leninist zu sein!“  

Highlight Kinderfest
Am Platz vor dem Jugendzentrum CHE hatten der Jugendverband REBELL und die Kinderorganisation ROTFÜCHSE ein buntes Jugend- und Kinderprogramm organisiert. Das Kinderfest mit seinen stündlich wechselnden Angeboten war ein gut besuchtes Highlight der Veranstaltung, bei dem sich die Kids bei Fußball, Basketball bis hin zum Kampfsport austoben konnten.
Der Tag hatte noch weitere tolle Aktionen zu bieten. Unter anderem wurde eine Direktschaltung zu den seit über 250 Tagen im Streik befindlichen Stahlarbeitern von Aspropirgos/Griechenland organisiert. Schließlich klang der Abend mit heißen Rhythmen der Band „Infrarot“ aus, die die Tänzer noch bis spät in die Nacht begleitete.

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