Die verlogene Stalin-Hetze und ihre Motive

aus Rote Fahne 04/2010

RoteFahne04_10.jpgDie diffamierende antikommunistische Gleichsetzung von Faschismus und Marxismus-Leninismus wird vor allem mit der seit Jahrzehnten betriebenen Hetze gegen Stalin begründet. Dieser sei genauso wie Hitler ein „Tyrann“ oder gar ein „psychopathisches Monster“ gewesen. Diese Hetze setzt darauf, dass sich die Leute kein eigenes sachliches Bild von Stalin und den Erfolgen wie Problemen des sozialistischen Aufbaus in der damaligen Sowjetunion machen bzw. machen können. Das Buch „Lehren aus dem sozialistischen Aufbau in der Sowjetunion“ ist hervorragend geeignet, sich eine eigene Meinung zu verschaffen. Hier eine Leseprobe zur Stellung der MLPD zu Stalin als Klassiker des Marxismus-Leninismus.

 

Von 1922 bis 1953 leitete Stalin die Politik der KPdSU(B). Vorher hatte er schon verantwortliche Aufgaben bei der Vorbereitung und Durchführung der Oktoberrevolution und im Bürgerkrieg wahrgenommen. Nach 1922 erarbeitete Stalin auch den wesentlichen Teil der theoretischen Grundlagen, die der Aufbau des Sozialismus in einem Land und die internationale kommunistische Bewegung erforderten. Sein Beitrag zur Weiterentwicklung der Theorie der internationalen Arbeiterbewegung war so bedeutend, dass er zu den Klassikern des Marxismus-Leninismus – Marx, Engels, Lenin, Stalin, Mao Tsetung – zählt.

Alle marxistischen Theoretiker, alle Führer revolutionärer Parteien wurden von Fein-

den der Arbeiterbewegung verleumdet; das traf Marx, Engels und Lenin und hörte mit Stalin und Mao Tsetung nicht auf. Eine zutreffende Beurteilung erwies sich gerade für fortschrittliche Menschen als besonders schwierig, weil Stalin am heftigsten von Revisionisten angegriffen wurde, die sich selbst „Kommunisten“ nannten. Die von Chruschtschows „Geheimrede“ auf dem XX. Parteitag der KPdSU ausgehende Hetze gegen Stalins angeblichen „Personenkult“ und „Verbrechen“ verwirrte viele Revolutionäre und Sympathisanten. Propagandisten des Kalten Kriegs griffen diese Verleumdungen begierig auf, weiteten sie aus, verallgemeinerten sie. Heute ist Anstrengung nötig, um überhaupt etwas von Stalins historischen Leistungen zu erfahren; die ihm unterschobenen Untaten erschweren eine ernsthafte Auseinandersetzung.

Die MLPD und ihre Vorläuferorganisationen verteidigten stets Stalins Verdienste beim Kampf um die internationale Revolution, beim Aufbau und bei der Verteidigung der sozialistischen Sowjetunion, bei der Weiterentwicklung der marxistisch-leninistischen Theorie. Viele Erfolge der internationalen revolutionären Arbeiterbewegung gründeten ganz wesentlich auf theoretischen und praktisch-politischen Beiträgen Stalins als Führer der KPdSU(B) und des sowjetischen Staates.

Nicht weniger notwendig war es allerdings, auch Stalins Fehler zu analysieren und aus ihnen ebenso zu lernen wie aus seinen Verdiensten. Das hat die MLPD stets getan und daran arbeitet sie weiter. Die generelle Ablehnung der Leistungen Stalins kann nur zur Ablehnung des Marxismus-Leninismus führen. Das wäre nicht nur ein Verzicht auf wertvollste Erfahrungen beim Aufbau des Sozialismus und bei der Weiterentwicklung der Theorie der Arbeiterklasse, sondern auch Verrat an der proletarischen Revolution. (S. 231–233)

Bei der Verteidigung des Sozialismus erwarb sich Stalin große Verdienste, das gilt ebenso für seinen Kampf gegen Bürokratismus und Revisionismus. Aber als oberster Führer der Partei und des Staates trug er auch Verantwortung für die schwerwiegenden Fehler, die damals passierten. Dass er es versäumte, dem ideologisch-politischen Kampf Vorrang zu geben und den Kampf der Massen gegen die Bürokratie zu organisieren, war historisch bedingt; trotzdem macht es seine entscheidenden Fehler aus.

Mao Tsetung verteidigte Stalin gegen alle Feinde des Sozialismus. Er konnte Lehren aus den Erfahrungen der Sowjetunion ziehen, entwickelte in China den Marxismus-Leninismus weiter und verwirklichte mit der Großen Proletarischen Kulturrevolution eine neue Methode, die Machtergreifung kleinbürgerlicher Bürokraten und ihre Umwandlung in eine neue Bourgeoisie zu verhindern. (S. 248/249)

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