„Was die USA und die NATO in Libyen machen, ist ein Verbrechen“

Interview mit dem in Deutschland lebenden Palästinenser Khalid Tatour

Was ist von der Behauptung der NATO-Mächte, es gehe um den „Schutz der Zivilbevölkerung“, zu halten?

Gaddafi muss weg, das ist klar. Aber nicht mit diesen Methoden der NATO und besonders der Franzosen. Die haben ihn lange hofiert. Erst vor kurzem haben sie sein Zelt in Paris aufgestellt. Und jetzt bekämpfen sie ihn?
Was die USA und die NATO machen, ist ein Verbrechen. Gestern wurden auch zwei Nomadengebiete bombardiert. Jetzt sind Hunderttausende auf der Flucht in die Sahara. Niemand kann dort helfen.

Praktisch bauen jetzt die NATO-Staaten ihre eigene Regierung in Libyen auf.


Das ist ihre Methode und Absicht. Sobald sie jemand finden, der mit ihnen arbeitet, wird gleich „geholfen“, aber nur für ihre eigenen Zwecke und Interessen, nicht wegen der Bevölkerung. Das Öl spielt eine große Rolle. Sie greifen an – nicht zuletzt, weil die Rebellen jetzt viele Ölquellen in dem von ihnen kontrollierten Gebiet haben.

Warum hat der Vertreter der Arabischen Liga der UNO-Resolution zugestimmt?

Es stimmt, die Arabische Liga hat auch die UNO-Resolution akzeptiert. Das heißt aber nicht, dass deren Präsident Abr Musa konkret diesen Bombardierungen zustimmte. Es haben 50 Prozent der arabischen Länder dafür gestimmt. Und wer ist Abr Mussa? Er ist ein Helfer der USA, wie der Ex-Präsident Ägyptens, Mubarak, einer war. Abr Musa arbeitet nicht für die Interessen des libyschen Volkes.

Vielen Dank für das Interview!

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