„Wir wollen von den Erfahrungen in anderen Ländern lernen“

Interview mit einem Vertreter der Kommunistischen Partei Südafrikas (Marxisten-Leninisten) – CPSA(ML), der am 2. Internationalen Umweltratschlag teilnimmt

Welche Rolle spielt der Kampf zum Schutz der natürlichen Umwelt in eurem Land?

Wir erleben bereits dramatische Auswirkungen der heraufziehenden Klimakatastrophe in Südafrika. Dies drückt sich in massiven Wetterextremen aus – in der extremen Hitze oder Kälte. Auf der anderen Seite gibt es Gegenden in unserem Land, wo sehr lange kein Regen gefallen ist und das Vieh massenweise stirbt.
Wenn es regnet, dann gießt es in Strömen. Wie in Mosambik, dort zerstören Überschwemmungen ganze Gebiete und reißen die einfachen Häuser der Menschen mit sich.  Das sind alles auch Auswirkungen der fortschreitenden globalen Erwärmung.
Weitere Zerstörung entsteht durch die rücksichtslose Ausplünderung der Rohstoffe durch internationale Monopole auf Kosten der Natur und der dort lebenden Menschen. Ein  Beispiel dafür gibt es in Kentani in der Transkei, wo das australische Monopol Tricor titanhaltige Mineralien abbauen wollte. Titan ist ein Stoff, der unter anderem beim Flugzeugbau verwendet wird. Der vorgesehene Abbau hätte die wunderschöne Küstenlandschaft weitgehend zerstört und die Menschen von ihrem Land vertrieben.
Unter der Bevölkerung entwickelte sich der Widerstand, der sich auch durch die Versprechungen des Tricor-Konzerns, Arbeitsplätze zu schaffen, nicht beschwichtigen ließ. Der Widerstand war letztlich erfolgreich und sie konnten diese Pläne verhindern. Es gibt weitere solcher Beispiele, vor allem in der Küstenregion. In einigen Fällen schlossen sich auch Betreiber von Hotelanlagen an, da diese auch ein Interesse an der Erhaltung der wunderschönen Landschaft haben.
Insgesamt ist die Umweltbewegung in Südafrika noch schwach entwickelt und zu wenig mit der internationalen kämpferischen Umweltbewegung verbunden. Ich will deshalb auch am 2. Internationalen Umweltratschlag teilnehmen, um von den Erfahrungen in anderen Ländern zu lernen.

Vielen Dank für das Interview!

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