Aus kleinen Projekten wird Großes

Aus kleinen Projekten wird Großes

Außenbewirtschaftung der Gaststätte „Schacht III“ im Arbeiterbildungszentrum Gelsenkirchen – rf-foto

Die „Mega-Leistung“ der Subbotniks in der MLPD

Die MLPD fördert und unterstützt in ihrer gesamten Kleinarbeit das ehrenamtliche Engagement für Ausbau, Betrieb und Service in den von ihr mitbenutzen Einrichtungen und Häusern.

Seit Mitte Januar werden im Arbeiterbildungszentrum (ABZ) Gelsenkirchen die Sanitärräume im Untergeschoss komplett renoviert und modernisiert, um die Bedingungen für Unterkunft und Hotelgäste und Teilnehmer am Bildungsprogramm des ABZ im „Schacht III“ zu verbessern. Im ABZ Stuttgart haben eine Reihe von „Unterstützern“ den Betrieb des Hauses zu ihrer Sache erklärt. Im Ferien- und Freizeitzentrum Truckenthal sind immer wieder Freunde und Unterstützer wochenweise anzutreffen, um die Anlage weiter auszubauen oder den Service mit zu organisieren. Im Berliner Gästehaus des Vermögensverwaltungsvereins der MLPD wurden in den letzten Monaten mehrere Gästezimmer mit moderner Einrichtung sehr schön ausgebaut, um Berlin-Besuchern günstige Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten.
Die MLPD nennt solche Einsätze „Subbotniks“, von denen Lenin begeistert schrieb: „Die kommunistischen ,Subbotniks‘ sind gerade deshalb von gewaltiger historischer Bedeutung, weil sie uns die bewusste und freiwillige Initiative der Arbeiter bei der Entwicklung der Arbeitsproduktivität, beim Übergang zu einer neuen Arbeitsdisziplin, bei der Schaffung sozialistischer Wirtschafts- und Lebensbedingungen zeigen.“ („Die große Initiative“, Lenin, Werke, Bd. 29, S. 413)
Heute bekommen diese Subbotniks ihre Bedeutung hauptsächlich darin, dass gezielt das sozialistische Bewusstsein entwickelt, gefördert und gefestigt wird, nicht für Ausbeuter, sondern für die selbst genutzten Bildungs- und Freizeiteinrichtungen zu arbeiten und gemeinsam den Kampf für den Sozialismus voranzubringen. Lebendig bringt dies Kai, Rentner aus Düsseldorf, 67 Jahre alt, ehemaliger Architekt, zum Ausdruck, der diese Woche im ABZ Gelsenkirchen arbeitet: „Ich habe neulich mit einem Jugendlichen aus der Occupy-Bewegung diskutiert, der wusste nichts anzufangen mit dem Begriff ,Subbotnik‘. Ich habe ihm dann nach unserem Gespräch geschrieben, dass im Sozialismus im Unterschied zu heute nicht mehr die Steigerung der Ausbeutung, sondern der freiwillige und bewusste Einsatz für die gesamte Gesellschaft hauptsächliche Triebkraft für die Höherentwicklung der Arbeitsproduktivität sein wird. In unserer Gesellschaft wird viel ehrenamtliche Arbeit gemacht, das wird vielfach ausgenutzt. Mein Einsatz hier auf der Baustelle ist ein Beitrag für den echten Sozialismus, sozusagen ein Beitrag als Schule für eine sozialistische und solidarische Arbeit.“  
Lernen für eine gesellschaftliche Zukunft im Sozialismus ist es nicht allein, was die Subbotniks ausmachen. Die eigenen fachlichen und kulturellen Erfahrungen einzubringen und zugleich zu erhöhen, gehört ebenfalls dazu. Helmut, Rentner aus Gelsenkirchen, 72 Jahre alt, von Beruf Bau-und Möbelschreiner und zugleich unermüdlicher Aktivist beim Ausbau im ABZ: „,Wer ruht, der rostet.‘ Die Arbeit hält einen in Schwung, die alten Knochen müssen beweglich bleiben. Hier werden auch Fachkräfte gebraucht für Spezialarbeiten (Wasserrohre verlegen, Gipskartonarbeiten, Fenster einsetzen). Es kommt auf das Verhältnis zwischen Fachkräften und Helfern an – jeder kann da was vom anderen lernen …“
Als Ende Januar ein „Rote- Fahne“-Artikel des Bauteams nicht sofort veröffentlicht wurde, kam von ihnen prompt die Kritik: „Wir vom VVV-Bauteam stellen uns die Frage, wie hoch die Redaktion der ,Roten Fahne‘ die Leistung der Helfer und den Gedanken des Subbotnik einschätzt und was sie zur Motivation beitragen kann. In einer Zeitung, in der Arbeiter von Opel, Mannesmann, Ford, ThyssenKrupp und viele andere ihren Platz haben, sollte man nicht die Arbeiter aus der eigenen Partei und ihre Leistung geringschätzen.“ Recht haben sie, weil es eben nicht nur darum geht, dass die konkrete Arbeit erledigt wird – was sicherlich auch sein muss, sondern weil auf „Subbotniks“ bei der Entwicklung und Festigung des sozialistischen Bewusstseins nicht verzichtet werden kann.

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