Der Schutz der Natur und rote Fahnen

Der Schutz der Natur und rote Fahnen

Verlassener Ort in der Todeszone von Tschernobyl, foto: Olpixel

Der Kampftag zur Rettung der natürlichen Umwelt in der Ukraine

Am 3. Dezember war Weltklimatag. Er war zugleich der Tag, für den sich die Parteien der Internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien  und Organisationen (ICOR) zur Organisierung eines Kampftages zur Rettung der natürlichen Umwelt verpflichtet haben. Er wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal begangen. Die „Rote Fahne“ erhielt einen Bericht aus der Ukraine vom  „Koordinationsrat der Arbeiterbewegung der Ukraine“ (KSRD). In der Ukraine befindet sich Tschernobyl, dessen im Jahr 1981 explodierter Reaktor noch heute ein Mahnmal für die verbrecherische Atompolitik der Herrschenden ist. Wir bringen einen Auszug aus dem Bericht der Genossen:

Im Jahr 2010 hat die Hauptstadtorganisation des KSRD an diesem Tag Veranstaltungen durchgeführt, und zwar einen sehr dynamischen Informationsstand, an dem es zahlreiche Auseinandersetzungen mit den Kiewern gab, die großes Interesse zeigten. Er fand unter der Flagge der Organisation an einem großen Verkehrsknotenpunkt statt; anschließend wurde in einer Diskussionsrunde ein Dokumentarfilm über das traurige Unglück von Bhophal gezeigt. Lebhaft und aktiv wurden dort mit Fotomaterial illustrierte Beiträge von Augenzeugen der jetzigen Situation beim AKW Tschernobyl diskutiert; ebenso über das Leben in dem Metallurgiezentrum Mariupol, einem ökologischen Unglückszentrum; über den Missbrauch der weltweiten landwirtschaftlichen Konzerne; diskutiert wurde auch über das dank der Chruschtschow/Breschnew-Propaganda vergessene Stalin’sche große Umweltprogramm und anderes.  

Lebhafte und aktive Diskussionen
In diesem Jahr führte der KSRD in der Hauptstadt bereits zweitägige Veranstaltungen zum internationalen Kampftag der Werktätigen zur Rettung der Umwelt durch. Natürlich in erster Linie Infostände in verschiedenen Teilen Kiews, bei denen trotz kaltem Winterwetter sehr positive, zustimmende Diskussionen entstanden und neue, perspektivisch wichtige Bekanntschaften geschlossen wurden. Besonders bezeichnend sind zwei Sachen:

Es gab kaum weggeworfene Flugblätter
Erstens: Anfangs lehnten die Kiewer massenhaft ab, die Flugblätter zu nehmen, da sie fürchteten, dass es „wieder für Timoschenko“ sei. Aber sobald sie erkannten, dass das Flugblatt ökologische Probleme behandelt, baten sie interessiert um ein Exemplar. Zweitens: Eine beachtliche Zahl von Passanten, die das Flugblatt las, kam noch einmal zurück, um dafür zu danken. Es gab kaum weggeworfene Flugblätter, sie wurden von selbst aufgehoben.

Bei der Diskussionsrunde gab es wie gewohnt mit viel Fotomaterial illustrierte Beiträge. Die Vortragenden berichteten von den spezifischen Umweltproblemen in verschiedenen Regionen der Ukraine, z. B. über die Verschmutzung von Böden und Grundwasser durch Pestizide in landwirtschaftlichen Regionen, über die schwere Situation in großen Industriezentren wie Krivoj Rog, Mariupol, den Städten des zentralen Dnjepr-Gebiets, von den brennenden Halden im Don-Kohlebecken. Allein im Gebiet Lugansk brennen 70 Halden, sie vergiften mit ihren Schadstoffen die Luft der umliegenden Bergarbeiterstädte und -dörfer. Doch die Direktoren und Besitzer der Kohleschächte beeilen sich keineswegs, die Halden zu löschen, ganz zu schweigen von einer Rekultivierung; sie ignorieren die verzagten Petitionen der Ökologen.

Lebendige Berichte vom Umweltkampf in anderen Ländern
Es wurde darüber berichtet, wie in anderen Ländern, unter anderem in Deutschland, Indien und Italien Marxisten-Leninisten die Massen für den Umweltkampf organisieren. In Italien nahmen die „Komitees für die Unterstützung des Widerstands – für den Kommunismus“ (CARC) an kämpferischen Protestaktionen mit vielen tausend Menschen gegen den Bau einer Deponie auf dem Gelände eines Nationalparks in Terzinia teil, einer Vorstadt von Neapel; in dem seit geraumer Zeit von Indonesien besetzten West-Papua, wo als Folge des Raubbaus am riesigen Gold- und Kupferbergwerk Grasberg durch amerikanische, britische und australische Kapitalisten Wasser und Boden auf Tausenden Hektar vergiftet sind. Vergleichbar den westlichen, führen sich die chinesischen Kapitalisten in Peru und Sambia auf, und die Werktätigen erheben sich zum Kampf gegen sie.
Schweizerische, angloamerikanische und chinesische Gesellschaften zerstören und versauen viele unterentwickelte Länder buchstäblich, vertreiben mit Zwangsmaßnahmen ganze Dörfer von dem ihnen lieb gewordenen Land. Die Werktätigen und Gewerkschafter, die sie daran zu hindern versuchen, terrorisieren und ermorden sie mit Hilfe der Herrschenden und deren Armee- und Polizeieinheiten, aber auch mit gemieteten Banditen aus rechten christlich-fundamentalistischen und trotzkistischen Kreisen.

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