Der sozialistische Weg der nationalen Befreiung

Der sozialistische Weg der nationalen Befreiung

335 Seiten, 10,50 Euro, www.people-to-people.de

Die Volksaufstände und Massenproteste in den arabischen Ländern machen deutlich, dass der Kampf um soziale Verbesserungen sowie demokratische Rechte eng mit der Befreiung von jeglicher neokolonialer Unterdrückung verknüpft ist. In dem Buch „Der Neokolonialismus und die Veränderungen im nationalen Befreiungskampf“ wird untersucht, warum der sozialistische Weg der nationalen Befreiung unter heutigen Bedingungen der einzig erfolgversprechende ist. Hier eine Leseprobe (S. 34–41).

Die von Lenin und Stalin entwickelte Theorie des sozialistischen Wegs der nationalen Befreiung umfasst drei grundlegende Gesichtspunkte:

1. Die vollständige Überwindung der nationalen Unterdrückung durch das Monopolkapital ist erst durch den Sturz des Imperialismus und den weltweiten Sieg des Sozialismus möglich. So erklärte Lenin in seiner Schrift „Die Ergebnisse der Diskussion über die Selbstbestimmung“:
„Unter dem Kapitalismus kann die nationale (und überhaupt die politische) Unterdrückung nicht beseitigt werden. Dazu ist die Aufhebung der Klassen, d. h. die Einführung des Sozialismus unerläßlich … Hat das Proletariat den Kapitalismus in den Sozialismus umgestaltet, so schafft es die Möglichkeit für die völlige Beseitigung der nationalen Unterdrückung; diese Möglichkeit wird ,nur‘ – ,nur‘! – dann zur Wirklichkeit werden, wenn die Demokratie auf allen Gebieten vollständig durchgeführt sein wird – bis zur Festlegung der Staatsgrenzen entsprechend den ,Sympathien‘ der Bevölkerung, bis zur völligen Freiheit der Lostrennung einschließlich. Auf dieser Basis wird ihrerseits in der Praxis die absolute Beseitigung auch der kleinsten nationalen Reibungen, des geringsten nationalen Mißtrauens erfolgen und damit die beschleunigte Annäherung und Verschmelzung der Nationen, die durch das Absterben des Staates vollendet werden wird.“ (Lenin, Werke, Bd. 22, S. 331) …
Den sozialistischen Weg gehen bedeutet für die Völker der Kolonien, Halbkolonien und abhängigen Länder, daß jeder Kampf für nationale Unabhängigkeit mit der Perspektive des Kampfs für den Sozialismus geführt wird. Vom Standpunkt der Strategie des proletarischen Klassenkampfs aus hat der Kampf für die nationale Selbstbestimmung doppelte Bedeutung:
a) im Sinn des Strebens nach staatlicher Lostrennung, nach Bildung eines politisch souveränen Nationalstaats handelt es sich um ein Minimalprogramm. Es ist auf dem Boden bürgerlich-demokratischer Verhältnisse durchsetzbar und schafft gesellschaftliche Vorbedingungen für die Verwirklichung des Sozialismus;
b) im Sinn des Kampfs für die vollständige Beseitigung jeglicher nationaler Unterdrückung handelt es sich um ein Maximalprogramm. Es schließt den Sturz des Imperialismus ein, die weltweite Errichtung sozialistischer Nationen und ihre endliche Verschmelzung im Kommunismus. …

2. Aufgrund der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung des Kapitalismus muß die sozialistische Revolution des Proletariats in den unterdrückenden Ländern mit den demokratisch- und nationalrevolutionären Bewegungen in den unentwickelten, unterdrückten Ländern verbunden werden. Lenin erläuterte:
„Die soziale Revolution kann nicht anders vor sich gehen als in Gestalt einer Epoche, in der der Bürgerkrieg des Proletariats gegen die Bourgeoisie in den fortgeschrittenen Ländern mit einer ganzen Reihe demokratischer und revolutionärer Bewegungen verbunden ist, darunter auch mit nationalen Befreiungsbewegungen der unentwickelten, rückständigen und unterdrückten Nationen.
Und warum? Weil sich der Kapitalismus ungleichmäßig entwickelt und die objektive Wirklichkeit uns neben hochentwickelten kapitalistischen Nationen eine ganze Reihe von Nationen zeigt, die ökonomisch sehr schwach oder gar nicht entwickelt sind.“ (Lenin, „Über eine Karikatur auf den Marxismus“, Werke, Bd. 23, S. 53) ...
3. Der sozialistische Weg der nationalen Befreiung läßt sich allein durch den revolutionären bewaffneten Kampf der Volksmassen verwirklichen. Hierin unterscheidet er sich prinzipiell vom kapitalistischen Weg der nationalen Befreiung. …

Keiner der drei grundlegenden Gesichtspunkte des sozialistischen Wegs der nationalen Befreiung ist verzichtbar. …
In der Praxis des Klassenkampfs bildet sie nur auf der Grundlage des proletarischen Internationalismus, durch den sie gefestigt und höherentwickelt werden, eine dialektische Einheit. Nationaler Befreiungskampf ohne diese Grundlage ist bürgerlicher oder kleinbürgerlicher Nationalismus und mündet unweigerlich in die Niederlage. Die chinesische Revolution zum Beispiel, die gegen eine Übermacht bis an die Zähne bewaffneter Feinde kämpfte, konnte ohne Hilfe internationaler revolutionärer Kräfte nicht siegen.

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