Opel – Detroit weicht vorerst vor offener Konfrontation zurück

Auf der jährlichen Aktionärsversammlung wich GM-Chef Dan Akerson jeder Frage nach der Zukunft des Opel-Werkes in Bochum aus. Darauf angesprochen tat er geradzu ahnunglos. Das müsse erst im Rahmen eines „Gesamtkonzepts“ geklärt werden. GM wolle sich auf drei Schwerpunkte konzentrieren: Mit einer Investition in neue Modelle (Mocca) soll eine Marktoffensive gestartet werden. Die Zusammenlegung mit PSA soll „Synergieeffekte“ bringen. Das bedeutet die Vernichtung von Arbeitsplätzen bei PSA und Opel. Und in Europa soll unter dem Vorwand des „Schuldenabbaus“ bei der Opel-Tochter eine „umfassende Sanierung“ durchgesetzt werden. An der Entscheidung, den Astra künftig in zwei statt drei Werken im Dreischichtbetrieb zu produzieren, wolle man festhalten.

Heute erklärte das Betriebsratsbüro der Liste „Offensiv“ dazu gegenüber der „Roten Fahne“:
„Wir haben damit eigentlich gerechnet. Wie wir ist die Mehrheit der Opelaner überzeugt:
„Die haben ihr Konzept in der Schublade!“ Aber GM/Opel spielt weiter auf Zeit und weicht vor einer offenen Konfrontation mit uns Opelanern zurück. Allerdings ist jetzt besondere Wachsamkeit geboten.
Denn sie werden jetzt versuchen, ihren Plan mit vielen einzelnen Schritten durchzusetzen.
Deshalb gilt es, nicht abzuwarten. Heute früh haben 20 Vertrauensleute von der Wagenendfertigung die Initiative ergriffen und einen offenen Brief an Betriebsrat, Vertrauenskörperleitung und Jugendvertretung geschrieben. Darin fordern sie auf, dass wir alle mit der IG Metall den 28. Juni zu einem Aktionstag für den Kampf um jeden Arbeitsplatz  machen.“

Wie ein Korrespondent aus Bochum mitteilte, entwickelt sich die Unterschriftensammlung um das „Zukunftsprogramm …“ derzeit  sehr erfolgreich. Am Sonntag, den 10. 6., wurden bei einem von Organisationen aus dem Stadtteil organisierten Straßenfest in Langendreer 240 Unterschriften gesammelt. Dort hatten die MLPD und das kürzlich gegründete Frauenkomitee Basta – von Opelanerinnen und Frauen von Opelanern Stände aufgebaut. Der Korrespondent: „Die Empörung über Opel/GM ist einhellig. Viele andere Stände übernahmen die Unterschriftensammlung.“

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