„Wir versuchen, das Bewusstsein über die atomare Gefahr zu erhöhen“

Interview mit Lucia Urru von „De Jongeren“, Jugendliche um die Gruppe Marxisten-Leninisten (GML) Rode Morgen in den Niederlanden

Lucia Urru aus Rotterdam ist 19 Jahre alt, studiert Physiotherapie und war eine der jüngsten Delegierten auf der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Venezuela. Die „Rote Fahne“ sprach mit ihr über den Anti-Atom-Widerstand in den Niederlanden.


Lucia: Bisher war ich noch nicht auf Demonstrationen gegen AKWs; diese sind in den Niederlanden nicht so häufig wie in Deutschland. Aber jetzt befassen wir von „De Jongeren“ uns mit dem Thema. Wir untersuchen die Situation, überlegen, was wir tun können. Insbesondere auch gegen die Pläne der Regierung, vier neue Atomreaktoren zu bauen.
Viele Menschen machen sich Sorgen. Aber die Massenmedien verharmlosen die ganze Frage. Wir versuchen, das Bewusstsein über die atomare Gefahr zu erhöhen, und müssen viel tun, um das Denken der Menschen in dieser Frage zu verändern.

Ist nicht am 16. April auch eine Demo gegen die AKWs?

Ja, in Amsterdam. Dort nehmen unsere Genossen zusammen mit den älteren Genossen von der GML Rode Morgen teil. In dieser Woche findet in Rotterdam eine Demonstration für Studentenrechte statt, gleichzeitig mit dem Streik im öffentlichen Dienst. Daran nehmen wir auch teil. Die Regierung will die Stipendien kürzen bzw. sie in Darlehen umwandeln. Wer länger als fünf Jahre studiert, soll mehr zahlen. Sie machen das Studium immer teurer.
Am 1. Mai werden wir auch zusammen mit der GML Rode Morgen aktiv. Da soll die Solidarität mit den Völkern in Nordafrika, der Widerstand gegen die Zerstörung der Umwelt und natürlich das Ziel des Sozialismus im Mittelpunkt stehen. Dabei müssen wir auch das Demonstrationsrecht durchsetzen. Letztes Jahr wollte man uns verbieten, Transparente mit Transparentstangen zu tragen!


Habt ihr vor, zum Internationalen Pfingstjugendtreffen, auf dem der Widerstand gegen die Zerstörung der Umwelt ein besonderer Schwerpunkt ist, zu kommen?

Wir wollen mit einer Reihe von Jugendlichen dahin fahren und unsere Arbeit und Schwerpunkte einbringen. Auch einen kulturellen Beitrag wollen wir leisten. Und vielleicht haben wir bis dahin sogar eine Fußballmannschaft für das Fußballturnier!
Ich möchte noch eins sagen: Wir haben vor, noch in diesem Jahr unseren Jugendverband als Jugendverband der GML Rode Morgen zu gründen.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Entschluss und viel Erfolg!

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