„Die verbindliche Zusammenarbeit ist sehr gut und wichtig …“

Interview mit Anatoli aus der Ukraine vom „Komittee zur Hilfe der Arbeiterbewegung“

Woher kommst du? Und mit welchen Problemen habt ihr in euren Betrieben zu tun?

Ich komme von der Halbinsel Krim. Unser Hauptproblem ist, dass das Klassenbewusstsein unserer Arbeiter nur noch in Keimform vorhanden ist. Es gibt Hunderte von Parteien in der Ukraine und viele halten sich für links. Die meisten sind aber vom Kapital und vom Staat ausgehalten. In diesem ganzen Wust ist es für die Arbeiter sehr schwierig, einen richtigen Kurs zu finden und die eigenen Interessen zu verteidigen.

Wie trägt der Internationale Automobilarbeiterratschlag dazu bei, diese Probleme zu überwinden?

Das fängt damit an, dass ich mir schon auf der Herfahrt überlegt habe, wie ich mich mit den verschiedenen Betriebskomitees zusammensetzen werde und die Erfahrungen und Beschlüsse weitergeben kann. Ich bin Organisator des „Komitees zur Hilfe der Arbeiterbewegung“. Wir haben  bisher nur wenige hundert Mitglieder. Da haben sich vor allem junge Arbeiter organisiert, um ihre Interessen zu verteidigen. Aber auch junge Journalisten, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen. Sie spüren: Man muss sich selbst verteidigen, es hilft dir sonst niemand. Ich bin der älteste in der Gruppe und bin fast 15 Jahre älter als die anderen.

Wie wirst du als erfahrener Kollege jetzt deinen jungen Kollegen die Bedeutung der internationalen Solidarität vermitteln?

Ich bin ein Marxist und ich wirke auf die Arbeiter insgesamt in diesem Sinne ein. Ich bin auch beeindruckt von den Ausarbeitungen von Stefan Engel, von der Anwendung der dialektischen Methode dabei. Durch meine Teilnahme am Automobilarbeiterratschlag will ich die Bedeutung der Schaffung der internationalen Arbeitereinheit meinen jungen Kollegen näher bringen.

Wie beurteilst du das Ergebnis und den Verlauf des Ratschlags?

Ich habe bisher an solch einer Konferenz noch nie teilgenommen und bin tief beeindruckt. Ich sehe sehr viele verschiedene Delegationen und auch sehr große Unterschiede,  auch innerhalb verschiedener Delegationen. Aber alle versuchen, eine gemeinsame Grundlage zu finden, um die gemeinsame Sache voranzubringen.

Die verbindliche Zusammenarbeit, was meinst du dazu?

Das ist sehr gut und wichtig, auch wenn ich noch nicht so richtig mitarbeiten kann. Wir müssen uns nun den Kopf zerbrechen, wie das weiter entwickelt und organisiert werden kann.

Vielen Dank für das Gespräch.

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