Kampf gegen Faschismus weltweit – Norwegen: Angriffe auf das Büro von SOS Rassismus

Das Büro von SOS Rassismus in Haugesund (Südwest-Norwegen) wurde zum Ziel des Vandalismus. Der Aktivst und Schatzmeister Kjell Gunnar Larsen gab uns folgende Auskunft zu den Geschehnissen und dem Hintergrund.

Was ist passiert?

Als ich Montag gegen 11.30 Uhr zum Büro kam, bot sich mir ein trauriger Anblick. Drei große Fenster waren zerbrochen, Glas und Steine waren überall im Büro verstreut. Die Polizei war über die Untat bereits informiert und hat Beweise gesichert. Sie haben auch einen Glaser angefordert, der die Fenster vorläufig sicherte. Die Polizei hat allerdings keinen Kontakt zu uns aufgenommen.

Was denkst du, ist der Hintergrund, warum ausgerechnet das Büro von SOS Rassismus angegriffen wurde?

Für mich als langjährigen aktiven Antirassisten in dieser Stadt sind Vandalismus und Drohungen von Nazis kein neues Phänomen, auch wenn wir während der letzten Jahre vor solchen Angriffen sicher waren. Die Norwegische Tageszeitung Dagbladet hat allerdings die letzten zwei Jahre eine feindliche Kampagne gegen uns geführt, in welcher sie die Wahrheit verbogen und verdreht und jedem, der einen Groll gegen SOS Rassismus hegt, Platz geboten hat. Diesen Leuten wurde hier eine Plattform geboten, egal was ihre Motive oder wie fantastisch ihre Geschichten waren. (…)

Meinst du, dass das Dagbladet verantwortlich gemacht werden muss für den Angriff auf das Haugesund-Büro?

Natürlich vermute ich nicht, dass die Steine von Angestellten des Dagbladets geworfen wurden. Aber diese Kampagne gegen SOS Rassismus hatte natürlich Konsequenzen. Sie haben eine Kampagne gegen uns geführt und eine Hexenjagd entwickelt (…)

Sie haben auch großen Druck auf all unsere finanziellen Unterstützer und Politiker ausgeübt, um uns wirtschaftlich zu lähmen und viele der finanziellen Unterstützer und Politiker waren schwer anzusprechen.

Wir sind ein Wachhund gegen die unmenschliche Asylpolitik der Regierung gewesen. Wir haben den Rassismus, den sie verbreiteten, um Stimmen bei den Wahlen zu bekommen, konsequent angegriffen – unabhängig davon welche Partei es war. Mit diesem Kampf haben wir uns Gegner gemacht. All diese Faktoren zusammen haben dazu geführt, dass die zentralen Organe von SOS Rassismus jetzt zwei Jahre lang Gerichtsprozessen den Vorrang gegenüber der Arbeit gegen Rassismus und Nazismus geben mussten. (…) In ganz Norwegen sind unsere örtlichen Gruppen vielfältig aktiv. Wir stehen in der ersten Reihe der Arbeit gegen Nazis und die Abschiebung von Flüchtlingen, die der Gefahr, zurück geschickt zu werden in Folter und Verfolgung, ausgesetzt sind. Der Kampf gegen Rassismus geht weiter!

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