900 Besucher bei „Proletarischer Internationalismus im 21. Jahrhundert“

Ein Höhepunkt des Pfingstjugendtreffens war die Veranstaltung „Proletarischer Internationalismus im 21. Jahrhundert“. Vertreter der internationalen revolutionären Bewegung diskutierten auf dem Podium darüber und beantworteten Fragen aus dem Publikum: Ludovico von der Partido Marxista-Leninista del Peru, Monika Gärtner-Engel von der MLPD, Halinka Augustin von der GML/Rode Morgen aus den Niederlanden, Luis Jalandoni von der NDF aus den Philippinen, Oya aus der Türkei und Adib aus Marokko.

Geleitet wurde die Diskussion von Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD, in seiner Funktion als Hauptkoordinator der ICOR („Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen“). Sie legten anhand der Erfahrungen in ihren Ländern und Kontinenten dar, warum es nicht nur notwendig ist, dass sich die revolutionären Organisationen der Welt enger zusammen schließen, sondern auch die Zeit dafür reif ist.

Der Gast aus Marokko berichtete von der explosionsartigen Ausbreitung der demokratischen Aufstandsbewegungen in Nordafrika, die bisher aber noch nicht zu einem wirklichen Wechsel des Systems geführt hat. Damit sie zu einer gesellschaftsverändernden Bewegung wird, braucht es eine Stärkung der revolutionären Kräfte. Dazu beitragen kann der internationale Erfahrungsaustausch gerade über die Notwendigkeit einer sozialistischen Perspektive.

Oya aus der Türkei hob hervor, dass durch die Internationalisierung der Produktion, der Kommunikation und des Verkehrs heute viel bessere Voraussetzungen für den internationalen Zusammenschluss vorhanden sind.

Stefan Engel betonte, dass die ICOR einem wachsenden Drang der revolutionären Kräfte, sich zusammen zu schließen, nachkommt, dass sie vor allem auf die praktische Koordinierung der revolutionären Tätigkeit bezogen ist und sich als „Dienerin“ der internationalen Vereinigung versteht.

Entsprechend wurde mit großem Beifall begrüßt, als Luis Jalandoni bekannt gab, dass die ILPS („Internationaler Bund für den Kampf der Völker“) zusammen mit der ICOR ab 1. September eine einjährige Kampagne zum aktiven Widerstand für die Stilllegung der Atomkraftwerke plant.
Monika Gärtner-Engel zog in der letzten Podiumsrunde als Fazit: „Wir gehen großen Zeiten entgegen, in denen wir voneinander lernen und miteinander kämpfen und in denen wir zu einer überlegenen Kraft werden, die die Welt verändern kann.“
Stefan Engel schloss mit der Aufforderung, sich am internationalen Klassenkampf zu beteiligen und sich dazu in den revolutionären Arbeiterparteien, in Deutschland in der MLPD, zu organisieren.

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