Warum ich dieses Buch lese

Ingrid H., Arbeiterin aus Esslingen, schrieb uns zu der Frage, warum sie das Buch „Morgenröte der internationalen Revolution“ liest: In den bürgerlichen Massenmedien bekommt man bestenfalls einige Einzelheiten über die Neuorganisation der internationalen Produktion zu hören und zu lesen. Und häufig sind diese Einzelheiten so aus dem Zusammenhang gerissen, dass sie kaum noch verständlich sind oder den Gedanken an eine Ausweglosigkeit aus dem weltweiten System von Ausbeutung aufkommen lassen können. Auf jeden Fall soll sich immer wieder der Gedanke durchsetzen, die Völker seien der scheinbaren Übermacht der internationalen Monopole schutzlos ausgeliefert.

Ganz anders geht da das Buch von Stefan Engel „Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution“ vor. Es hat mir einerseits zusammenfassend gezeigt, wie die internationale Produktion funktioniert. Andererseits wurde mir klar, dass der Kapitalismus längst schon in eine Phase der Fäulnis übergegangen ist und immer stärker Destruktivkräfte freisetzt, die das Überleben der gesamten Menschheit in Frage stellen.

Große Sorge wegen der Klimakatastrophe und Überlegungen über den eigenen Beitrag zur Rettung der Umwelt
So mache ich mir wegen der Klimakatastrophe große Sorgen um das Überleben künftiger Generationen. Für besonders wichtig halte ich in diesem Zusammenhang das Kapitel II.3 „Die Bedrohung der Menschheit durch die globale Umweltkatastrophe“ mit seiner grundlegenden Aussage, dass die weltweite Überakkumulation des Kapitals zu einer systematischen Zerstörung der lebensnotwendigen Einheit von Mensch und Natur geführt hat. Ich begrüße den Aufbau überparteilicher internationaler Zusammenschlüsse zum Schutz der natürlichen Umwelt. Besonders wichtig sind mir dabei die weltanschauliche Offenheit und die finanzielle Unabhängigkeit dieser Organisationen. Und ich überlege mir meine eigene Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung künftiger Umweltratschläge.
Schon bevor ich das Buch gelesen hatte, war mir klar, dass die künftige sozialistische Revolution internationalen Charakter haben muss. Zunächst einmal machte mir die Lektüre des Buchs noch einmal die wachsende Macht der 500 größten internationalen Übermonopole über die weltweite Produktion, Verkehr und Handel deutlich. Besonders wichtig war für mich in diesem Zusammenhang die zunehmende weltweite Armut und Verelendung, während die Übermonopole die Ausbeutung und Unterdrückung weltweit noch steigern müssen, um die eigene Stellung auf dem Weltmarkt zu verteidigen und noch auszubauen.

Ein internationales Industrieproletariat ist entstanden
Dabei sind für mich die Entstehung eines internationalen Arbeitsmarkts und die wachsende internationale Angleichung der Arbeitsbedingungen von Bedeutung. Auch dadurch ist für das weltweit herrschende Finanzkapital ein einheitlicher Gegner herangewachsen. Die Bedingungen für den weltweiten Kampf um die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung verbessern sich durch die internationale Produktion entscheidend. Ich halte es für richtig, was in diesem Buch über das Wechselverhältnis von nationalen und internationalen Kämpfen zu lesen ist: „Zugleich gibt es heute viel unmittelbarere Zusammenhänge zwischen dem Klassenkampf in den einzelnen Ländern, die Schlussfolgerungen für die Strategie und Taktik nach sich ziehen. Wir haben diese Aufgabe als internationale Koordinierung und Revolutionierung der Kämpfe bezeichnet … Allein dieser Begriff drückt aus, dass es nicht darum gehen kann, die nationale Form des Klassenkampfs völlig durch eine internationale Form zu ersetzen.“ (S. 146/147)   

Weltweite Koordinierung und Revolutionierung der Kämpfe erfordert weltweite Organisation
Diese Koordination und Revolutionierung nationaler und internationaler Kämpfe braucht eine weltweite Zusammenarbeit revolutionärer Parteien und Organisationen. Auf keinen Fall kann sich eine solche Organisation in antiimperialistischen Aktionen und im Kampf um Tagesforderungen erschöpfen. Immer muss sie den Kampf für die Ziele der internationalen sozialistischen Revolution im Auge behalten. Zur Gründung der ICOR (International Coordination of Revolutionary Parties and Organizations) heißt es im Buch: „Die Zeit ist heute reif, einen bedeutenden Schritt vorwärts zu einer dauerhaften organisierten Zusammenarbeit der revolutionären Arbeiterbewegung zu tun … Es darf nicht noch einmal passieren, dass revolutionäre Kräfte, revolutionäre Aufstände und heldenhafte Befeiungskämpfe aufgrund ihrer nationalen Isoliertheit, der mangelnden internationalen Solidarität und der internationalen Konterrevolution erstickt werden können …“ (S. 599/600)
Ich unterstütze die revolutionären Ziele der ICOR von ganzem Herzen und halte es für richtig, dass bestehende ideologische Differenzen innerhalb der ICOR nicht durch Mehrheitsbeschlüsse ausgeräumt werden können. Ich halte es für richtig, wenn die ICOR sich schrittweise über die gemeinsame Praxis und die gemeinsame ideologische Diskussion vereinheitlicht.
Ich werde mich an der Spendenkampagne für die ICOR aktiv beteiligen.

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